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Montag 31.10.16 16:00 Uhr|Autor: Romina Burgheim371
Tolle Typen I - Der Diktator
Führungsstile der Trainer unter die Lupe genommen
Ein Fußballtrainer ist der Kopf eines Teams, quasi die treibende Kraft, der denkende Motor, die dampfende Lokomotive des Mannschafts-Zuges. Damit dieser Zug reibungslos auf seine Reise durch die Liga gehen kann, sind gewisse Vorbereitungen von Nöten. Mit seiner „Gang“ - Art bestimmt er den Verlauf dieser Reise.  Das ist eine sehr verantwortungsvolle, vielseitige und spannende Aufgabe zugleich, die er nur durch den Einsatz bestimmter Kompetenzen bewerkstelligen kann. Denn das Ziel, sowohl im Amateur – als auch Leistungs- bis hin zum Profibereich ist das gleiche: eine Gruppe voller fußballbegeisterter Menschen auf eine ganz bestimmte Weise zu einem Team zu formen. Für das Erreichen dieses Ziels gibt es verschiedene Methoden, die dann am Ende den Führungsstil eines Trainers ausmachen.  Die nachfolgende Serie „Tolle Typen“  stellt unterschiedliche Trainertypen vor, indem sie deren zentrale Trainings-Philosophie offenlegt und die Vor- und Nachteile benennt, die mit einem solchen Führungsstil verbunden sind. Den Auftakt dieser Reihe macht:

Der Diktator

ferner bekannt unter den Bezeichnungen „Der Schleifer“, der Dompteur oder „Der Ignorant“

Seine Methoden sind berühmt, berüchtigt und gefürchtet zugleich. Felix Magath mag einer der prominentesten Vertreter dieser alten Schule „Mitarbeiterführung“ sein, denn streng genommen stellt sie mit den Erkenntnissen der Sportwissenschaft ein Auslaufmodell dar. Geistiger Ursprung dieses rigorosen Führungsstils mag in persönlichen Erfahrungen mit nicht demokratischen politischen Systemen begründet sein.

Der Diktator ist ein ganz „bestimmter“ Trainertyp, der nur eine Linie kennt: Nämlich seine! Gemäß der Cicero * schen Maxime Quot capitae, tot sententiae (Wieviele Köpfe, so viele Meinungen)  geht er kein unnötiges Risiko ein, sich im Dickicht der zahlreichen unterschiedlichen Ansichten zu verlieren und beschränkt sich auf eine: Nämlich seine. Vielleicht auch der ernüchternden Erkenntnis geschuldet, dass man verlassen ist, wenn man sich auf andere verlässt, (ver-)traut er nur seinem Instinkt. Ein Trainerstab ist lediglich eine Ansammlung menschlicher hilfreicher Gebilde, die ihm lästige Alltags-Tätigkeiten abnehmen und ihm ermöglichen, seine Vorstellungen durchzusetzen. Er ist ein Freund der Kollektivstrafe, will heißen: Den Teamgeist fordert und fördert er zugleich im Ableisten der auferlegten Sanktionen. Außerdem ist er Verfechter körperlicher Leibesübungen, bei denen Spieler schon mal an die Grenzen ihrer körperlichen Belastbarkeit gebracht werden. Positiver Nebeneffekt: Der innere Schweinehund wird immer kleiner und der Geist gestärkt. Pragmatisch und fürsorglich wie er ist, nimmt er den Spielern das Denken ab. Damit sie sich auf die wichtigste Sache konzentrieren können: Das Spiel(en). Raum für Anregungen oder Mitsprache gibt es kaum. Ein Forum der Kritik? Fehlanzeige! Mannschaftsrat? Überflüssiger Schnickschnack! Er fordert komplette Unterwürfigkeit – wer da nicht mitzieht oder wagt, Zwischenräume zu suchen, findet sich höchstens auf der Ersatzbank wieder oder wird im schlimmsten Fall sogar aussortiert. Er genießt uneingeschränkten Respekt in der gesamten Mannschaft. Dass dieser aber zum Teil sich aus der Angst vor entsprechenden harschen Reaktionen speist, ist ihm einerlei. Was zählt, ist das Ergebnis. Und solange dieses stimmt, ist dieser Trainertyp schwer anzufechten. Problematisch wird’s erst dann, wenn der sportliche Erfolg ausbleibt. Dann kann auch er es nicht verhindern, öffentlich in die Kritik zu geraten und sich ggf. rechtfertigen zu müssen.

 
Bildquelle: http://mobil.stern.de/sport/fussball/absurde-methoden-beim-fc-fulham-wie-felix-magath-versuchte--mit-kaese-zu-heilen-3616810.html

 
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