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Donnerstag 23.03.17 20:30 Uhr|Autor: Uwe Rogowski (BZ)1.537
Das Knie hält: Eike Elsasser (rechts, mit Andreas Lismann, FVLB) | Foto: Matthias Konzok
Eike Elsasser: Der Aggressive-Leader des SV Weil
Beim Landesligisten SV Weil könnte Comebacker Eike Elsasser die passende Ergänzung sein
Ein Kreuzbandriss ist eine üble Sache. Eike Elsasser hatte gleich zwei davon, am selben Knie. Jetzt ist er zurück. Und will mit seinem tugendbasierten Fußball dem SV Weil zu alter Stärke verhelfen.

Eike Elsasser weiß, wovon er redet, wenn er eine Tabelle trügerisch nennt. Der Außenverteidiger mit dem intensiven Zweikampfstil war dabei, als der SV Weil vor drei Jahren unerwartet als Fünftletzter aus der Verbandsliga nach unten verwiesen wurde. Die Abstiegsgefahr schien nicht akut, legendär ist  die Aussage des sportlichen Leiters Perseus Knab, nach der einige Spieler noch kurz vor Saisonende gefragt hätten, ob denn wirklich fünf Clubs absteigen könnten. Jetzt haben die Weiler sieben Punkte Puffer auf den ersten Abstiegsplatz in der Landesliga. Vor dem Spiel gegen den FC Freiburg-St. Georgen sagt Elsasser: „Ich habe Respekt vor der Situation.  Keiner sollte es auf die leichte Schulter nehmen.“ Er werde es nicht tun, und er wolle mithelfen, die Sache schnellstmöglich zu Ende zu bringen.

Elsassers Selbstkritik: „Es muss ja auch mal an uns liegen.“

Ob er am Samstag dazu kommt, die St. Georgener  nach Elsasser-Art zu tackeln, ist offen. Am Sonntag gab er gegen  Lörrach-Brombach (0:1) nach 15 Monaten sein Landesliga-Comeback, doch nach Belastung kommen Schmerzen, er muss immer wieder pausieren, nur ein Trainingstag pro Woche geht  derzeit. Dabei kommen die Schmerzen nicht aus dem rechten Kniegelenk, das nach einem ersten Kreuzbandriss nur zwei Monate nach seinem Wiedereinstieg in Wittlingen die gleiche Lädierung hatte. „Das Knie hält sehr gut“, sagt Elsasser, der sich ausdrücklich beim Müllheimer Orthopädenteam Köppen-Castrop bedankt. Doch das schon mal gebrochene  Sprunggelenk macht ihm nun  zu schaffen und zwingt zu Pausen. Eventuell müssten eingehende  Untersuchungen die Gründe dafür liefern.

 Elsasser ist dennoch schon wieder positiv gestimmt. Sein Comeback hat Ansätze dafür geliefert. „Ich bin noch nicht der Alte, ich merke aber, dass es  ganz gut geht.“ Ein gutes Zeichen: Er denke während des Spiels nicht mehr  an das Knie, das war beim ersten mal anders. „Und ich brauche ja einen freien Kopf für mein Spiel, das von Aggressivität geprägt ist.“

Nach dem Trainerwechsel von Maxi  Heidenreich zu Andreas Schepperle könnte der Karsauer auf dem Feld eine passende Ergänzung für den neuen Coach sein. „Man merkt, er will nicht unbedingt Spektakel, er setzt  auf die Grundtugenden. ’Scheppi’  will, dass wir jetzt erstmal rennen und kämpfen.“ Genau Elsassers fußballerischer Ansatz. Durch den neuen Coach  hoffe er auf „mehr Schwung“, allerdings sollten er und seine Spielerkollegen sich mal selbst hinterfragen: „Es muss ja auch mal an uns liegen“, sagt Elsasser.

Der 24-Jährige, der einst in der A-Jugend des SC Freiburg  unter Christian Streich mit einem Alexander Schwolow und Immanuel Höhn trainierte, sieht in diesem Zusammenhang noch mehr Änderungsbedarf im Club, bei den Strukturen etwa. Mit Jugendleiter Rolf Sutter, der viele junge Spieler integriere, sei  ein guter Anfang gemacht. „Denn mein Eindruck ist, dass wir bei den Spielern wieder mehr Identifikation mit dem Verein brauchen.“ Vielleicht seien auch deshalb die Zuschauerzahlen im Nonnenholz  rückläufig. Mit Leidenschaft und Kampf soll am Samstag zumindest der  kurzfristige Turnaround gelingen.
 
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