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Ligabericht

SV Uedesheim liegt nach Heimniederlage am Boden

von NGZ / Christos Pasvantis · 20.05.2013, 23:15 Uhr · 0 Leser
Oberligist SV Uedesheim steht mehr denn je vor der direkten Rückkehr in die Landesliga. Dem TV Jahn Hiesfeld unterlag der SV vor heimischem Publikum mit 2:3 (1:1) und rutscht damit zwei Spieltage vor Saisonende auf Tabellenplatz 16, der den Abstieg bedeuten würde.

Die Niederlage gegen die nun endgültig geretteten Hiesfelder war einmal mehr eine unnötige. Entscheidend waren zehn unkonzentrierte Minuten direkt nach der Pause, in denen Uedesheim das Spiel vollkommen aus der Hand gab. "Wir haben das vorher soweit ganz gut gemacht. Dann hatten wir uns vorgenommen, tief zu stehen und ruhig zu bleiben. Das hat leider beides nicht geklappt", meinte Trainer Ingmar Putz.

In den ersten 45 Minuten spielten beide auf Augenhöhe, der TV Jahn ging durch Pascal Spors' abseitsverdächtigen Treffer schon nach sechs Minuten in Führung. Uedesheim steckte aber nicht zurück, über die starken Kani Taher, Andrej Hildenberg und Lukasz Koziatek lief der Ball flüssig. Letztere sorgten dann auch für den Ausgleich, Hildenberg wurde im Strafraum von Kevin Kolberg umgerannt, Koziatek verwandelte den Strafstoß sicher (29.).

Von Sicherheit war nach dem Seitenwechsel dann aber nichts mehr zu spüren, die folgenden Szenen könnten Uedesheim am Ende die Ligazugehörigkeit kosten: Erst erstarrte die komplette Hintermannschaft des SVÜ inklusive Torwart Dustin Gottlebe nach einem einfachen langen Ball in Erwartung eines Abseitspfiffes, was dem unbedrängten Gästestürmer Gino Mastrolonardo den Weg zum 2:1 freimachte (49.). Nur eine Minute darauf sah Adnan Hotic vollkommen zu Recht die Rote Karte, als er Spors per Ellbogenschlag niederstreckte. Weitere sieben Minuten nutzte Mastrolonardo nach einer Flanke die unzureichenden Klärungsversuche von Yasuhito Sunohara und Matthäus Klinghardt, um aus kurzer Distanz zum 3:1 einzuschieben.

Danach schienen auch die Uedesheimer nicht mehr an den dringend benötigten Heimsieg zu glauben, Trainer Putz probierte aber alles und setzte mit Dominik Bogatzki und Malte Hauenstein für Kani Taher und Sami Saysay alles auf eine Karte. Das zahlte sich schnell aus, Hauenstein sprang nach einer 50-Meter-Freistoßflanke Klinghardts höher als der herausgeeilte Torwart Sven Najemnik und köpfte den Anschlusstreffer (75.). Dem nicht mehr aufzuhaltenden Koziatek wäre per Drehschuss nach schöner Kombination mit Hildenberg sogar um ein Haar der Ausgleich gelungen (81.), weitere Möglichkeiten blieben danach aber aus.

Weil der TuS Bösinghoven gleichzeitig mit 5:1 in Hamborn siegte, überholte er Uedesheim und hat nun drei Punkte Vorsprung, der SV Hönnepel liegt weiterhin vier Zähler vor – einen der beiden muss der SVÜ mindestens noch überholen. "Wir sind noch in der Verlosung und werden bis zum Schluss alles geben", sagte Putz.