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Sonntag 16.07.17 22:09 Uhr|Autor: RP / Volker Himmelberg3.732
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F: Theo Titz

Der SV Straelen ist bereit für die Oberliga

Vor den Augen ihres neuen Trainers setzte die Mannschaft mit dem 3:1 gegen den Drittligisten Fortuna Köln ein Ausrufezeichen.
Rachid Zraizi verfolgte das Geschehen im Stadion an der Römerstraße am Sonntag noch im legeren Freizeit-Look. Was er gesehen hat, wird dem neuen Trainer des Oberligisten SV Straelen, der am Dienstag seine erste Einheit leitet und am Mittwoch im Testspiel bei der Spielvereinigung Odenkirchen erstmals als Chef auf der Bank sitzt, gefallen haben. Denn der Test gegen eine Auswahl des Drittligisten Fortuna Köln lieferte schon einige Erkenntnisse, die auf eine erfolgreiche Zukunft hoffen lassen.

Co-Trainer Khaled Daftari ließ in der Startformation vier Neuzugänge ran. "Sechser" Kevin Weggen ist auf der zentralen Mittelfeldposition vor der Abwehr erwartungsgemäß eine Bank. Der 23-Jährige, zuletzt für den Nord-Regionalligisten VfB Lübeck im Einsatz, strahlte viel Ruhe aus und legte eine enorme Übersicht an den Tag. Auf den Flügeln sind die Grün-Gelben ab sofort mit zwei Feingeistern besetzt, denen im technischen Umgang mit dem Ball so schnell niemand etwas vormacht. Aram Abdelkarim (links) und Drilon Istrefi (rechts) ließen vor knapp 200 Besuchern ihr Können mehrfach aufblitzen. Lediglich Ajdin Mehinovic, den Daftari als Spielmacher auf der "Zehn" aufgeboten hatte, blieb noch etwas unauffällig.

Zweite wichtige Erkenntnis: Die Abwehrformation, die am Sonntag zum Einsatz kam, ist reif für die Oberliga. Neben den Innenverteidigern Frederik Verlinden und Alexander Lenders gehörten Jannik Stevens (links) und Yodan Kim (rechts) zur Viererkette. Und die hinterließ gegen einen Gegner, der immerhin zwei Klassen höher spielt und damit bereits im Profibereich angesiedelt ist, einen sehr sattelfesten Eindruck. Jedenfalls hat Torhüter Marian Gbur in der abgelaufenen Meister-Saison in der Landesliga wesentlich arbeitsreichere Tage erlebt.

Und vorne deutete Randy Grens mit einer sehr engagierten Vorstellung als einzige Spitze an, dass er sich bereits auf die kommende Saison freut.

Das "Abenteuer Oberliga" ist offenbar keine unlösbare Aufgabe. Zumal der neue Trainer kein Typ ist, der etwas umkrempeln möchte, was sich in der Vergangenheit bewährt hat. Rachid Zraizi, der in Nimwegen lebt, ist ein Mann der ruhigen Töne, der den angenehmen, menschlichen Umgang pflegt. "Als Trainer möchte ich jeden einzelnen Spieler fördern und verbessern. Wenn mir das gelingt, wird man am Ende sehen, was für die Mannschaft möglich ist", sagt der Niederländer, der zuletzt als Co-Trainer von Fortuna Sittard im Einsatz war und jede Menge Erfahrung aus dem Nachwuchsbereich mitbringt. Einen seiner Schützlinge kennt er bereits: Randy Grens arbeitete einst in der "U19"-Juniorenauswahl der VV Venlo mit Zraizi zusammen.

Zum Spiel: Der SV Straelen hat mit dem 3:1 (1:0) gegen die Auswahl des Drittligisten Fortuna Köln ein erstes Ausrufezeichen in der Vorbereitung gesetzt. Wobei die "Südstadt-Legende", so die Aufschrift auf dem Kölner Mannschaftsbus, am Sonntag ein hartes Programm absolvierte. Vor dem Auftritt an der Römerstraße hatte Fortuna-Trainer Uwe Koschinat einen Großteil seiner Schützlinge kurz zuvor bereits gegen den Regionalligisten Borussia Mönchengladbach II (0:2) getestet. "Aber das soll unsere gute Leistung nicht schmälern. Schließlich ist der Gegner ausschließlich mit Drittligaspielern angetreten", zeigte sich SVS-Coach Khaled Daftari mit dem Auftritt der Grün-Gelben rundum zufrieden.

Er hatte auch allen Grund dazu. Denn offenkundig haben Daftari und Stefan Post, die dem neuen Mann künftig als Assistenten zur Seite stehen, bislang ganze Arbeit geleistet. Denn der SV Straelen hinterließ von der ersten Minute an einen sehr disziplinierten Eindruck. In der gewählten 4-5-1-Formation konzentrierte sich jeder einzelne Spieler auf seine Aufgabe. Die Zuschauer bekamen zwar eher Rasenschach als Spektakel geboten. Dafür mit dem erfreulichen Ergebnis, dass der Außenseiter den Favoriten gekonnt matt setzte.

Lediglich in der siebten Minute musste Jannik Stevens per Kopf auf der Linie klären - ansonsten besaß Fortuna Köln in der ersten Hälfte keine Chance. Auf der Gegenseite fiel in der 24. Minute das 1:0, als Yodan Kim von einem Durcheinander in der Kölner Abwehr profitierte und den Ball an Keeper Andre Poggenborg vorbei spitzelte. Nach einer Stunde erhöhte Kim nach Vorarbeit von Abdelkarim auf 2:0. Wenig später machte es der Neuzugang aus Wattenscheid höchstpersönlich - 3:0. Für den Drittligisten reichte es nur noch zum Ehrentreffer.

Rahid Zraizi konnte sich nach dem Abpfiff beruhigt ins Auto setzen. Der neue Trainer findet eine Mannschaft vor, mit der sich arbeiten lässt.

 
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