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Dienstag 18.04.17 09:45 Uhr|Autor: Umberto Savignano - Münchner Merkur691
Frank Schmöller und seine Pullacher befinden sich in einer schwierigen Phase. Foto: bro

Die Luft ist raus: Pullach verliert erneut

Verletzungspech bei den Raben
Der SV Pullach findet einfach nicht mehr in die Spur. Das 1:2 (0:1) beim TSV 1865 Dachau bedeutete das dritte sieglose Spiel hintereinander. Damit versäumten es die Raben, den FC Unterföhring, der mit dem 0:2 in Kirchanschöring die erste Niederlage 2017 einsteckte, wieder von der Spitze abzulösen.

Trainer Frank Schmöller nannte für das Ergebnis mehrere Gründe. Dazu zählte auch das zunehmende Verletzungspech. Im Abschlusstraining hatte es Martin Bauer erwischt, dessen dickes Knie eine längere Pause befürchten lässt. Nach der ersten Halbzeit von Dachau musste auch noch Andreas Roth wegen einer schweren Fersenprellung passen. Zusammen mit dem Ausfall des langzeitverletzten Lukas Dotzler sei das eine übermäßige Schwächung der Offensive gewesen, so der Coach: „Wir haben Probleme, so viele Leute zu ersetzen.“ Doch als Ausrede wollte Schmöller die Personalien keinesfalls benutzen. „Wir haben auch nicht die Leistung gebracht, die nötig ist, um in Dachau drei Punkte zu holen“, verhehlte er seine Unzufriedenheit nicht: „Wir haben zwar schön mitgespielt. Aber die Betonung liegt eben auf: mitgespielt. Wir hatten zu wenig eigene Ballkontrolle.“

Schmöller hatte eigentlich eine viel forschere Vorstellung erwartet: „Es fällt mir immer schwerer, das zu erklären. Wir hatten eine gute Trainingswoche, sind ruhig miteinander umgegangen. Aber ich habe den Eindruck: Gerade ist die Luft ein bisschen raus.“ Was seiner Ansicht nach „überhaupt nichts“ mit der fehlenden Perspektive des Regionalligaaufstiegs zu tun hat. „Da spielen andere Dinge eine Rolle. Fünf, sechs Leute bräuchten derzeit eine Pause, aber es fehlen die Alternativen. Es ist eine schwierige Phase für uns als Mannschaft, und da schließe ich mich als Trainer mit ein.“

Oft geht es ja auch nur um Kleinigkeiten, wie in Dachau an den ersten beiden Chancen des Spiels zu sehen war. Für den SVP zielte Maximilian Schuster haarscharf daneben (14.), für Dachau traf Dominik Schäffer mit einem herrlichen 20-Meter-Kracher zum 1:0 (18.). „Dachaus erster Schuss ist drin. Das ist Glück, aber ich bin der Ansicht, dass man sich Glück auch erarbeiten kann. Und bei uns fehlen im Moment die letzten fünf, sechs Prozent Überzeugung, den Zweikampf zu gewinnen oder das Tor zu machen“, so Schmöller.

Vermutlich gehört zu dieser Überzeugung, es immer und immer wieder zu versuchen, so wie Dachaus Florian Wolf, der nach der Pause zwei Möglichkeiten vergeben hatte, ehe er nach einer zu kurz abgewehrten Ecke endlich zum 2:0 traf (65.). Daniel Leugner machte es mit dem Anschlusstreffer, ebenfalls nach einem Eckball (76.), zwar noch einmal spannend, doch die Gastgeber brachten den knappen, aber verdienten Sieg über die Runden. Und Schmöller bleibt die knifflige Aufgabe, den SVP nach nur einem Punkt aus den vergangenen drei Partien schnell wieder auf Kurs zu bringen. Wobei er auf die Mithilfe der Mannschaft setzt: „Der Impuls muss von den Spielern kommen.“

 
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