Die Repelenerinnen spielten sich in den ersten Minuten zwei Chancen heraus, die aber ungenutzt blieben. In der Folge wurden die Budbergerinnen sicherer, ließen den Ball durch die eigenen Reihen zirkulieren, doch noch fehlte der Zug zum Tor. Schließlich war es ein Distanzschuss von Nina Hegmann (18.), der den Tabellenführer der Landesliga in Führung brachte. "In der ersten Hälfte waren wir fast gleichwertig", sagte Repelens Coach Holger Mertens. So war er guten Mutes, dass seine Schützlinge das Spiel noch drehen würden. Doch es sollte ganz anders kommen. Budberg kam motiviert aus der Kabine und netzte schon früh durch Hue-Man Cao zum 2:0 ein (48.).
Die Moral der Moerserinnen war gebrochen. Symptomatisch dafür war die Entstehung des Treffers zum 3:0. Eine missglückte Flanke von Nadja Deyke von der rechten Strafraumkante senkte sich genau über dem Kopf der Repelener Keeperin ins Tor. Möglicherweise war sie von der Sonne geblendet, dennoch hinterließ Alina vom Bruchdabei eine unglückliche Figur.Nur wenige Minuten später kassierten die Moerserinnen den vierten Treffer durch Julia Behrens (83.). Mit ihrem zweiten Treffer markierte Nina Hegmann das 5:0 per Kopf (90.).
Einmal feierten die Repelenerinnen kurz, aber vergebens – als aus einer Abseitsstellung das 1:4 aus Sicht der Moerserinnen fiel. "Ich spreche meinem Team trotzdem ein Kompliment aus", sagt VfL-Trainer Mertens. "Budberg war der erwartet schwere Gegner – mein Team hat trotzdem prima gekämpft." SVB-Coach Daniel Peetz kündigte nach dem Schlusspfiff sofort eine Grillparty im Vereinsheim an. "Wir waren durchschlagskräftiger", erklärte er. "Wir haben in der Saison einen Riesenlauf, und man hat am Ende des Spiels gesehen, dass wir unser ganzes spielerisches Vermögen förmlich entladen haben."