
Obwohl man im schwarz - blauen Lager des FC Edelsfeld in den vergangenen Jahren von Erfolg zu Erfolg eilte und sprichwörtlich für eine Sensation sorgte, weil dem kleinen Dorfklub der direkte Durchmarsch von der Kreisklasse bis hin in die Bezirksoberliga gelang, (sensationell auch wegen der Tatsache, dass alle Spieler, die dieses Kunststück fertig brachten, in der eigenen Gemeinde wohnen und fast ausnahmslos bereits in der Jugend des FC ihre Stiefel schnürten.) war den Verantwortlichen bereits vor dieser Spielzeit das anzustrebende Saisonziel klar. Nach dem einjährigen „Abenteuer“ BOL, aus der man leider postwendend, aber keineswegs enttäuschend wieder absteigen musste, konnte dies abermals nur der Klassenerhalt in der Bezirksliga sein.
Trainer Heldrich: „Die BOL war einfach eine Nummer zu groß für uns“
Dieses Ziel resultierte vor allem daraus, dass das Erfolgsteam einen großen Aderlass zu verkraften hatte. Neben dem bereits feststehenden Karriereende des langjährigen Kapitäns Martin Meidenbauer und dem Abgang zweier Spieler, die anderweitig eine sportliche Herausforderung suchten, blieb dem FCE, wie bereits ein Jahr zuvor in der BOL, das Verletzungspech weiterhin treu. Schwerwiegende und langfristige Verletzungen wichtiger Leistungsträger ( wie die Kreuzbandrisse von Bernd Kugler und Simon Meidenbauer) dezimierten den ohnehin schon sehr kleinen Kader zum Saisonstart auf 12 – 13 Mann. Zwar stießen auch vor dieser Saison glücklicherweise wieder zwölf Jugendliche aus dem eigenen Nachwuchs zu den Senioren, doch war der Sprung in die BZL für viele dieser Jungs fürs erste einfach noch zu groß. Sie sammeln daher vorerst überwiegend in der A-Klassen - Reserve Spielpraxis.
Nach gelungenem Start ereilte die Elf das Verletzungspech
Aller Unkenrufe zum Trotz startete man dann aber dennoch sehr gut in die neue Runde. Mit acht Punkten aus den ersten fünf Begegnungen war man anfangs sogar noch in der Spitzengruppe der Liga vertreten. Was folgte war eine abermals einsetzende Seuche von Verletzungen und Krankheiten. So kam es, das man oftmals mit dem „sprichwörtlich“ letzten Aufgebot antreten musste. Mit einer Niederlagenserie von sieben Spielen rauschte man ans Tabellenende. Es drohte sogar, dass der Anschluss an die Nichtabstiegsränge vollkommen verloren geht. Erst mit der Rückkehr einiger Stammkräfte gelang es der Truppe um Kapitän Matthias Pickel zum Jahresende hin, den Kontakt zum rettenden Ufer wieder herzustellen. Mit zwei Last Minute - Erfolgen, einem gegen das Spitzenteam aus Grafenwöhr und gegen den Tabellennachbarn Weiden - Ost verbuchte man für den BZL - Erhalt schon fast überlebenswichtige Punkte
Hier zeigten sich wieder einmal die größten Stärken des FCE, die ihn schon über Jahre hinweg auszeichnen: der unbändige Wille kein Spiel verloren zu geben. Kameradschaft und Zusammenhalt, egal was passiert.
Trainer Heldrich blickt daher optimistisch auf die Frühjahrsrunde:
„Gerade aufgrund der letzten Erfolgserlebnisse, die das doch zeitweise arg ramponierte Selbstvertrauen meiner Mannschaft etwas gestärkt haben sollten, bin ich weiterhin 100%ig überzeugt, dass wir den Klassenerhalt trotz der prekären Tabellensituation noch packen. Vorraussetzung dafür ist aber sicherlich, dass wir endlich von größeren Verletzungssorgen verschont bleiben. Mit Gerd Pirner verabschiedete sich bereits ein Stammspieler zur Winterpause. Er wechselt leider nach nur einem 1 ½ jährigen Gastspiel zurück zu seinem vorherigen Verein SC Rupprechtstegen. Dies macht die Sache sicherlich nicht einfacher für uns. Dennoch weiß ich, was meine Mannschaft zu leisten im Stande ist, wenn sie halbwegs komplett ist. Dann brauchen wir uns vor keinem Team dieser Liga zu verstecken."
Die Vorbereitung auf das Unternehmen Aufholjagd startet mit dem Trainingsauftakt am 12.2.11. Am 20.2. fährt die Mannschaft zum ersten Testspiel zum FC Hersbruck. Am 26.2. beteiligt man sich an einem Kunstrasen-Hallenturnier beim SV Illschwang/Schwend in Sulzbach-Rosenberg.Bereits einen Tag später, am 27.2., gastiert man zu einem weiteren Test beim SV Loderhof - Sulzbach. Vor dem Punktspielstart am 19.3. gegen Detag Weiden bestreitet die Elf noch zwei weitere Vorbereitungsspiele am 11.3. beim SV Freudenberg und am 13.3. beim SC Germania Amberg.