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Montag 19.06.17 20:30 Uhr|Autor: Kölner Stadt-Anzeiger/Klaus Flötgen989
Der zuletzt als Interimscoach tätige Martin Schiefer (Mitte) soll wieder für die SG spielen.Foto: Herhaus

Neuer Anfang mit altem Rezept

Die SG Worringen spielt kpnftig in der bezirksliga und tauscht nahezu das komplette Personal aus
Köln. Acht Spieltage vor dem Ende der vergangenen Saison zog  der Vorstand  der SG Worringen wegen der desolaten Auftritte der Mannschaft die Reißleine und meldete sie vom Spielbetrieb ab.  Nach drei Jahren in der Fußball-Landesliga, die zweimal mit dem siebten und einmal mit dem elften  Tabellenplatz abgeschlossen wurden, fehlten dem  Kader  Qualität wie Quantität und vielen Spielern darüber hinaus offenkundig auch die Motivation, sich gegen den sportlichen Niedergang zu wehren.

Nachdem  der Vorstand Ende Mai auf der Abteilungsversammlung fast unverändert  bestätigt wurde und nur Horst Schoepe  als Zweiter  Vorsitzender  wie angekündigt zurücktrat,  versucht  die SG mit dem alten Rezept einen Neuanfang in der Bezirksliga: Worringen  tauscht das  Personal nahezu komplett aus.  Alle Spieler konnten  den Verein ablösefrei verlassen, der Sportliche Leiter Sergio Paradiso  kümmert sich künftig nur noch um die zweite Mannschaft und Interimscoach Martin Schiefer  soll wieder spielen und dem neuen Trainer assistieren.

  Der heißt Abdullah Keseroglu und  übernimmt bei der SG in dieser Funktion sein erstes Amt.  Zuletzt spielte der  hauptberufliche Fitnesscoach noch  für den Oberligisten SC Düsseldorf-West.  „Keseroglu hat ein gutes Netzwerk  sowohl in der rechtsrheinischen wie auch linksrheinischen Amateurszene,  wir sind sicher, dass  er  den Fußball in Worringen mit einem langfristigen Konzept wieder attraktiver machen wird“, betont  Fußballchef Hans-Peter Lorek.

  Die Voraussetzungen   für einen  erfolgreichen Neustart  sind allerdings  auf der Anlage am Erdweg nicht besser geworden, denn der  Zustand des Naturrasens und des Aschenplatzes   werden  auch künftig  im Winter  einen geregelten Spiel-  und Trainingsbetrieb erschweren.  „Es gibt eine Initiative, aber wir haben leider wenig Hoffnung, dass die Stadt Köln  diese Situation verändert  und einen   Kunstrasen  finanziert“,  sagt Lorek.

  Sicher ist  zudem auch  nicht, dass die SG zur Not   weiterhin  auf die Bezirkssportanlage Chorweiler ausweichen kann. Keseroglu sprühte jedoch vor Tatendrang und  stellte    den künftigen Kader  nahezu komplett zusammen. „Ich bin zuversichtlich, dass  ich die  Spieler mit der richtigen Mentalität gefunden habe,  mit denen wir den Aufstieg anpeilen können“,  sagt  Keseroglu, der  nur auf  vier  Akteure der vergangenen Saison baut:  Bünjamin Kujuncu, Damian Sieniawski, den Koreaner Inguk Lee und den   bislang noch nicht spielberechtigten Serben Goran Antejl. 

 Anastasios Papoulidis, ein Allrounder vom  Mittelrheinligisten FC Hürth, zählt  ebenso   zu den Neulingen  wie Ekrem Engin  vom Landesligisten SSV Duisburg und  Mirko Reuter, der Torjäger des Bezirksligisten Brauweiler,  sowie   Kadir Umar von Viktoria Köln.  „Offen ist nur noch jeweils eine  Position in der Abwehr und im Angriff“, so  Keseroglu, der am 18. Juli   das erste Training angesetzt hat.

 
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