
Der amtierende Schiedsrichter hatte die Partie nach der schweren Verletzung des FC Geo-Spielers Florian Heimerl auf Wunsch des 1. FC Gerolzhofen vorzeitig beendet. "Nach gründlicher Auswertung aller relevanter Faktoren ist das SG der Bayernliga der Überzeugung, dass dem FC Gerolzhofen in diesem speziellen Fall eine Weiterführung des Spiels zuzumuten gewesen wäre. Es verkennt keineswegs, dass die Verletzung eines ihrer Mitspieler, deren Schwere und Nachhaltigkeit im Moment mit letzter Sicherheit noch nicht abzuschätzen war, bei den Spielern des FC Gerolzhofen zu einer emotional bedingten Stresssituation geführt haben mag, die deren Entscheidung, das Spiel nicht weiterzuführen, wohl nicht unerheblich mit beeinflusst hat. Es ist aber auch der Auffassung, dass es im Fußball zwangsläufig leider auch zu Verletzungen kommen kann, deren Folgen oft nicht sofort absehbar sind. Würde jede Verletzung eines Spielers auf den bloßen Verdacht hin, sie könnte sich im Nachhinein als besonders schwer erweisen, zu einem Spielabbruch führen, wären negative Auswirkungen auf einen geregelten Spielbetrieb die zwangsläufige Folge", so ein Auszug aus der Urteilsbegründung des Sportgerichts der Bayernliga.
Stephan Heimerl, Abteilungsleiter des 1. FC Gerolzhofen, hat uns folgende Stellungnahme des Vereins zum Sportgerichtsurteil übersendet:
"Wir werden und müssen das Urteil akzeptieren. Leider hat das Sportgericht Fingerspitzengefühl vermissen lassen. In diesem speziellen Fall wurde der Verletzte fast 45 Minuten auf dem Platz und nochmals 15 Minuten im unmittelbar neben dem Spielfeld stehenden Krankenwagen behandelt.Das Spiel hätte also nach einer einstündigen Unterbrechung fortgeführt werden müssen. Aus der Urteilsbegründung kann man herauslesen, dass die Hauptbeweggründe für das Urteil in der Erfüllung des Spielplans zu suchen sind. So kurz vor Saisonschluss wären die Spielplanmacher bei einer Neuansetzung in die Bredouille gekommen, zumal ja auch noch Relegationsspiele anstehen. Der Fußball sollte sich, trotz aller Freude, die wir mit ihm haben, nicht immer ganz so wichtig nehmen. Manchmal sind andere Dinge im Leben viel, viel wichtiger."