
In der - aber sowas von - letzten Minute machte der VfB noch den Ausgleich beim Oldenburger Nachbarn GVO. Es war in der 96. Minute, als Jonathan Matando aus der Höhe des Elfmeterpunktes flach an Lass Dworczak vorbei einnetzte.
Bis dahin war VfB-Coach Servet Zeyrek am Rande der Verzweiflung. "Da stürmst Du das ganze Spiel - und dann kriegt man hinten so einen rein!" "So einer", das war der sehenswerte 20-Meter-Schuss von Jonas Brüggemann, der exakt der Maßgabe folgte: "Wenn Du nicht weißt, wohin mit dem Ball - schieß ihn ins Tor."
Nun wäre es falsch, zu sagen, die Blauen wären den Rest des Spiels in Ballbesitz gewesen. Auch die gastgebende Elf des GVO tauchte vor dem Kasten von Thorben Riechers auf. Dennoch - feldüberlegen war der VfB. Zumindest bis zur Strafraumgrenze. "Wir sind zu umständlich", haderte Zeyrek noch in der 93. Minute. Doch dann der gewiss verdiente und gewiss sehr späte Ausgleich.
"Ich weiß zwar nicht, warum der Schiedsrichter vier Minuten Nachspielzeit angezeigt hat", wunderte sich nach dem Abpfiff der eigentliche Kapitän der GVO-Elf, der heute verletzungsbedingt zum Co-Trainier avanciert war. "Aber warum er dann sechs Minuten hat nachspielen lassen - das verstehe ich überhaupt nicht."