
"Wir haben uns in der starken Liga schnell zurecht gefunden und können mit jeder Mannschaft mithalten. Dass wir unter dem Strich, trotz der vielen Langzeitverletzten so gut dastehen, liegt mit an der Oktober-Serie von sechs Siegen in Folge", so der Tenor aus dem Lager des FCS. Wenn es bei den Kreisstädtern überhaupt etwas zu bemängeln gab, dann war es - infolge der Ausfälle - die fehlende Konstanz. Nach tollem Saisonbeginn legte man eine richtige Achterbahnfahrt in der Tabelle der Landesliga Süd hin. Zwischen Platz zwei und 15 war der Aufsteiger auf jeder Tabellenposition mindestens einmal vertreten und pendelte sich nach zwei Niederlagen zum Rundenausklang schließlich auf dem respektablen siebten Platz ein. Die Konkurrenz beeindruckt hat die Elf von Bernd Kunze besonders zwischen dem 14. und 19. Spieltag, als besagte sechs Siege in Serie den FCS in der Tabelle nach oben katapultierten.
Im Kader gibt es zur Winterpause nur wenige Veränderungen. Mit Stefan Liebert (zurück zum TSV Kottern), Christian Klose (zum FC Kempten) und Ivan Buhic (Ziel unbekannt) haben drei Akteure den Verein verlassen. Dafür kehrt Torwart Andreas Bathrei nach einem halben Jahr vom Württembergischen Landesligisten RW Weiler zurück. Zudem setzt man bei den Oberallgäuern weiterhin auf die Jugend. Mit Markus Roth hat sich dem FCS ein 18-jähriges Sturmtalent von der Bayernliga-A-Jugend des FC Memmingen angeschlossen. Auch Neu-Mittelfeldspieler Marius Schütz vom Bezirksoberligisten TSV Ottobeuren ist erst 19 Jahre alt. Und dann wäre da ja noch Stürmer Manuel Wiedemann (22), der seine Schambeinentzündung überstanden hat und auf sein erstes Punktspiel für die Sonthofer hinarbeitet.
Hundertprozentigen Einsatz fordert Sportleiter Matthias Schmidle auch in den restlichen zwölf Ligapartien von seinen Spielern, um sich selbst und dem Verein den Traum vom Bayernliga-Aufstieg zu erfüllen. Um eine Platzierung unter den Top-8 abzusichern, bedarf es aber noch einer großen Willensleistung und dem nötigen Quentchen Glück. "Unser Ziel muss es sein, die Bayernliga-Quali zu schaffen. Auch wenn viele anderen Kontrahenten im Winter nochmal kräftig aufgerüstet haben", so Trainer Bernd Kunze. "Trotzdem, wir wollen uns nicht verschlechtern. In dieser ausgeglichenen Liga kann jeder jeden schlagen. Bei der Leistungsdichte entscheiden Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage." Nun gilt es für den Landesliga-Aufsteiger die Endphase der Vorbereitungszeit konzentriert zu bewältigen und die Grundlagen zu legen für eine erfolgreiche Restrückrunde. "Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, haben wir sicher genügend Qualität im Kader, um die direkte Qualifikation für die Bayernliga zu erreichen", bekräftigt Trainer Kunze, der das eigentliche FCS-Saisonziel "schönen Fußball spielen" schon lange ad acta gelegt hat.