Piele war es nach schöner Vorarbeit von Kreibich vorbehalten, sie zu vergeben (3.). Aber schon beim nächsten Angriff über die linke Seite verwertete Kühnast die Hereingabe von K. Schulz zum Führungstreffer. Die Gäste kamen nun auch gefährlich vor den Kasten von Giebichenstein, der zur Ecke klären konnte (9.), welche dann verpuffte. Danach nistete sich der FSV weitestgehend in der gegnerischen Hälfte ein. Spielführer Heckeroth kämpfte ungeachtet der Temperaturen um jeden Ball und schlenzte das Leder aus Mittelstürmer-Position von der Strafraumgrenze unhaltbar zum 2:0 (11.) in den Torgiebel.
Keeper Giebichenstein musste zwischendurch einen Freistoß des SC parieren, bevor auf der anderen Seite der eigentlich rechts verteidigende Carsten Madaus einen abgewehrten Ball an der linken Strafraumgrenze erlief und mit seiner Flanke Probst am langen Pfosten fand - 3:0 (16.). Damit war die Gegenwehr der Nedlitzer noch nicht erloschen, denn Giebichenstein musste ein Flanke (20.) aus der Luft fischen. Inzwischen hatten die Gäste ihre Abseitsfalle kurz hinter der Mittellinie aufgebaut, aber auch das sollte gegen den langen Ball von Schönberg nicht das probate Mittel sein. Den erlief sich Carsten Madaus noch vor dem gegnerischen Keeper und spitzelte das Leder an dem vorbei zum vierten Treffer.
Gerade ein Viertel der Spielzeit war zu diesem Zeitpunkt absolviert – ein Debakel bahnte sich dennoch nicht an. Denn der FSV nahm sich eine längere, spielerische Auszeit, kam aber trotzdem zu hochkarätigen Möglichkeiten. Einen Kopfball von Piele (24.) nach Eckball von K. Schulz parierte der Keeper, der Freistoß von Schönberg ging knapp drüber und auch Kreibich verzog nach Vorarbeit von Kühnast. Für den missglückten Abschluss entschuldigte sich kurz darauf Heckeroth beim mitgelaufenen Piele, als die Nedlitzer Abwehr mit mehreren schnellen Pässen ausgehebelt worden war.
Doch auch Kühnast (38.) machte es nicht besser, als er völlig frei vor dem Torwart am Kasten vorbei schob. Kurz vor dem Seitenwechsel verpasste wieder Heckeroth den sicheren fünften Treffer.
>Mit ein paar frischen Kräften nahm das Spiel danach wieder etwas Fahrt auf. Der für Piele eingewechselte Jaffke verwertete eine Flanke von der linken Seite endlich zum 5:0 (48.). Ein Kopfball des FSV segelte knapp ins Aus, und Jaffkes Schlenzer wurde von der vielbeinigen Abwehr zur Ecke geklärt. Gegen die immer offensiver werdende Abwehr der Barleber kam der SC zu wenigen Kontermöglichkeiten, die aber ausnahmslos leichtfertig vergeben wurden oder im Abseits endeten.
Der FSV hatte bis zum Strafraum eigentlich leichtes Spiel, aber dem munteren „Scheibenschießen“ stand immer wieder ein Abwehrbein vor oder auf der Torlinie im Weg. So scheiterten Kreibich und Heckeroth (69.) mit ihren Chancen, und beim satten Schuss von Jaffke (77.) hatte der Keeper etwas dagegen. Der sechste Treffer fiel dennoch nach einem Eckball von Heckeroth; durch einen Platzfehler blieb der tapfere Nedlitzer Torwart hier chancenlos. Drei Minuten vor dem Ende setzte Hennig mit seinem Kopfball auf Kreibich-Flanke den Schlusspunkt.
Am Mittwoch um 18:30 Uhr setzt der FSV in Barleben gegen die U23 des 1. FC Magdeburg seine Testspiel-Serie fort.