
Im Moment kann der Sportbund mit der aktuellen Entwicklung zufrieden sein. Das Team ist in der Spitzengruppe gut aufgehoben, ist ambitioniert weiter vorne dabei zu bleiben. Mit Walter Werner (49) haben sie einen Trainer, der schon in der sechsten Saison in Rosenheim tätig ist und den Verein 2007 in die Landesliga geführt hat. Zur Geschichte: Der SB DJK Rosenheim spielte in der Saison 1978/79 sogar für ein Jahr in der Bayernliga und zwar zusammen mit dem Nachbarn 1860. Wir sprachen mit Walter Werner über die Situation in Rosenheim.
FuPa: Herr Werner, sind Sie mit dem bisherigen Verlauf der Saison zufrieden?
Walter Werner (49): Platz drei ist okay, aber wir sind nicht blauäugig. Wir wissen, dass die Liga brutal eng ist. Wenn man zweimal verliert geht es ganz schnell nach unten.
FuPa: Zuletzt gab es eine bittere 0:3-Heimniederlage gegen den FC Pipinsried. Was war der Grund?
Werner: Wenn man sein Fußball-ABC nicht umsetzt, dann verliert man auch gegen den FC Pipinsried. Wir hatten sieben hochkarätige Chancen, konnten aber daraus kein Kapital schlagen. Jeder Niederlage ist ärgerlich, aber diese ganz besonders, weil sie völlig unnötig war.
FuPa: Vor der Saison hieß es, dass der SB DJK Rosenheim um die Meisterschaft mitspielen will. Steht dieses Ziel noch?
Werner: Wenn man Vierter und Fünfter in den beiden Vorjahren war und die Mannschaft zusammengeblieben ist, wir sie noch punktuell verstärkt haben, dann will man natürlich oben mitspielen. Aber aktuell ist es so, dass fast jeder jeden schlagen kann und es 10, 12 oder 14 Teams gibt, die oben sein können. So eng wie heuer weiß ich die Landesliga Süd noch nicht. Aber ohne Frage: Wir wollen vorne sein und bleiben.
FuPa: Wie sieht es personell in Ihrem Kader aus?
Werner: Wir haben derzeit drei Ausfälle zu beklagen. Torben Gartzen fehlt mir im Mittelfeld, weil er in den USA weilt. In der Abwehr ist Benedikt Maier verletzt und Dominik Schlosser, ebenfalls Abwehr, hat sich eine Innenbandverletzung zugezogen. Das ist für uns eine Schwächung.
FuPa: Der TSV Kottern ist ganz vorne zu finden. Überrascht sie das?
Werner: Insider haben schon vor der Saison gewusst, dass man Kottern auf der Rechnung haben muss. Sie haben viele erfahrene Spieler im Kader. Mich überrascht das nicht.
FuPa: Wie geht es jetzt für Ihr Team weiter?
Werner: Wir spielen heute Abend beim SC Fürstenfeldbruck. Das ist auch ein ambitioniertes Team und da kann man durchaus verlieren. Vor allem ist das die Chance auf Revanche für die Brucker aus dem Pokalspiel. Für uns ist es eine richtungsweisende Begegnung. Danach kommt dann die TSG Thannhausen, die sich nach dem Bayernliga-Abstieg schnell gefangen hat. In zahn Tagen wissen wir mehr, wo die Reise für uns hingeht. Ich hoffe, dass wir oben bleiben können.