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Freitag 19.05.17 21:27 Uhr|Autor: Münchner Merkur (Süd) - Robert M. Frank1.109
Björn Burhenne ist ab sofort nicht mehr Trainer der Sportfreunde Aying. Foto: Archiv

Paukenschlag: Aying trennt sich von Burhenne

"Vier bis fünf Spieler" gegen Coach
SF Aying - Vor dem Saisonfinale an diesem Samstag beim TSV Moosach/Grafing (14 Uhr) ist es bei den abstiegsbedrohten Sportfreunden Aying zu einem Paukenschlag gekommen: Der Vorletzte der Bezirksliga Ost trennte sich vor dem letzten und entscheidenden Spiel im Abstiegskampf von Trainer Björn Burhenne. 

„Wir haben uns in gegenseitigem Einvernehmen getrennt. Wir wollten zur neuen Saison einen Neuanfang“, sagte Ayings Fußball-Abteilungsleiter Christian Hartl.

Für Burhenne, der den Bezirksligisten von Vorgänger Marco Stier erst im September während der laufenden Saison übernommen hatte, kam diese Entscheidung überraschend. „Schade. Es hat extrem Spaß gemacht“, sagte Burhenne. Laut dem Trainer habe es eine Gruppe von „vier bis fünf Spielern“ gegeben, die nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten wollten. Das konnte Kapitän und Mannschaftsrat-Mitglied Sebastian Bauer bestätigen. „Das war auch ein Grund. Ich persönlich finde es schade, dass es auseinandergeht. Es waren nämlich auch einige Spieler sehr zufrieden mit seiner Arbeit. Björn ist ein guter Trainer, der uns weitergebracht hat. Aber auf der anderen Seite hat es im Moment einfach nicht gepasst“, sagte Ayings Torwart Bauer zum Abschied Burhennes.

Der Trainer bedauert den Zeitpunkt nur ein Spiel vor dem Saisonende. „Probleme hätte man früher bereden können. Aber ich möchte jetzt keine schmutzige Wäsche waschen. Ich drücke der Mannschaft kräftig die Daumen, dass sie die Relegation vielleicht noch erreicht“, sagte Burhenne, der sich in der kommenden Woche im Training der Mannschaft verabschieden möchte.

Für den Sprung auf den Relegationsplatz müsste für die Ayinger ein kleines Wunder geschehen. Die Sporfreunde müssten nicht nur das Spiel beim bereits als Meister feststehenden Tabellenführer Moosach gewinnen, sondern auch noch auf fremde Schützenhilfe hoffen. Dornach auf dem Relegationsplatz 13 dürfte in seiner Partie beim Tabellenneunten ASV Au keinen Punkt holen. Denkbar ungünstige Voraussetzungen für das Spiel, das Torwart-Routinier Manfred Mayr als Trainer leiten wird. „Die Chancen gehen gegen null. Wir möchten aber im letzten Spiel auf jeden Fall eine gute Leistung abliefern und uns zumindest mit einem guten Spiel verabschieden. Vielleicht reicht es dann ja“, sagt Bauer.

SF Aying: Bauer – Huber, Iaquinta, Pfaffenzeller, Hartl, Friebe, Steinegger, Max. Demmel, Veicht, Drotleff, W. Mayr

 
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