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Ligabericht

Selbitz bringt Vorsprung ins Ziel - Kickers Meister

34. Spieltag: Bayreuth trotz Sieg nur Bayernligist +++ Würzburger Kickers sichern dank 4:0-Sieg Landesliga-Meisterschaft

von Dirk Meier / Thomas Popp · 19.05.2012, 18:04 Uhr · 0 Leser
Bayreuth siegt und verpasst den Regionalliga-Coup dennoch. F: Wagner
Bayreuth siegt und verpasst den Regionalliga-Coup dennoch. F: Wagner
Letzte Runde im Rennen um den zweiten Regionalliga-Relegationsplatz. Die SpVgg Selbitz rettete den knappen Vorsprung gegenüber der SpVgg Bayreuth ins Ziel. Ein 3:1-Sieg über die DJK Bamberg sicherte den Frankenwäldern den Regionalliga-Relegationseinzug. Neuer Meister der Landesliga Nord sind die Würzburger Kickers dank eines 4:0-Triumphs über den TuS Frammerbach.


LIVE auf FuPa: Die Auslosung der Relegationsspiele am Sonntag ab 10 Uhr.

FC Würzburger Kickers - TuS Frammersbach 4:0 (0:0)
Mit dem TuS Frammersbach hatte der Spitzenreiter noch eine Rechnung offen. Denn das Hinspiel war beim Stand von 1:0 für den TuS abgebrochen worden. Ein Wiederholungsspiel wurde den Kickers in der Berufungsverhandlung vom Verbandssportgericht verweigert. "Uns ist die Revanche gelungen. Dieser Sieg ist der Abschluss einer sehr guten Punktrunde", freut sich Kickers-Trainer Dieter Wirsching über den klaren Erfolg und damit die Meisterschaft in der Landesliga Nord. Allerdings mühten sich die Gastgeber am Dallenberg. Denn Zajo Desic vergab im ersten Teil einen Elfmeter (27.). Aber nach torloser ersten Spielhälfte kamen die Würzburger im zweiten Teil ins Rollen. Sergey Zimin (48. und 70.), Matthias Eichler (68.) und Adrian Graf (88.) trafen viermal ins Schwarze. Nun gehen die Kickers mit einem Erstrunden-Freilos in der Relegation, und treffen in Runde zwei auf den Sieger der Partie BC Aichach gegen TSV Großbardorf. Frammersbach bleibt als Vorletzter Landesligist.
Schiedsrichter: Michael Ost (Riedlingen) - Zuschauer: 343
Tore: 1:0 Sergey Zimin (48.), 2:0 Matthias Eichler (68.), 3:0 Sergey Zimin (70.), 4:0 Adrian Graf (88.)
Besondere Vorkommnisse: Zajo Desic (FC Würzburger Kickers) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Markus Fischer (27.)


SpVgg Selbitz - DJK Don Bosco Bamberg 3:1 (1:1)
Gerade noch rechtzeitig hat die SpVgg Selbitz die Kurve bekommen. Mit einem 3:1-Sieg am letzten Spieltag hat die Frankenwald-Elf die Relegation in die Regionalliga Bayern geschafft. Dabei war es ein hartes Stück Arbeit, das die Voigt-Elf zu verrichten hatte. Die frühe Führung durch Christian Karl glichen die nie aufsteckenden Gäste kurz vor der Halbzeitpause aus. Julian Rietsch brachte mit einem Traumtor aus 25 Metern in den Torwinkel seine Farben auf die Siegerstraße. Sebastian Hermann sorgte mit einem Freistoß in der 79. Minute für die Entscheidung. Nach einer Feier am Samstagabend mit Fans und Gönnern blickt man in Selbitz mit Spannung auf die am Mittwoch beginnende Relegation, wo man auf den Würzburger FV trifft. Die Bamberger müssen auch in die Relegation. Auf dem Weg in die Bayernliga Nord trifft man zunächst auf den TSV Neustadt/Aisch.
Schiedsrichter: Sven Laumer (Penzendorf) - Zuschauer: 576
Tore: 1:0 Christian Karl (14.), 1:1 Tobias Reißner (39.), 2:1 Julian Rietsch (56.), 3:1 Sebastian Hermann (79.)


SpVgg Bayreuth - SV Alemannia Haibach 4:0 (2:0)
Der Sieg der Altstadt ist letztlich ein Muster ohne Wert. Denn die Bayreuther konnten die SpVgg Selbitz nicht mehr abfangen. Zum Abschied erzielte Christopher Klaszka, der zum Regionalliga-Aufsteiger SpVgg Bayern Hof wechselt, noch zwei Tore (5. und 80.). Francis Kioyo (23.) und Mino Kayser (56.) zeichneten für die anderen beiden Treffer verantwortlich. Am Ende streiften beide Vereine an den gesteckten Zielen vorbei. Die Altstadt wollte sich für die Regionalliga qualifizieren und Haibach für die Bayernliga. Die Alemannia kann ihre Vorgabe allerdings noch über die Relegation erreichen (1. Runde gegen die TG Höchberg), der Bayernliga-Absteiger der Vorsaison aus Bayreuth aber nicht mehr. Die Wagner-Städter haben eine bessere Platzierung durch die schwache Auswärtsbilanz verpasst.
Schiedsrichter: Stefan Treiber (Neuburg/Donau) - Zuschauer: 350
Tore: 1:0 Christopher Klaszka (5.), 2:0 Francis Kioyo (23.), 3:0 Mino Kayser (56.), 4:0 Christopher Klaszka (80.)


TSV Aubstadt - TSV Neudrossenfeld 3:1 (0:0)
Der TSV Aubstadt feiert mit Platz zwei in der Landesliga Nord den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Mit 42 Punkten und 34:7 Toren ist der TSV Aubstadt die beste Heimelf dieser Spielklasse geworden. Trainer Josef Francic hat hervorragende Arbeit geleistet und aus dem Kader ein funktionierendes Team geformt. Zwar stand es in der Partie zur Pause noch 0:0, aber dann legten die Gastgeber richtig los. Dieser Sieg war die richtige Basis für eine gelungene Saisonabschlussfeier. Der TSV Neudrossenfeld muss in die Relegation zur Bayernliga und trifft dort zunächst auf den 1. FC Burgkunstadt.
Schiedsrichter: Christopher Schwarzmann (Scheßlitz) - Zuschauer: 300
Tore: 1:0 Christian Wachmer (46.), 2:0 Matthias Schäfer (62.), 2:1 Kevin Diwersi (80.), 3:1 Julius Benkenstein (86.)


FT Schweinfurt - SV Memmelsdorf 3:5 (2:4)
Torschleusen geöffnet hieß es am letzten Spieltag in Schweinfurt. Die Partie hätte gut und gerne auch 8:8 ausgehen können. Schon in der ersten Halbzeit war es ein munteres Scheibenschießen. Memmelsdorf, für die Oberfranken war es das letzte Saisonspiel, steigt in die Bayernliga Nord auf. Die Freien Turner müssen das nun auf dem Weg über die Relegation versuchen, in Runde eins trifft man auf den BOL-Meister ASV Rimpar. Die 70 Zuschauer hatten bis zur 23. Minute eine 3:0-Führung der Gäste aus dem Bamberger Vorort gesehen. Immerhin gelangen auch den Platzherren noch zwei Treffer. Die Abwehrreihen hinterließen an diesem Tag nicht den besten Eindruck. Die Partie fiel eher unter die Rubrik "Toreschießen leicht gemacht".
Schiedsrichter: Michael Wander (Helmstadt) - Zuschauer: 70
Tore: 0:1 Benjamin Freund (9. Eigentor), 0:2 Stefan Menz (12.), 0:3 Christian Schneider (23.), 1:3 Benjamin Freund (31. Foulelfmeter), 1:4 Markus Saal (41.), 2:4 Patrick Geißler (42.), 2:5 Christian Schneider (69.), 3:5 Dominik Leim (75. Eigentor)


SV Pettstadt - 1. FC Gerolzhofen 3:0 (0:0)
"Der Sieg war verdient. Wir haben den Gegner über weite Strecken beherrscht", sagt Mario Meth, Co-Trainer beim SV Pettstadt. Der Tabellenletzte kam im zweiten Abschnitt zu den Toren. Binnen zehn Minuten trafen Dieter Meth (60.), Josef Lorber (67.) und Mathias Diller (70.). Damit war das Duell der Aufsteiger und der beiden Vereine aus dem Tabellenkeller, die beide in die Landesliga müssen, entschieden. Zu diesem Spiel kamen nur noch 50 Zuschauer.
Schiedsrichter: Constantin Scharf (Pressath) - Zuschauer: 50
Tore: 1:0 Dieter Meth (60.), 2:0 Josef Lorber (67.), 3:0 Mathias Diller (70.)


ASV Hollfeld - 1. FC Trogen 2:2 (0:1)
Das Spiel stand vor allem im Zeichen des Abschieds von Heiko Gröger sowie seinen Co-Trainern Heiko Richter und Matze Kellner. Ihnen dankten die Vorsitzenden des ASV, Alfred Arnold und Heinz Weggel sowie der Präsident Konrad Keilholz für ihre Verdienste in den letzten Jahren und überreichten eine kleine Erinnerung. Auch der Fanclub "Hollfeld Ultras" ließ sich nochmals eine sehr originelle Choreografie einfallen – sie präsentierten alle zwölf Minuten einen Banner mit den Highlights in der Ära Gröger und sagten nochmals auf ihre Weise „Tschüss“. Maximal vier Spiele wird Heiko Gröger anschließend in der Relegation noch auf der sportlichen Kommandobrücke stehen, ehe er sich nach Bayreuth verabschiedet. Die Gäste aus Trogen, die das Bayernliga-Ticket bereits in der Tasche hatten, führten schon mit 2:0. Aber Hollfeld zeigte eine Reaktion und kehrte wieder zurück. Der ASV versuchte in der Schlussphase noch den Sieg zu erringen, aber es blieb beim 2:2.
Schiedsrichter: Thomas Stein (Homburg am Main) - Zuschauer: 220
Tore: 0:1 Rasim Yavuz (6.), 0:2 Martin Weiß 1 (48.), 1:2 Philipp Schmidt (50.), 2:2 Timo Jahrsdörfer (71.)


Die Freitagsspiele:

TG Höchberg - 1. FC Burgkunstadt 2:0 (1:0)
Den letzten Auftritt vor der Relegation wollten in Höchberg nur 80 Zuschauer sehen. Das hatte den Vorteil, dass man am Würstl-Stand nicht lange anstehen musste. Topschütze Pascal Bloemer erzielte mit seinem 131. Tor für die TG Höchberg die 1:0-Führung (31.). In der zweiten Halbzeit erhöhte Mario Christ auf 2:0 (82.). "Man hat gemerkt, dass es für beide Mannschaften um nichts mehr ging. Der Sieg hätte weitaus höher ausfallen können", sagt Höchbergs Klubsprecher Sebastian Genheimer. Wichtig war, dass es keine Verletzungen vor der für beide Klubs anstehenden Relegation gab.
Schiedsrichter: Kai Steinmetzer (Herschfeld) - Zuschauer: 80
Tore: 1:0 Pascal Bloemer (31.), 2:0 Mario Christ (82.)


1. FC Sand - TSV Kleinrinderfeld 5:1 (2:1)
Die Saison 2011/12 ist für den 1. FC Sand wie für den TSV Kleinrinderfeld beendet, beide Vereine haben sich direkt für die neue Bayernliga Nord qualifiziert. Zum Abschluss landeten die Gastgeber einen deutlichen 5:1-Erfolg über den Aufsteiger. Damit überholte Sand den Neuling noch in der Tabelle um einen Punkt. Die Gäste gingen durch Edwin Aber sogar in Führung (34.), doch bis zur Pause wendeten Matthias Hoff (37.) und Tobias Seifert das Blatt (41.). In der zweiten Halbzeit raubten die Gastgeber dem TSV mit dem schnellen 3:1 durch Fabian Benkert (47.) schnell die Hoffnung auf einen Punktgewinn. Das Match war nun entschieden. Igor Mikic (71.) und nochmals Benkert (76.) legten noch zwei weitere Treffer nach. Schiedsrichter: Christian Dietz (Kronach) - Zuschauer: 350
Tore: 0:1 Edwin Aber (34.), 1:1 Matthias Hoff (37.), 2:1 Tobias Seifert (41.), 3:1 Fabian Benkert (47.), 4:1 Igor Mikic (71.), 5:1 Fabian Benkert (76.)


Vorschau - Die entscheidenden Duelle am 34. Spieltag


SpVgg Selbitz - DJK Don Bosco Bamberg
(Hinspiel: 3:0, Bilanz: 3/0/0, Heimbilanz: 1/0/0)*

Am Samstag ab 16 Uhr empfängt die SpVgg Selbitz zum wohl wichtigsten Spiel der Saison die DJK Don Bosco Bamberg. Viele Chancen hat die SpVgg Selbitz im Kampf um die Regionalliga-Relegationsrunde bislang liegen lassen. Mit nur zwei Punkten aus den letzten sechs Spielen haben die Frankenwäldler ihr Punktepolster auf den schärfsten Verfolger aus Bayreuth fast verspielt. Die Voigt-Elf zeigte zuletzt immer wieder Nerven, letzte Woche setzte es in Memmelsdorf eine 1:4-Niederlage. Nur der zeitgleichen Bayreuther Niederlage in Neudrossenfeld ist geschuldet, dass die SVS noch um einen Punkt vor der "Altstadt" rangiert. Sollte Selbitz abermals nicht siegen, könnte die SpVgg Bayreuth mit einem Heimsieg gegen Haibach die Mannschaft von Michael Voigt noch abfangen. Für den Vizemeister des Vorjahres wäre dies besonders bitter, stand Selbitz doch in dieser Saison an 31 Spieltagen auf einem der ersten beiden Plätze. Sollte Bayreuth nicht gewinnen, könnte sich Selbitz aufgrund des besseren Vergleiches auch eine Niederlage leisten. Mit einem Sieg gegen Bamberg will die SpVgg Selbitz aber allen Rechenspielen ein Ende setzen. Dem DJK Don Bosco erging es ähnlich wie dem Heimteam. Fast die gesamte Saison stand die Mannschaft von Georg Lunz in den Top acht. Durch eine Schwächephase am Ende mit nur drei Punkten aus sechs Spielen fielen die Gelb-Grünen noch aus der direkten Aufstiegszone. In Selbitz wollen sich die Wildensorger sicherlich nicht der Wettbewerbsverzerrung verdächtig machen. Zumal Bamberg auch die Spannung für die Relegationsrunde hoch halten muss.
Sperren: keine - Schiedsrichter: Sven Laumer (Penzendorf)

SpVgg Bayreuth - SV Alemannia Haibach
(Hinspiel: 2:2, Bilanz: 3/2/4, Heimbilanz: 1/1/2)*

Der SpVgg Bayreuth hilft im Fernduell gegen die SpVgg Selbitz nur ein Sieg weiter. Nach drei Siegen in Folge unter Interimstrainer Jürgen Dörfler schien die "Altstadt" wieder gefestigt zu sein. Durch die wochenlange Selbitzer Schwächephase kam die "Wespenelf" auch prompt noch mal in Reichweite der nicht mehr für möglich gehaltenen Regionalliga-Relegation. Durch die bittere 0:3-Niederlage in Neudrossenfeld konnte die SpVgg jedoch keinen Nutzen aus der Selbitzer Steilvorlage in Memmelsdorf ziehen. So müssen die Wagnerstädter nun auf einen erneuten Ausrutscher der Frankenwäldler hoffen. Vorausgesetzt ist hierfür natürlich ein Sieg gegen die Alemannen aus Haibach, was gegen die seit acht Wochen unbesiegte Mannschaft von Jogi Hufgard kein Selbstläufer werden wird. Für die Grün-Weißen kam ihr fulminanter Schlussspurt zu spät, zu durchwachsen war die Punktausbeute vor der Winterpause. Mit 48 Punkten auf Platz neun gelegen, hat die SVA keine Chance mehr auf direktem Wege in die Bayernliga zu kommen. Ebenso wie für alle anderen Releganten gilt es auch für die Kicker aus dem Aschaffenburger Vorort die Konzentration hoch zu halten.
Sperren: keine - Schiedsrichter: Stefan Treiber (Neuburg/Donau)

FC Würzburger Kickers - TuS Frammersbach
(Hinspiel: 0:X, Bilanz: 1/0/2, Heimbilanz: 0/0/1)*

Die Meisterschaft vor Augen, die Relegation im Sinn. So, oder so ähnlich gehen die Würzburger Kickers in den letzten Spieltag gegen den TuS Frammersbach. Die seit letzter Woche sicher in der Aufstiegsrelegation zur Regionalliga stehenden Kickers können mit einem Heimsieg über den Tabellenvorletzten aus Frammersbach die Landesliga-Meisterschaft perfekt machen. Mit 63 Punkten stehen die Rothosen zwei Zähler vor dem TSV Aubstadt, der allerdings den direkten Vergleich gegen die Kickers gewonnen hat. Sollte Aubstadt sein Heimspiel gegen Neudrossenfeld nicht gewinnen, könnten sich die Rothosen auch eine Niederlage erlauben. Ob gerade die seit Wochen sieglosen Frammersbacher den Tabellenersten auf eigenem Platz ärgern können, gilt als fast ausgeschlossen. Mit einer konzentrierten Leistung werden die Mannen von Trainer und Sportvorstand Dieter Wirsching die fehlenden Punkte wohl noch einfahren. Auch wenn am Dallenberg fast nichts für die Spessart-Kicker spricht, wollen sich die Jungs von Alex Kirsch möglichst teuer verkaufen und nicht nur als Sparringspartner in die unterfränkische Metropole reisen. Mut könnten die Rot-Weißen auch bei einem Blick in die Statistik schöpfen. Immerhin konnte der TuS die letzten beiden Vergleiche gegen die Kickers gewinnen, wenn auch wie in der Vorrunde am grünen Tisch. Bekanntlich wurde damals bei einer 1:0-Führung für Frammersbach und anschließenden Becherwürfen aus dem Kickers Block die Partie abgebrochen und mit X:0 für den TuS gewertet, was am Samstag für zusätzliche Brisanz sorgen dürfte.
Sperren: keine - Schiedsrichter: Michael Ost (Riedlingen)


TSV Aubstadt - TSV Neudrossenfeld
(Hinspiel: 0:2, Bilanz: 0/2/3, Heimbilanz: 0/1/1)*

Fünfmal trafen diese beiden Mannschaften in der Landesliga-Historie bisher aufeinander, noch nie konnte der TSV Aubstadt dabei den Platz als Sieger verlassen. Dies soll sich nun am Samstag ändern, mit einem Sieg wollen sich die Grabfelder ihre minimal Chance auf die Landesliga Meisterschaft erhalten. Freilich spekulieren Mannschaft, Verantwortliche und Fans der Grabfelder auf einen Ausrutscher der Würzburger Kickers, dazu muss die Mannschaft von Josef Francic aber mit einem Heimsieg gegen Neudrossenfeld erst einmal in Vorleistung gehen. Was gegen die zur Zeit äußerst starken Oberfranken kein Selbstgänger werden wird. Aufgrund des gewonnenen direkten Vergleiches gegenüber dem Rangdritten aus Selbitz, der zwei Punkte weniger auf dem Konto hat, würde den "Abschtern" bereits ein Unentschieden zur Vizemeisterschaft reichen, was dem TSV, der keine Lizenz für die Regionalliga beantragt hat, einen klasse Saisonabschluss garantieren würde. Für den Gast aus Neudrossenfeld ist die Serie dagegen nach dem Spiel noch nicht zu Ende. Die Schmidt-Elf will durch die Hintertüre noch in die Bayernliga aufsteigen. Die Grün-Weißen sind stark drauf, zuletzt wurde die SpVgg Bayreuth mit 3:0 vom Hofe gejagt. In Aubstadt will der TSV weiteres Selbstvertrauen für die bevorstehende Relegation tanken.
Sperren: keine - Schiedsrichter: Christopher Schwarzmann (Scheßlitz)



Vorschau - Die Freitagsspiele:


TG Höchberg - 1. FC Burgkunstadt
(Hinspiel: 2:1, Bilanz: 2/1/0, Heimbilanz: 1/0/0)*

Zwei Bayernliga-Releganten treffen am heutigen Freitagabend auf der Höchberger Waldsportanlage aufeinander. Nach dem Erreichen der Aufstiegsrelegation geht es für beide Teams darum, die Spannung aufrecht zu halten. Die TG siegte letzte Woche mit 2:1 bei Don Bosco Bamberg. Mit einem weiteren Sieg würden die Karl-Schützlinge ihren aktuellen zehnten Tabellenplatz verteidigen. Der FC Burgkunstadt sicherte sich mit einem torlosen Heimremis gegen den ASV Hollfeld die Fahrkarte zur Aufstiegsrelegation. Die Mannschaft von Peter Reichel beendet unabhängig vom Spielausgang in Höchberg die Saison als Tabellenfünfzehnter. Mit einer guten Leistung im Würzburger Vorort wollen sich die Schwarz-Weißen für die Aufstiegsspiele "einschwören".
Sperren: keine - Schiedsrichter: Kai Steinmetzer (Herschfeld)


1. FC Sand - TSV Kleinrinderfeld
(Hinspiel: 6:3, Bilanz: 1/0/0, Heimbilanz: 0/0/0)*

Ebenfalls auf den heutigen Freitag wurde die Partie zweier zukünftiger Bayernligisten vorgezogen. Der FC Sand sicherte sich mit einem ungefährdeten 2:0-Auswärtserfolg in Frammersbach letzte Woche die Rückkehr in die Bayernliga. Mit einem Heimsieg könnte die Albert-Elf den Gast aus Kleinrinderfeld noch überflügeln. Der TSV, der den Aufstieg bereits seit zwei Wochen inne hat, feierte am 33. Spieltag gegen den SV Pettstadt nochmal ein 6:3-Schützenfest. Der offensivstarke Aufsteiger hat die Liga zweifelsfrei bereichert. Im Sander Seestadion will die Mannschaft von Norbert Mahler ihren fünften Tabellenrang verteidigen.
Sperren:
keine - Schiedsrichter: Christian Dietz (Kronach)



Vorschau - Die weiteren Samstagsspiele:

SV Pettstadt - 1. FC Gerolzhofen
(Hinspiel: 1:3, ansonsten keine Ligadirektduelle)*

In der Pettstätter "Hammerstadt" kreuzen der Tabellenletzte und der Drittletzte aus Gerolzhofen die Klingen. Die beiden Aufsteiger hatten ihr ausgegebenes Saisonziel Klassenerhalt bereits vor der Saison "in petto". Der SV Pettstadt hatte insgesamt 30 Spieltage die Rote Laterne in Händen und beendet die Runde unabhängig vom Spielausgang gegen Gerolzhofen als Tabbelenletzter. Beim FC GEO hatte es lange Zeit gar nicht so schlecht ausgesehen einen Platz in der Aufstiegsrelegation zu ergattern. Mit sieben Niederlagen am Stück ging der Mannschaft von Harald Pitter zum Ende hin aber die Luft aus. In der neuen Spielzeit gehen beide Clubs mit neuen Trainern in der dann sechstklassigen Landesliga an den Start.
Sperren: keine - Schiedsrichter: Constantin Scharf (Pressath)


ASV Hollfeld - 1. FC Trogen
(Hinspiel: 0:1, Bilanz: 1/0/2, Heimbilanz: 1/0/0)*

Ein Relegationsteilnehmer und ein Aufsteiger messen in der Fränkischen Schweiz am finalen Spieltag noch mal die Kräfte. Der ASV belegt mit 42 Punkten den 14. Rang des Tableaus. Die Gröger-Elf ist seit vier Spielen ungeschlagen, zwei Siegen folgten zwei torlose Remis gegen Bamberg und Burgkunstadt. Mit einem Sieg wollen die Rot-Schwarzen frisch gestärkt in den unter der Woche beginnenden Relegationsmarathon einsteigen. Mit einem 1:1-Unentschieden gegen die Würzburger Kickers steht der FC Trogen seit letztem Samstag als künftiger Bayernligist fest. Die Mannschaft von Roland Guthke ist mit vier Punkten Vorsprung auf Alemannia Haibach nicht mehr aus den Aufstiegsrängen zu verdrängen. Für die Gelb-Schwarzen aus dem 1.500 Einwohner-Ort im nördlichen Landkreis Hof ist der Durchmarsch von der BOL in die Bayernliga der größte Erfolg in der 80-jährigen Vereinsgeschichte.
Sperren: Dominik Schorn (ASV) - Schiedsrichter: Thomas Stein (Homburg am Main)


FT Schweinfurt - SV Memmelsdorf
(Hinspiel: 0:2, Bilanz: 5/4/4, Heimbilanz: 3/2/1)

In die "Verlängerung" geht es auch für die FT Schweinfurt. Die Gehling-Truppe verlor drei der letzten vier Spiele, mit 44 Punkten liegen die Schweinfurter auf Rang 13. Vorallem die deutliche 5:1-Klatsche in Haibach letzte Woche sollte die FT wach gerüttelt haben. Nach über 30 Jahren und mehr als 1.000 Spielen in der 49-jährigen Landesliga-Geschichte wollen die Freien Turner nun endlich rauf in die Bayernliga. Mit einer guten Leistung gegen Memmelsdorf will der "Dino" noch mal Kräfte für die bevorstehende Relegation freisetzen. Den Sprung in die Bayernliga Nord konnte der SV Memmelsdorf bereits einen Spieltag vor Schluss vollziehen. Mit einem souveränen 4:1-Heimsieg gegen Selbitz brachte die junge Mannschaft von Trainer Mario Zukolo den Aufstieg unter Dach und Fach. Im bedeutungslos gewordenen Spiel gegen Schweinfurt können die Oberfranken mit einem Sieg ihren sechsten Rang verteidigen.
Sperren: keine - Schiedsrichter: Michael Wander (Helmstadt)


* Die Bilanz berücksichtigt alle Spiele der FuPa-Datenbank: Bayernliga bis 1992/93, Landesligen bis 2001/02.