
Nun soll am Samstag ein erfolgreicher Start gelingen- falls es die Platzverhältnisse in Coburg zulassen. Die SpVgg Selbitz gastiert zum Auftakt beim krisengeschüttelten DVV Coburg. Läuft alles optimal, dann kann Selbitz mit einem Remis oder gar einem Sieg den Vorsprung auf die Würzburger Kickers auf sechs oder acht Zähler ausbauen. Fraglich ist aber noch, ob die Partie stattfinden kann.
Die Trainingsbedingungen waren zum Start ins neue Jahr nicht optimal. Aber dennoch konnten zwei Testspiele gegen Bezirksoberligisten aus Oberfranken absolviert werden. Die SG Regnitzlosau wurde mit 3:0 besiegt und gegen den von Ex-Profi Armin Eck trainierten BSC Saas-Bayreuth gab es ein deutliches 6:2. "Insgesamt bin ich dennoch mit der Vorbereitung zufrieden. Jetzt ist es wichtig, dass wir gut aus den Startlöchern kommen", sagt der Selbitzer Trainer Michael Voigt (39).
In Coburg fehlen werden auf jeden Fall die verletzten André Keilwerth und Andre Völkl. "Durch unsere beiden Neuzugänge Sebastian Hermann und Sebastian Wallochny sind wir in der Breite besser aufgestellt als bisher", weiß Coach Voigt. Auch wenn es beim Gegner in den vergangenen Wochen aus finanziellen Gründen Turbulenzen gab und sich doch zahlreiche Kicker verabschiedet haben, so will Voigt die Viktoria keinesfalls unterschätzen: "Die Mannschaft aus Coburg hat zwar an Qualität verloren. Aber diese junge Mannschaft hat nichts zu verlieren und wird sich gegen uns sicher reinhängen."
Dennoch gibt sich Voigt optimistisch: "Wir sollten aber in der Lage sein die Aufgabe zu lösen." Er, Voigt, habe ein gutes Gefühl. Auf jeden Fall will sich die SpVgg Selbitz weiter auf Platz zwei behaupten und erster Verfolger des noch ungeschlagenen Tabellenführers VfL Frohnlach bleiben. Eventuell schwächelt der VfL ja noch, der aktuell bei gleicher Spielanzahl wie Selbitz sieben Punkte enteilt ist. Frohnlach befindet sich damit ähnlich wie in der Bundesliga Borussia Dortmund in komfortabler Position. "Die Saison ist aber noch lang. Man muss abwarten, was passiert", sagt Michael Voigt.
Auf jeden Fall hat sich die SpVgg Selbitz positioniert, will die internen Strukturen den gewachsenen Anforderungen anpassen. Dazu wurde ein Sponsoren-Pool gegründet, um langfristig den Erhalt in der Landesliga abzusichern. Somit wurde schon für die Zukunft geplant. Die könnte in der kommenden Saison durchaus in der Bayernliga liegen. Michael Voigt kennt diese Spielklasse ja auch bestens, trainierte er dort doch bereits die SpVgg Bayern Hof, die ihrerseits vom Abstieg aus der bayerischen Königsklasse bedroht ist. Die SpVgg Selbitz könnte ein Nachfolger für die Hofer in Bayerns bester Spielklasse werden.