
FSV Erlangen-Bruck – TSV 1860 Rosenheim 2:4 (0:1)
Sie lag in der Luft, die Überraschung an der Tennenloher Straße. Vor 150 Besuchern ging der Tabellenführer zwar erwartungsgemäß in Führung. Danijel Majdancevic nach 31 Minuten und Dominik Haas gleich nach Wiederbeginn sorgten für ein 2:0 der Sechziger. Aber die Mittelfranken schlugen zurück, wollten sich nicht in ihr Schicksal ergeben. Im direkten Gegenzug traf Arpad Backens, der nach einer Knöchelverletzung wieder mit von der Partie war, zum Anschluss für den FSV (47.). Nach einer Stunde war es Felix Günther, der sogar für die Platzherren ausgleichen konnte. Die Brucker waren einer Sensation nahe und verkauften sich beachtlicher Weise sehr gut. Die Spieler des FSV zeigten Moral und viel Kämpfherz. In der Schlussphase allerdings kamen die Rosenheimer dann doch noch zu zwei Toren und nahmen einen Dreier mit nach Hause. Matthias Linnemann (81.) und Dominik Haas in der Nachspielzeit sorgten für die beiden Tore. Der TSV 1860 Rosenheim kann nun am vorletzten Spieltag daheim gegen den SV Seligenporten mit einem Sieg die erste Bayernliga-Meisterschaft in der Vereinsgeschichte perfekt machen. Der Titel, den im Vorjahr der FC Ismaning errang, würde damit in Oberbayern bleiben.
Schiedsrichter: Steffen Mix (Abtswind) - Zuschauer: 150
Tore: 0:1 Danijel Majdancevic (31.), 0:2 Dominik Haas (46.), 1:2 Arpad Backens (47.), 2:2 Felix Günther (60.), 2:3 Matthias Linnemann (81.), 2:4 Dominik Haas (90. + 2)
TSV Gersthofen – 1. FC Schweinfurt 0:5 (0:2)
Die schwächste Auswärtsmannschaft hat beim Bayernliga-Neuling einen 5:0-Kantersieg gelandet. Das war zugleich die höchste Heimniederlage für den TSV Gersthofen seit dem Bayernliga-Aufstieg im vorigen Sommer. Seit bekannt ist, dass die Schwaben auf die Regionalliga Bayern verzichten, ist die Luft raus beim TSV Gersthofen. Das war in diesem Spiel deutlich zu erkennen. Auch die Zuschauer versagen dem Neuling inzwischen zu großen Teilen die Unterstützung, kamen doch nur 105 Besucher in die Abenstein-Arena. Die erste halbe Stunde war von den Gastgebern noch ganz in Ordnung. Die Schnüdel kamen aber in der Endphase des ersten Teils zu zwei Treffern durch Cristian Dan (37.) und Benjamin Demel (44.). Damit war im Grunde schon die Vorentscheidung gefallen. Nach einer Stunde versetzten die Unterfranken den Gastgebern den K.o., schlugen noch dreimal erbarmungslos zu. Fernando Ernesto (60.), Eray Cadiroglu (63.) und nochmals der Rumäne Dan (87.) erhöhten das Resultat auf 5:0. Der Sieg ging auch in dieser Höhe in Ordnung. Die Schweinfurter machten mit dem 0:5 zudem ihrem Vereinsnamen alle Ehre.
Schiedsrichter: Danijel Darandik (Altdorf) - Zuschauer: 105
Tore: 0:1 Cristian Dan (37.), 0:2 Benjamin Demel (44.), 0:3 Fernando Ernesto (60.), 0:4 Eray Cadiroglu (63.), 0:5 Cristian Dan (87.)
TSV Großbardorf - FC Ismaning 0:0
Das Rennen um den letzten Regionalliga-Direktqualifikationsplatz neun bleibt spannend. Weil der TSV Großbardorf seine vielen Chancen gegen den FC Ismaning nicht nutzen konnte, führte die überlegen geführte Partie nicht zum gewünschten Erfolg für die Gallier. Nun streiten sich im Saisonendspurt noch vier Teams um den neunten Tabellenplatz. Beim TSV Großbardorf, der am Mittwoch in Eltersdorf unglücklich im Elfmeterschießen am Einzug ins Pokalfinale scheiterte, stehen nun die wichtigen Partien gegen Wacker Burghausen (Pokal - 08.05.), den TSV Rain (Liga - 12.05.) und den TSV Gersthofen (Liga - 19.05.) auf dem Programm. Den FC Ismaning trennt nur ein einziger Zähler (und der schlechtere direkte Vergleich gegenüber dem TSV) von der Direktquali-Zone. Die Schmöller-Elf trifft nun noch auf den SV Heimstetten (12.05.) und den Würzburger FV (19.05.) und darf auch nach dem heutigen Samstag weiter vom Regionalliga-Direkteinzug träumen.
Schiedsrichter: Sven Bode (Nürnberg) - Zuschauer: 300
Tore: Fehlanzeige
Besondere Vorkommnisse: Wegen anhaltender Regenfälle und dementsprechend tiefem Geläuf wurde diese Partie erst mit einstündiger Verspätung angepfiffen.
TSV Buchbach - FC Eintr. Bamberg 5:2 (1:1)
Der FC Eintracht Bamberg hat's geschafft. Trotz der 2:5-Niederlage beim heimstarken TSV Buchbach ist der Starke-Elf der Regionalliga-Einzug auch rein rechnerisch nicht mehr zu nehmen, selbst im Falle konstruierter Fälle von Punktgleichheit mit dem TSV Großbardorf oder im Dreiervergleich mit den Galliern und dem FSV Erlangen-Bruck. Tore von Thomas Breu und Markus Fischer gestalteten die erste Spielhälfte recht ausgeglichen, auch Halbzeit zwei begann vielversprechend für die Oberfranken. Alex Deptalla setzte sich gegen Buchbachs Daniel Roppert durch und versenkte zum 1:2. Buchbach-Keeper Dominik Süßmaier zeichnete sich anschließend mit einem gehaltenen Elfmeter gegen Bambergs Peter Heyer aus. Doch dann rollte die TSV-Heimoffensive über die Bamberger hinweg: Manuel Neubauer, Stefan Lex per sehenswertem Doppelpack und Alex Neulinger auf Vorlage von Thomas Breu drehten die Partie und besiegelten den verdienten Sieg des TSV Buchbach, der mit 5:2 am Ende sehr deutlich ausfiel.
Schiedsrichter: Patrick Hanslbauer (Altenberg) - Zuschauer: 600
Tore: 1:0 Thomas Breu (18.), 1:1 Markus Fischer (25.), 1:2 Alexander Deptalla (53.), 2:2 Manuel Neubauer (62.), 3:2 Stefan Lex (66.), 4:2 Stefan Lex (83.), 5:2 Alexander Neulinger (86.)
Besondere Vorkommnisse: Peter Heyer (FC Eintr. Bamberg 2010) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Dominik Süßmaier (57.)
TSV Rain a. Lech - VfL Frohnlach 3:1 (0:1)
Diese Niederlage wird der VfL Frohnlach verschmerzen können. Trotz des 1:3 beim TSV Rain stehen die Oberfranken vorzeitig als Regionalliga-Teilnehmer 2012/13 fest. Ein Eigentor von Bernd Geiß brachte die Elf von Dieter Kurth in der 30. Minute in Führung. Halbzeit zwei gestaltete der TSV Rain allerdings überlegen. Fabian Triebel, Maximilian Lutz per Strafstoß und Alex Schneider auf Zuspiel von Bruder Daniel besorgten den verdienten Heimsieg des TSV, der besonders in Halbzeit zwei seine Klasse demonstrierte. In der kommenden Saison dürfen sich nun beide Teams auf die Spiele in der neuen bayerischen Königsklasse freuen.
Schiedsrichter: Wolfgang Wallesch (Postau) - Zuschauer: 300
Tore: 0:1 Eigentor (30.), 1:1 Fabian Triebel (56.), 2:1 Maximilian Lutz (62. Foulelfmeter), 3:1 Alexander Schneider (63.)
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SV Seligenporten - Würzburger FV 0:2 (0:1)
Der Würzburger FV bringt sich wieder ins Spiel um die Regionalliga-Direktqualifikation. Bereits nach 48 Sekunden zappelte der Ball im Netz der Oberpfälzer. Tobias Riedner tauchte vor Seiligenportens Keeper Dominik Brünnhübner auf, der stand etwas zu weit vorm Kasten und Riedner überlupfte den Schlussmann zum 0:1. In der Folge entwickelte sich ein lebhaftes, intensives Match mit Torchancen auf beiden Seiten. Matthias Wolf zielte bei einer Kopfballgelegenheit in Halbzeit zwei nur an den Pfosten. Minute 86 musste dann die endgültige Entscheidung bringen: Seligenporten war am Drücker, Pascal Kamolz setzte den Konter zum 0:2-Endstand. Würzburg nun wieder mitten drin im Rennen um den letzten Direktquali-Platz zur Regionalliga Bayern. Nun gilt es allerdings auch die schwierigen Spiele gegen Eltersdorf und Ismaning zu überstehen.
Schiedsrichter: Felix Hoffmann (Pfarrweisach) - Zuschauer: 250
Tore: 0:1 Tobias Riedner (1.), 0:2 Pascal Kamolz (86.)
SpVgg Bayern Hof - SpVgg Unterhaching II 0:0
Keine Tore, aber eine lebhafte Partie bekamen die 500 Zuschauer auf der Grünen Au zu sehen. Die Hofer Bayern kamen übers Schlusslicht aus Unterhaching nicht über eine torlose Punkteteilung hinaus, obwohl man ab der 68. Minute in Überzahl agierte. Gäste-Keeper Matthias Luginger musste nach einer Notbremse frühzeitig den Platz verlassen. Weil die Hachinger ohne Ersatzkeeper nach Oberfranken gereist waren, musste mit Alexander Schneider fortan an Feldspieler zwischen die Pfosten. Alleine es nützte den Hofern nichts, die heute nicht ihren besten Tag erwischten. Torchancen ergaben sich auf beiden Seiten, im ersten Durchgang vornehmlich für die Hachinger, im zweiten für die Hausherren. Letztlich aber doch ein verdientes Remis, auch weil die Hachinger besonders in Halbzeit eins zu überzeugen wussten und zur Halbzeit gut und gerne hätten führen können.
Schiedsrichter: Jakub Hrabovský (Plzen/CZ) - Zuschauer: 500
Tore: Fehlanzeige
Rot: Matthias Luginger (68./SpVgg Unterhaching II/Notbremse)
SB DJK Rosenheim - TSV Aindling 4:1 (2:1)
Einen verdienten 4:1-Heimsieg hat der SB DJK Rosenheim im Heimspiel gegen den TSV Aindling gelandet und damit zumindest selbst alles dafür getan, um sich die kleine Chance auf einen Direktplatz in der Regionalliga Bayern zu wahren. Die Mannschaft von Trainer Walter Werner führte zur Halbzeitpause schon mit 2:1, weil Onur Kaya ein Zuspiel von Manuel Ring trocken verwertete und Ring selbst einen Freistoß über die Mauer ins Eck drehte. Dazwischen lag der Aindlinger Ausgleich durch Patrick Modes und eine zehnminütige Schwächephase der Hausherren, die dabei auch das notwendige Glück auf ihrer Seite hatten. Nach dem Wechsel bestimmte der SBR klar das Geschehen und kam durch die eingewechselten Robert Rakaric und Milan Novak noch zu zwei weiteren Toren. Ein höherer Sieg war durchaus möglich, allerdings ließen die Sportbündler klare Konterchancen ungenutzt. "Wir müssen da unbedingt noch effektiver werden, ansonsten war es ganz in Ordnung", so Werner, dessen Team nun bei 38 Punkten liegt. Aindlings Coach Martin Schreier musste den Rosenheimer Erfolg anerkennen, sprach vom "schwächsten Spiel, seitdem ich die Mannschaft übernommen habe. Wir haben Rosenheim zu den Toren eingeladen."
Schiedsrichter: Rainer Pongratz (Regen) - Zuschauer: 50
Tore: 1:0 Onur Kaya (21.), 1:1 Patrick Modes (33.), 2:1 Manuel Ring (37.), 3:1 Robert Rakaric (71.), 4:1 Milan Novak (79.)
SC Eltersdorf - SV Heimstetten 3:2 (1:1)
Nach diesem Spiel kann sich der SC Eltersdorf endgültig aufs anstehende Pokalfinale am kommenden Mittwoch gegen die SpVgg Unterhaching konzentrieren, die Gäste aus Heimstetten auf die Regionalliga-Relegation, in der man wohl in Runde eins auf einen der drei Landesliga-Meister treffen wird. Mit einer kalten Dusche begann diese Partie für die Gäste: Marc Meier, der wie einige andere Spieler aus der zweiten Reihe nach dem kräftezehrenden letzten Wochen eine Chance in der SCE-Startformation erhielt, mit einem Flachschuss ins lange Eck nach eineinhalb Minuten zum 1:0. Heimstetten dann aktiver und vorm Tor erfolgreich: Daniel Steinacher stand nach einer flachen Hereingabe völlig frei und schob den Ball aus acht Metern in die Maschen. Nach dem Seitenwechsel das schnelle Führungstor für die Oberbayern. Dominik Schmitt findet bei einem Eckball Teamkollege Rafael Mayer, der per Kopf zum 1:2 vollstreckt. In der Schlussphase, die Eltersdorfer nach Verletzung von Alex Eckert und zuvor dreimaligem Spielerwechsel in Unterzahl bestreiten musste, gelang den Hausherren aber die endgültige Wende im Spiel: Alexander Mahnkes Doppelpack brachte den elften Eltersdorfer Heimsieg im 16. Spiel.
Schiedsrichter: Roman Solter (Mantel-Weiherhammer) - Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Marc Meier (2.), 1:1 Daniel Steinacher (37.), 1:2 Rafael Mayer (47.), 2:2 Alexander Mahnke (71.), 3:2 Alexander Mahnke (81.)
Rot: Sascha Steinacher (90./SV Heimstetten/Schiedsrichterbeleidigung)
TSV Gersthofen - 1. FC Schweinfurt 05
(Hinspiel: 5:3, ansonsten keine Ligadirektduelle)*
Das Kellerduell dieser Runde steigt am Sonntag in der Abenstein-Arena, wenn der Vorletzte den Drittletzten empfängt. Damit gastiert die schwächste Auswärtsmannschaft bei der zweitschwächsten Heimelf. Für den TSV Gersthofen bedeutet dieses Heimspiel ein Schaulaufen, denn die Würfel sind längst gefallen. Der Bayernliga-Neuling spielt in der nächsten Saison definitiv in der Bayernliga Süd. Dennoch will TSV-Trainer Robert Walch eine engagierte Leistung seiner Mannschaft sehen, auch wenn sich in der Tabelle wohl nicht mehr verbessern kann. "Es ist an der Zeit im Vorfeld das Reden einzustellen. Die Mannschaft soll auf dem Platz die Antwort geben", lautet die Vorgabe von Walch, der als Sportlicher Leiter weitermachen wird, sein Traineramt aber zur neuen Saison abgibt. Die Schweinfurter haben sieben Punkte aus den letzten drei Spielen geholt. Angesichts der vielen Ausfälle sagt Coach Udo Romeis: "Ich denke, dass ein Punkt für uns okay wäre. Dann könnten wir unsere kleine Serie ausbauen." In den Köpfen der Unterfranken spukt vielleicht aber schon das Freundschaftsspiel gegen den Bundesligisten VfB Stuttgart, das am kommenden Mittwoch, 9. Mai, ab 19 Uhr im Willy-Sachs-Stadion ausgetragen wird. Eine Traum für die Kicker des FC05.
FSV Erlangen-Bruck - TSV 1860 Rosenheim
(Hinspiel: 0:0, Bilanz: 2/1/2, Heimbilanz: 2/0/0)*
Der TSV 1860 Rosenheim hat noch ein Ziel vor Augen und das heißt Meisterschaft. Wenn man bis auf sieben Spieltage immer auf Platz eins stand, dann will man dort auch am Ende stehen. "Unser Ziel ist es, den Drei-Punkte-Vorsprung auf die SpVgg Bayern Hof zu halten", sagt der Rosenheimer Trainer Marco Schmidt, der wie sein Erlanger Kollege Gerd Klaus den Verein am Saisonende verlässt: "Wir wollen den kommenden Meister schlagen", sagt Erlangens Coach Gerd Klaus. Der FSV will seine Heimbilanz aufpolieren, denn die Mittelfranken haben erst drei Heimspiele gewinnen können. Zumindest aber konnte die Talfahrt nach vier Siegen am Stück am vorigen Wochenende mit einem 3:0-Erfolg beim Würzburger FV gestoppt werden. Die Rosenheimer sind bestes Rückrunden-Team und haben zuletzt dreimal nicht verloren. Torwart Robert Mayer ist seit 233 Minuten ohne Gegentor. Auf jeden Fall will das Team mit dem besten Rückrunden-Angriff auch an der Tennenloher Straße bestehen.
TSV Großbardorf - FC Ismaning
(Hinspiel: 2:1, Bilanz: 5/5/5, Heimbilanz: 2/3/2)*
Dieses Match ist für beide Teams ein ungeheuer wichtiges. Das Treffen besitzt Endspiel-Charakter, denn der TSV Großbardorf steht derzeit - dank des gewonnen direkten Vergleichs gegen den FSV Bruck - auf dem heiß begehrten neunten Platz, der zum Aufstieg in die Regionalliga Bayern berechtigt. Einen Punkt weniger auf dem Konto hat der FC Ismaning. Das Endspiel im Toto-Pokal hat der TSV Großbardorf am Mittwoch unglücklich verpasst, musste sich im Elfmeterschießen beim SC Eltersdorf geschlagen geben. Eine Mini-Chance auf den DFB-Pokal-Einzug haben die Gallier aber nach wie vor, dazu müssten die Unterfranken aber in jedem Fall am kommenden Dienstag den Drittligisten Wacker Burghausen besiegen. Nun heißt es für die Truppe von Trainer Hansjürgen Ragati aber erstmal den Hebel schnell wieder umzulegen und sich auf die Liga zu konzentrieren. Denn da wartet das nächste Endspiel: "Wir werden alles versuchen, um gegen den FC Ismaning zu gewinnen", sagt Ragati. "Für uns ist diese Partie ein richtiges Endspiel. Wir müssen gewinnen, um weiter die Chance auf Platz neun zu haben", entgegnet der Ismaninger Coach Frank Schmöller. Seine Mannschaft soll ähnlich auftreten wie beim 2:0-Sieg am vorigen Wochenende beim VfL Frohnlach. "Dieser Sieg hat der Mannschaft den Glauben an die eigene Stärke zurückgegeben", so Schmöller. Mit einem Dreier würde der FC Ismaning an den Grabfeldern vorbeiziehen, was der TSV seinerseits unbedingt verhindern will.
TSV Buchbach - FC Eintracht Bamberg
(Hinspiel: 2:5, Bilanz: 0/1/2, Heimbilanz: 0/1/0)*
Die große Sause ist bereits Geschichte und der Aufstieg in die Regionalliga Bayern in trockenen Tüchern. Am vorigen Spieltag reichte dem TSV Buchbach ein 2:2 im Derby gegen den Sportbund Rosenheim, um unter Trainer Anton Bobenstetter den sechsten Aufstieg feiern zu können. "Wir wollen uns nach den Feierlichkeiten wieder aufs Sportliche konzentrieren. Dazu wollen wir unseren Fans neben kulinarischen auch wieder sportliche Leckerbissen bieten. Bamberg benötigt noch zwei Punkte für die direkte Regionalliga-Qualifikation, was ein interessantes Spiel erwarten lässt", prophezeit Josef Kupper, Co-Coach beim TSV Buchbach. Feiern wollte am vorigen Samstag auch der FC Eintracht Bamberg, aber das ging schief. Die Sektflaschen standen im Kühlschrank, die Aufstiegs-T-Shirts blieben im Karton. Denn im heimischen Fuchs-Park-Stadion gab es ein enttäuschendes 0:2 gegen das Schlusslicht SpVgg Unterhaching II. Trainer Christoph Starke war nach dem Match dementsprechend sauer, sein Team konnte den eingeplanten Pflichtsieg nicht realisieren. "Die Mannschaft hat jetzt etwas gutzumachen und will sich an diesem Wochenende sportlich für die Regionalliga qualifizieren", gibt Starke ganz klar die Richtung vor. Ein Sieg und der FCE steigt zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte in die Regionalliga auf. Bei einem Erlanger Punktverlust gegen Tabellenführer Rosenheim, wäre den Bambergern auch bei einer Niederlage in Buchbach rechnerisch das Regionalliga-Ticket nicht mehr zu nehmen.
TSV Rain am Lech - VfL Frohnlach
(Hinspiel: 0:1, Bilanz: 2/1/2, Heimbilanz: 2/0/0)*
Der Fünfte hat den Siebten zu Gast. Beide Klubs trennen in der Tabelle zwar nur zwei Punkte. Die Schwaben haben die Qualifikation zur Regionalliga Bayern bereits in der Tasche. Der VfL Frohnlach verspielte diese Chance am vorigen Spieltag wegen einer 0:2-Heimniederlage gegen den FC Ismaning. Nun fehlt den Oberfranken rechnerisch noch ein Zähler bis zur Regionalliga-Quali. Den sollte der VfL aus den verbleibenden drei Spielen holen können, zumal Punktverluste der Konkurrenz den zweiten Aufstieg des VfL in Serie ebenfalls bereits fixieren könnten. Der TSV Rain setzt sich trotz des erreichten Saisonzieles noch unter Druck: "Nachdem die Quali geschafft ist, können wir befreit aufspielen. Allerdings haben wir in jedem Fall den Ehrgeiz den jetzigen fünften Platz zu halten oder sogar noch Platz drei zu erreichen. Außerdem wollen wir unsere gute Heimbilanz bestätigen", sagt Trainer Tobias Luderschmid. "Das Spiel in Rain hat für uns große Bedeutung, denn wir wollen nun endgültig die Qualifikation zur Regionalliga perfekt machen. Deshalb fahren wir mit voller Motivation nach Rain und möchten mindestens einen Punkt holen", so VfL-Coach Dieter Kurth.
SV Seligenporten - Würzburger FV
(Hinspiel: 1:2, Bilanz: 1/2/2, Heimbilanz: 1/1/0)*
In diesem Duell trifft der Vierte auf den Zwölften. Der SV Seligenporten hat seine Pflicht bereits erfüllt und spielt in der nächsten Saison in der Regionalliga Bayern. Da möchte der Würzburger FV auch gerne hin, wird das auf direktem Weg aber wohl nicht mehr schaffen. "Wir wollen unseren guten Tabellenplatz halten und das geht nur mit einem Sieg", sagt Karsten Wettberg, Trainer bei den Platzherren. Die Klosterer sind daheim seit dem 16. September 2011 ungeschlagen, haben erst zwei Heimpartien verloren. Die Unterfranken aus Würzburg gehen in dieser Spielzeit durch ein Wechselbad der Gefühle. Kaum scheint die Wende geschafft, folgt prompt der nächste Rückschlag. In der Summe reicht das wahrscheinlich nicht für die Direktqualifikation zur Regionalliga Bayern, höchstens noch über die Relegation. "Wir müssen in Seligenporten gewinnen, alles andere hilft uns nicht weiter", so WFV-Trainer Michael Hochrein.
SC Eltersdorf - SV Heimstetten
(Hinspiel: 4:2, ansonsten keine Ligadirektduelle)*
Der bayerische Totopokal stand in dieser Woche in Eltersdorf im Vordergrund. Erstmals in der Vereinsgeschichte sind die Mittelfranken in das bayerische Endspiel eingezogen. 0:0 stand es nach 90 Minuten, im Elfmeterschießen behielt Eltersdorf die Oberhand. Nun bieten sich den Mittelfranken zwei Chancen auf den DFB-Pokal-Einzug. "Der Halbfinalsieg war insgesamt etwas glücklich", so Ludwig Preis. Der Eltersdorfer Erfolgstrainer freut sich schon auf das Endspiel am kommenden Mittwoch gegen den Drittligisten SpVgg Unterhaching. Zuvor geht es aber noch gegen den SV Heimstetten. "Dieses Spiel nehmen wir natürlich auch ernst, denn wir wollen unsere gute Position in der Liga nicht verspielen", so Preis. In Heimstetten ist man sich bewusst, dass die Regionalliga auf direktem Weg bei sechs Punkten Rückstand passé ist: "Da wir uns letzte Woche leider aus dem Kreis der möglichen Direktqualifikanten verabschiedet haben, können wir ohne Druck in die Partie in Eltersdorf gehen. Der Gegner stellt eine sehr spielstarke Mannschaft, daher erwarte ich ein gutes Fußballspiel", so Heimstettens Coach Rainer Elfinger. Für Heimstetten gilt es sich auf die Relegation vorzubereiten, denn da haben die Oberbayern durchaus Chancen.
SpVgg Bayern Hof - SpVgg Unterhaching II
(Hinspiel: 2:0, Bilanz: 5/0/10, Heimbilanz: 2/0/5)*
Die Kicker von der Grünen Au empfangen den Gast von der Grünauer Allee. Für die SpVgg Unterhaching II ist es binnen vier Tagen das zweite Spiel gegen eine Spitzen-Mannschaft der Bayernliga. Am Mittwoch setzte es eine 0:2-Heimniederlage gegen den Spitzenreiter TSV 1860 Rosenheim, nun muss die Deutinger-Elf beim Tabellenzweiten Farbe bekennen. Die Hofer Bayern sind längst durch die Tür zur Regionalliga geschlüpft, haben eine eindrucksvolle Saison hingelegt. Im Gesamt-Klassement liegen die Oberfranken drei Punkte hinter den Rosenheimern zurück. "Um überhaupt noch eine Chance auf den Meistertitel zu haben, müssen wir die restlichen drei Spiele gewinnen und auf einen Ausrutscher von Sechzig Rosenheim hoffen", sagt der Hofer Chefanweiser Norbert Schlegel, der mit seinem Team die drittbeste Rückrunden-Elf stellt. "Unterhaching hat eine junge Mannschaft, die uns sicher alles abverlangen wird", so Schlegel weiter. Die Gäste sind weiter Letzter und müssen gewinnen, wenn sie die rote Laterne nicht bis zum Saisonende behalten wollen. "In Hof wird es für uns sehr schwer. Aber wir konnten dank einer sehr starken ersten Halbzeit auch in Bamberg bestehen. Wir wollen ein gutes Spiel abliefern und ein gutes Ergebnis mitnehmen", so der Hachinger Coach Harry Deutinger.
SB DJK Rosenheim - TSV Aindling
(Hinspiel: 4:2, ansonsten keine Ligadirektduelle)*
Diese Begegnung ist ein Treffen im unteren Tabellendrittel. Es stehen sich zwei unmittelbare Tabellennachbarn gegenüber. Der Sportbund hat drei Punkte mehr als der TSV auf dem Konto. Die Gastgeber liegen drei Spiele vor Schluss sechs Punkte hinter Platz neun zurück. Die direkte Qualifikation zur Regionalliga Bayern hat man beim Aufsteiger bereits abgeschrieben. Dennoch geht es für die Rosenheimer darum, sich für die Relegation einzuspielen. Dazu sind Siege das beste Mittel. "Obwohl zur Zeit einige Stammspieler verletzt sind, haben sich die Jungs letzte Woche einen Punkt in Buchbach erkämpft. Das spricht für den Zusammenhalt in der Truppe. Am Samstag haben wir Aindling zu Gast, die in der Tabelle hinter uns stehen. Da wollen wir die drei Punkte bei uns behalten und unsere Heimbilanz etwas verbessern", sagt Rosenheims Teammanager Bernd Sylla. Die Aindlinger Mannschaft zeigt immer wieder ordentliche Leistungen wie zuletzt beim 3:0 über den TSV Gersthofen. "Unser Ziel ist es, am Ende einen Relegationsplatz zu belegen. Dazu benötigen wir in Rosenheim mindestens einen Punkt", sagt der Aindlinger Trainer Martin Schreier - dessen Verein aber auf die Austragung von Relegationsspielen durch den fehlenden Lizenzantrag bereits verzichtet hat.
* Die Bilanz berücksichtigt alle Spiele der FuPa-Datenbank: Bayernliga bis 1992/93, Landesligen bis 2001/02.