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Schweinfurt und die Inkonstanz

Bayernliga: Zuschauerkrösus nur unter Flutlicht top +++ Keine großen Transferplanungen

von Dirk Meier · 13.12.2010, 12:29 Uhr · 0 Leser
Coach Klaus Scheer blickt zwiespältig auf die Hinserie zurück. F: Meier
Coach Klaus Scheer blickt zwiespältig auf die Hinserie zurück. F: Meier

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Mit einem positiven Torverhältnis von 30:29 Toren und 29 Punkten aus 21 Spielen bei sieben Siegen, acht Unentschieden und sechs Niederlagen kann der 1. FC Schweinfurt 05 beruhigt in die Winterpause gehen. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt neun Punkte. Der Aufsteiger hat sich inzwischen im gesicherten Mittelfeld auf Rang zehn eingefunden und ist seit fünf Spielen unbesiegt.

In der Rückrunden-Tabelle sind die Schnüdel mit zehn von zwölf möglichen Punkten auf Rang vier zu finden. Trainer Klaus Scheer zeigt sich mit den letzten vier Spielen durchaus zufrieden: "Der Verlauf der Rückrunde ist mit zehn Punkten zufriedenstellend. Wir hätten auch zwölf Punkte haben können, denn gegen Ismaning hätten wir statt einem Unentschieden auch gewinnen können." Am Ende stand ein 1:1 gegen den aktuellen Tabellenführer.

Die Anfangsphase der Saison lief gut für den Ex-Zweitligisten. Der Traditionsklub war gleich oben mit dabei, verlor nur eines der ersten acht Spiele und stand so auf Position sieben. Doch dann fehlte dem Aufsteiger die Zielstrebigkeit und vor allem im Abschluss haperte es: "Erfreulich war, dass wir uns viele Chancen erspielt haben. Aber wir haben zu viele davon ungenutzt und liegen gelassen", moniert Scheer.



So gab es einige kuriose Ergebnisse, vor allem auswärts. In Buchbach beim damaligen Schlusslicht führten die Schweinfurter schon 2:0, spielten am Ende nur 2:2. Besonders ungewöhnlich verlief die Partie beim Mitaufsteiger SV Heimstetten. Als in der 89. Minute das 3:1 für die Schnüdel fiel, da schien der Sieg besiegelt zu sein. Doch Heimstetten erzielte noch zwei Treffer und kam so zu einem 3:3. Auch beim Freien TuS Regensburg ließ man zwei Punkte liegen, brachte man die 1:0-Führung nicht nach Hause. Beim TSV Aindling verlor die Scheer-Riege sogar 0:1, obwohl man eine halbe Stunde lang in doppelter Überzahl agieren konnte, kam zu keiner Torchance und verlor 0:1. "In Aindling waren wir insgesamt zu drucklos", moniert Scheer.

Ex-Profi Klaus Scheer, der im Oktober seinen 60. Geburtstag feiern konnte, war mit dem Start in die Saison zufrieden, sagt aber: "Wir hatten noch zu viele Auf und Abs. Wir müssen konstanter werden." Doch die Rückrunde versöhnte nun für den einen oder anderen nicht so erfreulichen Auftritt. "Wir haben rechtzeitig die Kurve gekriegt", sagt Scheer, denn zeitweise war die Abstiegszone doch schon bedrohlich nah.

4 Spiele, 4 Siege: Schweinfurt unschlagbar unter Flutlicht.

Mit 11.759 Fans in den zehn Heimspielen führt der 1. FC Schweinfurt 05 die Zuschauer-Tabelle der Bayernliga an. Im heimischen Willy-Sachs-Stadion fühlen sich die Schnüdel vor allem am Freitagabend pudelwohl. Die beiden jüngsten Heimauftritte gegen Bayern Hof (3:2) und Bayreuth (3:1) konnten gewonnen werden: "Ja, der Freitagabend liegt uns. Aber wir müssen auch am Samstagnachmittag die gleiche Leistung bieten können", sagt der Schweinfurter Coach.

Die Winterpause kommt dem 1. FC Schweinfurt angesichts der guten Serie nicht unbedingt gelegen, wenngleich natürlich der Kräfteverschleiß nach einer langen Saison mit 21 Pflichtspielen ohne Pokal durchaus anstrengend gewesen ist. Der Spielermarkt wird derzeit sondiert: "Neuzugänge gibt es aber noch nicht", lässt Klaus Scheer wissen. Abgeben will man keinen Spieler: "Unser Kader ist knapp besetzt. Da können wir keinen Spieler abgeben." Das würde nur für folgenden Fall in Frage kommen: "Nur wenn wir gleichwertigen Ersatz finden, dann können wir einen Spieler ziehen lassen. Aber ansonsten kommt das für uns nicht in Frage."