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Donnerstag 14.01.16 16:17 Uhr|Autor: Oliver Rabuser - Garmisch-Partenkirchner Tagblatt3
Will bereits Mitte Februar wieder den 1. FC trainieren: Coach Christoph Saller, bei dem Anfang Dezember ein bösartiger Tumor entdeckt und entfernt wurde. F: Oliver Rabuser

Schock beim FC Garmisch-Partenkirchen: Saller an Krebs erkrankt

Coach bleibt im Amt
1. FC Garmisch-Partenkirchen - Großer Schreck für Christoph Saller: Beim Trainer des 1.FC wurde ein bösartiges Krebsgeschwür diagnostiziert. Doch es gibt Zuversicht. Mehr noch: Die Heilungschancen stehen außergewöhnlich gut. Der Verein reagiert mit einem Treueschwur.

Es gibt keinen geeigneten Zeitpunkt, um schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen zu entdecken. Das ist klar. Allemal hilft es, regelmäßig seinen Körper zu beobachten und auf Ungereimtheiten oder Veränderungen zu reagieren. Saller entdeckte den Tumor zufällig beim Abtasten. Ein mulmiges Gefühl kam auf. „Ich wusste sofort, da ist etwas nicht normal“, blickt der 42-Jährige auf den Schicksals-Tag Anfang Dezember zurück. Gewissheit folgte bald: Untersuchung, Bestätigung, OP-Termin.

Eile war geboten. Denn der Tumor stellte sich als bösartig und höchst aggressiv heraus. Er hätte sich „in die Gefäße verlagern können“, erläutert Saller. Stand heute ist alles gutgegangen. Die Ärzte entfernten den Eindringling restlos, Metastasen hat er keine hinterlassen. Trotzdem ist eine Chemo-Therapie unerlässlich. Zur absoluten Sicherheit. Ohne diese Maßnahme, davon gehen die Spezialisten aus, liegt eine Rückfallwahrscheinlichkeit bei 20 bis 30 Prozent. Die Therapie senkt die Gefahr auf das Level „eines gesunden Menschen“, klärt Saller auf. Den kraftraubenden Zyklus wird der einstige Vollblut-Fußballer ab kommenden Montag durchlaufen. Für drei Wochen, plus anschließender Erholungsphase. Ohne Jammern, ohne einen Hauch von Zweifel. „Ich bin ein Kämpfer und möchte wieder vollständig gesund werden.“

Saller geht offen mit seiner Erkrankung um, um Gerüchten vorzubeugen. „Es weiß jeder in meinem Umfeld Bescheid“, stellt der 42-Jährige klar. Typisch für Saller: Er denkt bereits wieder an sein Traineramt. Das möchte er spätestens Mitte Februar wieder ausüben. „Ziel ist die dritte Vorbereitungswoche.“ Bis dahin scheucht Assistent Sascha Handke das Team durchs Grundlagentraining.

Ganz im Sinne des Vereins. Sportvorstand Andi Wiedenmann spricht von einer „schwierigen Situation“ für Saller, bei der „einige Dinge in den Hintergrund“ rücken. Doch alleine wegen Sallers Verdiensten gäbe es keinen Plan B. Präzise: Der 1. FC rechnet mit der Rückkehr des Coaches. „Ich hoffe, dass für Christoph danach alles erledigt ist“, sagt Wiedenmann im Hinblick auf die Ziele des Vereins. Er habe Saller gefragt, ob der sich „wirklich im Stande fühlt“, den Trainerjob ohne Abstriche fortzusetzen. Die Antwort war ein klare: Ja.

 
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