
Der Würzburger FV zeigte sich als Stimmungsdämpfer für die gut gestarteten Chamer. Mit einer vermeidbaren Niederlage mussten die Rot-Weißen am Sonntag den Heimweg antreten. Nun gilt die volle Konzentration dem zweiten Heimspiel gegen FC Eintracht Bamberg 2010.
Würzburger FV – ASV Cham 3:1 (1:0)
Die U17 des ASV Cham musste nach einem überlegen geführten Spiel dennoch mit einer 1:3 Niederlage die Heimreise antreten. Beim unterfränkischen Nachwuchsleistungszentrum Würzburg-Randersacker konnte sich die Truppe von Coach Rüdiger Hügel vor allem in der ersten Hälfte die besseren Chancen erspielen, ohne dabei jedoch einen Treffer zu erzielen. Bereits nach wenigen Minuten setzte Thomas Zollner nach einer Ecke den Ball über das Gehäuse, wenig später steuerte Dominik Lemmer alleine auf das Würzburger Gehäuse zu, zögerte jedoch beim Abschluss zu lange. Beim Nachschuss verzog Jonas Berzl freistehend. Das auf dem kleinen Kunstrasenplatz durchgeführte Spiel besaß komplett andere Spieleigenschaften wie auf einem normalen Naturrasengeläuf mit ordentlicher Größe. Würzburg operierte in Halbzeit eins mit langen Bällen und kam aus dem Spiel heraus zu keiner einzigen nennenswerten Tormöglichkeit. Eine Minute vor dem Pausenpfiff dann die mehr als schmeichelhafte Führung der Unterfranken. Der Außenverteidiger der Gastgeber zog aus Verlegenheit aus einer Distanz von gut 30 Metern ab und Chams ansonsten so sicherer Schlussmann Tobias Vogl buxierte den schnell aufspringenden Ball mit der Schulter unter die eigene Latte. Nach dem Seitenwechsel dann binnen fünf Minuten zwei folgeschwere Fehler der Chamer, die das Spiel im Endeffekt zugunsten der Würzburger frühzeitig entschieden. Erst verlor Jonas Berzl unbedrängt im Spielaufbau das Leder, dann wurde der schon erneut gesicherte Ball zu unentschlossen geklärt und ein Würzburger musste schlussendlich den quer gespielten Ball nur noch ins leere Tor schieben. Drei Minuten danach ein katastrophaler Fehler von Innenverteidiger Philipp Hartmann. Einen zu kurz geratenen Rückpass auf den eigenen Keeper zurückspielen schnappte sich gedankenschnell der Würzburger Angreifer und schoss zum 3:0 ein. Das Spiel war so gut wie gelaufen. Würzburg stand nun erneut sehr tief und wusste vor allem durch bedingungslosen Einsatz und resolute Klärungsaktionen zu überzeugen, während dem ASV Cham kein Mittel gegen die kompakte Defensive einfiel. Lediglich Thomas Zollner konnte per Kopf zehn Minuten vor dem Ende auf 1:3 verkürzen.
Fazit:
Bereits am zweiten Spieltag der Landesliga Nord hat der ASV Cham gehörig Lehrgeld bezahlt. Dennoch muss man den Kopf nicht in den Sand stecken und beim nächsten Heimspiel wieder an die Leistung der Vorwoche anknüpfen.