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Donnerstag 20.04.17 15:35 Uhr |Autor: RWO 54
Bestes Spiel der Saison fand keinen Sieger
Zum achten Sieg in Serie fehlte Rot-Weiß Oberhausen gegen Borussia Dortmunds U23 beim 0:0 nur ein Tor
Torlos endete das mehrfach verlegte Match zwischen RWO und der Reserve von Borussia Dortmund am Mittwochabend im Stadion Niederrhein. Damit fand die Serie von sieben Siegen ein sanftes Ende, RWO bleibt aber Spitzenreiter der Rückrunden-Tabelle. Und die Borussen untermauerten mit dem 0:0 ihre Spitzenstellung als „Unentschieden-Könige“ - es war Nummer 14 der laufenden Saison. Das Spitzenspiel der Regionalliga bot Fußball auf hoher Qualität und Akteure mit Seltenheitswert. Beide Trainer bedankten sich nachher bei ihrem jeweiligen Widerpart.

Die Gäste aus Westfalen boten den schwedischen Nationalspieler (als 17-Jähriger im Januar schon zwei Einsätze in der A-Nationalmannschaft) Alexander Isak vom Anpfiff weg auf. Der als bester Nachwuchsstürmer Europas gehandelte Neun-Millionen-Mann deutete in mehreren Szenen sein Talent und Potential an, zum Treffer reichte es aber auch für ihn nicht.

Mike Terranova und Daniel Farke hatten als Trainer ihren Teams taktische Vorgaben nahegelegt, die ihre Kader ziemlich hundertprozentig befolgten. Taktik schlug Spielwitz, und da muss schon der Zufall bzw. der individuelle Fehler helfen, wenn ein Tor fallen soll. Davon aber gab es nicht genug, stattdessen feinen Fußball mit bestens ausgebildetem Nachwuchs, hoher Laufbereitschaft, starker Athletik, fairen Akteuren – und folgerichtig keinen Toren.

Dabei gab es für die rot-weiße und die schwarz-gelbe Einheit ein paar Möglichkeiten, und die beste war wohl die in der 46. Minute: Da flankte Benjamin Weigelt von links in den Torraum, in den Robert Fleßers mit gewaltigem Sprung grätschte, den Ball aber um Haaresbreite verfehlte. Es wäre das 1:0 gewesen, es hätte wohl eine Tor-Explosion ausgelöst. So aber spielten beide Seiten mit einer gewissen Vorsicht und mit großem Respekt voreinander.

Benjamin Weigelt vertrat erneut den angeschlagenen Patrick Bauder und lieferte eine tolle Leistung ab. Mike Terranova zollte Lob: „Man sieht einfach, dass er ein großartiger Fußballspieler ist, der das Spiel versteht, dem das Spiel Spaß macht, der immer Lösungen hat. Klasse!“.

RW Oberhausen: Udegbe – Heber, Nakowitsch, Steurer, Hermes – Reinert, Fleßers, Weigelt, Ben Balla – Budimbu, Engelmann.

Wechsel: Steinmetz (72. für Reinert), Garcia (79. für Budimbu), Lorch (86. für Engelmann). Bank: Wozniak (Tor), Kaya, Tunga Malanda, Kurt.

Borussia Dortmund U 23: Reimann – Zimmermann, Mainka, Wassey – Camoglu, Hober, Park, Sauerland – Eberwein, Karazor – Isak.

Wechsel: Arweiler (69. für Sauerland), Fritz (72. für Karazor), Bockhorn (87. für Isak). Bank: Bansen (Tor), Hanke, Al Ghaddioui, Meija Flores.

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Ben Balla, Nakowitsch – Sauerland

Schiedsrichter: Max Krämer.

Zuschauer: 1781.

Das sagten die Trainer

Daniel Farke: Nach diesen 90 Minuten habe ich ein ziemlich zwiespältiges Gefühl. Das 0:0 ist ein sehr gutes Ergebnis für uns, denn wir haben unser bestes Saisonspiel abgeliefert gegen eine sehr starke Kontermannschaft, andererseits bin ich doch nicht ganz mit meiner Mannschaft zufrieden, weil sie nicht entschlossen genug den Weg zum Tor gesucht hat. Das hatte vielleicht auch damit zu tun, dass wir Alexander Isak einsetzen mussten, der hier in Oberhausen erstmals in diesem Jahr von der ersten Minute an auf dem Platz war. Ich konnte seinen momentanen Leistungsstand nicht einschätzen, weil ich ihn im Training noch nie gesehen habe, und er hat sehr professionell und sehr seriös gespielt gegen eine Mannschaft, die Mike Terranova zu einem Spitzenteam geformt hat. Ich kann Oberhausen zu der überragenden Entwicklung innerhalb dieser Saison nur gratulieren.


Mike Terranova: Dortmund war mit seiner Ballsicherheit der erwartet starke Gegner, der uns alles abverlangt hat. Die Räume wurden gut zugestellt, die Angriffe überlegen aufgebaut, wir mussten immer aufpassen und kamen deshalb zunächst nichts so ins Spiel, wie wir es geplant hatten. In der zweiten Halbzeit haben wir mit mehr Kampfbereitschaft gespielt, und es wurde insgesamt offener, wobei uns in manchen Szenen Alexander Scheelen sehr gefehlt hat. Nichts gegen Yassin Ben Balla, er ist ein Riesentalent, aber Alex hat eine Superform und hätte hinten und vorne manches anders gemacht. Insgesamt: Ich kann mit dem Unentschieden gegen die beste Mannschaft, die ich in dieser Liga gesehen habe, sehr gut leben. Für uns ist das vielleicht auch ganz gut, sonst wird noch zu viel geträumt.

 
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