
Nach seiner Jugendzeit spielte Miedl bei den Löwen-Amateuren, ehe er 2001 zum FC Schweinfurt 05 wechselte. Für die Franken bestritt der Waidler 17 Zweitligaspiele. Später kickte der Angreifer u.a. noch für die Bayernligisten TSV Aindling und FC Ismaming. Vergangenen Sommer wechselte Miedl vom Süd-Landesligisten BCF Wolfratshausen zu seinem Stammverein SV Schöfweg, für den er in der laufenden Runde bisher zwölfmal einnetzte. "Wir sind stolz so einen namhaften Spielertrainer präsentieren zu können", freut sich SVR-Abteilungsleiter Christian Sterr. Momentan verweilt Miedl noch berufsbedingt in München - ab Mai tritt er aber eine neue Arbeitsstelle in Freyung an. Bereits im vergangenen Jahr erwarb sich der zukünftige SV-Chefanweiser in Spiegelau ein Eigenheim. "Michael wohnt in unserer Nachbargemeinde. Das ist natürlich ein absolter Glücksfall für uns", meint Sterr.
Miedl führt damit die Tradition der namhaften SV-Übungsleiter der letzten Jahre fort. "Wir sind bekannt dafür, dass wir immer kompetente Trainer haben. Uli Karmann, Günther Himpsl und Alexander Schraml sind gute Beispiele dafür. Miedl wird bestimmt in die Fußstapfen seiner Vorgänger treten können und wir erhoffen uns mit seiner Verpflichtung schon eine gewisse Aufbruchstimmung", betont Sterr, der in der nächsten Spielzeit eine gute Rolle im Bayerwald-Kreisoberhaus spielen will. "Das war die letzten Jahre unser Anspruch und das wird er auch weiterhin sein." Michael Miedl freut sich auf seine endgültige Rückkehr in den Bayerischen Wald. "Daheim ist einfach daheim. Ich bin froh, dass ich endlich wieder sesshaft werden kann. Die Pendlerei zwischen München und Spiegelau ist über Dauer einfach sehr stressig."
Den Einstieg ins Trainergeschäft plant der Ex-Profi schon seit längerer Zeit. "Ich habe schon vor einigen Jahren die C-Lizenz erworben und will versuchen meine gesammelten Erfahrungen weiterzugeben." Die Aufgabe beim SV Riedlhütte erscheint Miedl sehr reizvoll. "Der Verein ist hervorragend geführt, die Gespräche mit den Verantwortlichen verliefen total positiv und in der Mannschaft steckt Potenzial." Sollte der Angreifer mit dem SV Schöfweg noch den Aufstieg in die Kreisliga schaffen, dann käme es zu den Duellen mit seinem neuen Klub. "Das wäre natürlich eine tolle Sache. Ich will mich als Meister aus Schöfweg verabschieden - dafür werde ich alles geben", kündigt der 31-Jährige an. Der SV Riedlhütte will derweil schnellstmöglich die noch benötigten Sicherungspunkte auf seine Habenseite bringen. "Vier, fünf Zähler brauchen wir schon noch. Ich bin aber überzeugt, dass wir bald die letzten Zweifel am Klassenerhalt beseitigt haben werden", bekräftigt SV-Fußballchef Sterr.