
Von Beginn an stand der Nochgruppenligist eng am Gegner, kaufte Elbenberg den Schneid ab und schien den TSV mit dieser Spielweise schon fast zu nerven. Auch setzte die SG immer wieder Nadelstiche durch die agilen Spitzen Beuermann und Fraahs. Eine dieser Angriffe führte dann zur Führung, Beuermann setzte sich auf halbrechts durch, passte zentral zu Patrick Fraahs, der einen Gegenspieler austanzte und dem Torwart Elbenbergs mit keinem allzu festen, dafür aber umso platzierterem Schuss in die kurze Ecke das Nachsehen ließ. Vor über 300 lautstarken Zuschauern in Obermeiser hatte der TSV zwar in der Folge mehr Spielanteile, biss sich aber an der starken Viererkette immer wieder die Zähne aus. So mussten sich Reinhardshagen zur Pause fast schon ärgern nur mit einem Tor zu führen. Einige Male wurden Konter zu unpräzise ausgespielt, nach einem Eckball scheiterte zudem Philipp Arlt am Torwart.
Nach dem Seitenwechsel versuchte der Zweitplatzierte der KOL Hofgeismar/Wolfhagen etwas strukturierter zu spielen, dies gelang aber nur in den ersten 10 Minuten als viele Angriffe über außen vorgetragen wurden. Einige Spieler der SG schienen auf dem Zahnfleisch zu kriechen, doch wirklich nutzen konnte Elbenberg dies nicht, entweder zeigte man sich zu verspielt und legte lieber noch einmal quer anstatt selbst den Abschluss zu suchen, oft scheiterte man aber an Reinhardshäger Abwehrbeinen, die leidenschaftlich kämpften und sich immer wieder in Schüsse warfen. Im Laufe des zweiten Durchgangs wurde das Spiel immer nickliger und zerfahrener, Schiedsrichterin Katrin Rafalski zog sich immer wieder insbesondere den Unmut der SG-Fans zu. Elbenberg warf in der Schlussphase alles nach vorne, was die SGR aber trotz sich bietender Räume nicht zum Todesstoß nutzen konnte, nur Tim Beuermann kam einmal freistehend zum Schuss, konnte diese Chance jedoch nicht verwerten. So rückte Spielleiterin Rafalski noch einmal in den Mittelpunkt. In der Schlussminute ging der Linksverteidiger der Elbenberger im Strafraum in eine 1 gegen 1 - Situation, der Verteidiger der SG setzte auf eine Grätsche um die Situation zu klären, traf dabei Gegner und Ball, was Rafalski als Foul wertete und auf den Punkt zeigte. Timo Reuter trat an, behielt in dieser enorm großen Drucksituation Nerven und traf ins linke Eck,ließ dem in die Ecke gesprungenen Mirko Herzfeldt keine Abwehrchance. In den verbliebenen 4 Minuten Nachspielzeit warf nun Reinhardshagen alles nach vorne, kam aber zu keiner Torgelegenheit mehr, sodass beim Schluss großer Jubel im Lager des TSV Elbenberg herrschte, der nun in die Gruppenliga aufsteigt. Die SG Reinhardshagen lieferte einen großartigen, leidenschaftlichen Kampf, haderte allein aufgrund des Zeitpunkts verständlicherweise mit den Entscheidungen der Unparteiischen, muss sich aber auch vorwerfen das zweite Tor nicht konsequent genug gesucht zu haben. Da Vollmarshausen zeitgleich mit 3-1 gegen Reichensachsen gewann, hätte dieses 1-0 jedoch auch zum Klassenerhalt gereicht, umso ärgerlicher ist für die SG wohl dieser Elfmeterpfiff.