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Montag 20.03.17 15:30 Uhr|Autor: Werner Leemreize235
Jannik Buchen wird von seinen Mitspielern nach dem 2:1-Siegtor fast erdrückt. Foto: leem
"Reicht, mehr wollten wir doch nicht!"
David Ohm brachte die 90 Minuten kurz und präzise auf den Punkt

Die Marketingexperten von Bigge Energie müssen ihr Geschäft bis ins Detail beherrschen. Wie sonst ist es zu erklären, dass just in der Zeit, in der Westfalenligist SpVg Olpe spektakuläre Spiele und Ergebnisse liefert, ein Fußballer auf Seite eins der aktuellen Kundenzeitschrift Biggeblick zu sehen ist? Sein Name: Thomas Rath.

Der Flügelflitzer vom Kreuzberg ist dort im feinen blauen Jackett, hellen Hemd und in blauer Jeans beim Kopfball eines roten Futsals abgelichtet. Hintergründe über den Energieberater bei Bigge Energie finden die Leser im Innenteil des 16-seitigen Heftes. „Ich bin nur einer von vielen, die dort vorgestellt werden sollen“, erklärt Rath im Gespräch mit FuPa Südwestfalen und weist darauf hin, dass 177 Mitarbeiter dem Unternehmen angehören.

Trotzdem: Der Zeitpunkt der Veröffentlichung hätte nicht idealer sein können, denn spätestens nach dem 2:1-Heimsieg in letzter Sekunde über Westfalia Wickede ist der Klub aus der Kreisstadt – und damit auch Thomas Rath – in aller Munde. Fußball, Informationen und Werbung vereint im Hochglanzprodukt – ein kluger Schachzug. Einen ähnlichen Scharfsinn bewies auch der Olper Trainer Marek Lesniak am Rande der Bande, als er gegen Wickede in der 63. Minute David Ohm für Fabian Schulte und in der 71. Minute Jannik Buchen für Thomas Ziegler einwechselte – und damit den Sieg. 90. Minute: Flanke Ohm, Kopfball Buchen – 2:1. Schlusspfiff.

„Reicht, mehr wollten wir doch nicht“, fasste David Ohm die unterhaltsamen 90 Minuten kurz und präzise zusammen, während ein Knäuel von jubelnden Spielern den Siegtorschützen Jannik Buchen noch lange unter sich begrub.

Ausgerechnet Jannik Buchen. Knapp vier Monate war der 23-Jährige wegen einer Krankheit mattgesetzt. Jetzt folgt in kleinen Schritten die Rückkehr in die Stammelf. „Es wird von Woche zu Woche besser, aber ich bin noch nicht bei 100 Prozent Leistungsvermögen“, sagte der Mann des Tages, der von der Bank kam und den Kreuzberg in Ekstase versetzte. „Es freut mich total für Jannik“, sprach Björn Schneider, der Sportliche Leiter, vielen der 131 Augenzeugen aus der Seele.

Das Tor brachte der Spielvereinigung drei Punkte ein und schob sie mit nunmehr 27 Punkten auf Tabellenplatz acht. Es ist eine trügerische Situation, denn bis zum ersten Abstiegsplatz sind es nur sieben Zähler. „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen“, weist auch Jannik Buchen auf die Unberechenbarkeit der 16 Mannschaften hin. „Das ist alles ganz eng. Wir müssen weiter punkten“, erklärte Mittelfeldspieler Thomas Ziegler, während Trainer Marek Lesniak warnte: „Wir müssen aufpassen.“

Immerhin: Nach großen Schwierigkeiten zu Beginn der Saison haben die Kreisstädter mittlerweile aus der Bezirkssportanlage wieder eine Festung gemacht. Drei Siege – 2:1 gegen Westfalia Wickede, 6:0 gegen Mengede 08/20 und 5:1 gegen den SC Neheim – sowie drei Unentschieden – 2:2 gegen Wiemelhausen, 2:2 gegen Horst-Emscher und 0:0 gegen Kirchhörde – lautet die Heimbilanz der letzten sechs Begegnungen. Eine Statistik, die für den Rest der Saison Mut machen sollte.

„Es ist immer schwer, hier zu spielen. Olpe ist für uns ein Angstgegner“, resümierte Marko Schott, Trainer von Westfalia Wickede, der vor der Pressekonferenz im Klubhaus seinen Ärger schnell mit einem Glas Pils hinunterspülte und sogleich ein zweites mit dem Hinweis bestellte: „Das zahle ich auch.“ Musste er natürlich nicht.

Ob der sympathische Mann allerdings nochmals am Kreuzberg auftaucht, ist fraglich, denn Schott wechselt zur neuen Saison zum Oberligisten Westfalia Rhynern. „Wir sehen uns in zwei Jahren“, bemerkte Lesniak bei der Verabschiedung und hatte die Lacher auf seiner Seite. Der Coach ließ aber offen, welche Ereignisse dazu führen sollten. Wahrscheinlicher dürfte jedoch sein, dass Thomas Rath bis dahin zum zweiten Mal auf Seite eins des Biggeblicks erscheint

 
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