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Freitag 17.03.17 17:00 Uhr|Autor: Torben Schröder 3.885
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Möglicher Ausweichplatz für Risikospiele: Der TSV Schott könnte einige Regionalliga-Partien am Bruchweg austragen. Foto: hbz/Zimmermann
Regionalliga immer realistischer
Stadt würde dem Fußball-Oberligisten TSV Schott entgegenkommen / Gespräche mit Mainz 05 über Bruchwegstadion

Mainz. Sportlich läuft es derzeit bestens für die Fußballer des TSV Schott Mainz, die mit vier Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze der Oberliga thronen. Bezieht man Rang zwei, der zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen berechtigt, mit ein, hat der Werksklub sogar sieben Zähler Vorsprung. Die Frage, ob der Verein für die Regionalliga meldet, wird also akut. Bis Mitte April muss die Entscheidung stehen. Und die Anzeichen deuten stark in eine positive Richtung.



Bei der Frage nach der Spielstätte signalisiert die Stadt ein deutliches Entgegenkommen. Das Vorhaben, das Multifunktionsfeld auf der Mombacher Bezirkssportanlage – auf der anderen Straßenseite des TSV-Geländes – gemäß den Statuten der Regionalliga zu ertüchtigen, würde einen niedrigen sechsstelligen Betrag kosten. Vor allem geht es um Sicherheitsauflagen. „Die Stadt ist absolut gewillt, das zu ermöglichen“, erklärt Heinz-Dieter Ebert, Abteilungsleiter in der Sportverwaltung. Allerdings müsse der Verein auch „Eigenleistungen“ erbringen, finanziell und/oder durch „Manpower“. Unüberwindliche Hürden sieht Ebert nicht. Der Spielort, für dessen Ertüchtigung sich auch der SV Gonsenheim stark gemacht hat, würde allen Mainzer Vereinen zur Verfügung stehen. Tätig werden will die Stadt allerdings erst, wenn der TSV den Aufstieg tatsächlich gepackt hat.

Klar ist indes, dass der Kunstrasenplatz auf der Mombacher Bezirkssportanlage nicht für alle Regionalligaspiele genutzt werden könnte. Bei so genannten Risikospielen bliebe, klammert man die Opel Arena aus, in der Landeshauptstadt nur das Stadion am Bruchweg. Mainz 05 ist der Eigentümer, auf per Erbpacht übertragenem städtischen Gelände. Zurzeit laufen die Gespräche über die Modalitäten einer möglichen Stadionmiete. „Wir befinden uns in enger Absprache mit den Verantwortlichen des TSV Schott bezüglich der organisatorischen Rahmenbedingungen für die Nutzung des Bruchwegstadions“, teilt 05-Sportdirektor Rouven Schröder mit, „angesichts der Meldefrist für die Regionalligasaison 2017/ 18 streben beide Vereine eine zeitnahe finale Abstimmung an.“

Der TSV müsste das Bruchwegstadion als reguläre Spielstätte beim Verband anmelden, könnte allerdings für das Gros der Spiele nach Mombach ausweichen. Der Bundesligist dürfte, nicht nur aus PR-Gründen und aufgrund des eigentlich einvernehmlichen Miteinanders der Vereine, an einer Übereinkunft zum Selbstkostenpreis interessiert sein. Wobei der TSV darauf angewiesen sein wird, neben dem bloßen Überlassen des Stadions auch Dienstleistungen des FSV einzukaufen, etwa bei Ticketing, Sicherheits- und Ordnungsdienst. Auch die Abnutzung des ohnehin nicht immer saftig grünen Rasenplatzes spielt eine Rolle.

So dürfte pro Heimspiel schnell ein vierstelliger Betrag zusammenkommen. Die räumlich einzige näher gelegene Alternative, nach Wiesbaden auszuweichen – mit Teammanager Nils Döring und Sportdirektor Christian Hock stehen zwei ehemalige Schottler beim SVWW in der Verantwortung , kann allenfalls eine Notlösung sein. „Unser Wunsch ist ganz klar, in unserer Stadt zu spielen und mit Mainz 05 eine partnerschaftliche Einigung zu erzielen“, sagt TSV-Manager Till Pleuger.

Was die Eigenleistungen an der Bezirkssportanlage angeht, laufen die Planungen bereits. Ein dem Verein verbundener Holzbauer könnte sich um das geforderte Kassenhaus kümmern, ein Elektriker um die notwendigen Anschlüsse. „Wir wollen alles über Ehrenamt oder Sponsoring machen“, betont Pleuger. Für die Sponsorenakquise wurde ein Fachmann auf Provisionsbasis ins Boot geholt. TSV-Vorstandsmitglied Jens Greiner, von Berufs wegen Sicherheitsspezialist, arbeitet in Absprache mit Polizei und Verband an einem Sicherheitskonzept. Auch das dürfte ein gewichtiger Kostenfaktor werden. Das Gute: „Der große Brocken der Personalkosten ist für uns bereits planbar, hier soll unterm Strich alles beim Alten bleiben“, erklärt Pleuger. Fazit: Das Projekt Regionalligafußball beim TSV Schott Mainz wird immer realistischer.



 
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