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Ligabericht

Forchheim verpasst Dreier - Derby-Nullnummer in Weiden

27. Spieltag - Samstag: Bayreuther Derbysieg vor 1.200 Zuschauern +++ Bruck und Memmelsdorf mit wichtigen Siegen im Keller

von mwi / zis · 05.04.2014, 20:21 Uhr · 0 Leser
Forchheims Adem Selmani setzt sich engagiert gegen die Aubstädter ein. F: NN Forchheim
Forchheims Adem Selmani setzt sich engagiert gegen die Aubstädter ein. F: NN Forchheim

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Im emotionalen Oberpfalz-Derby zwischen Weiden und Amberg gab es keinen Sieger - und zum Leidwesen der Zuschauer auch keine Tore. Das Spitzenspiel Forchheim gegen Aubstadt endete 1:1. Damit kann der TSV den Jahn noch auf Distanz halten. Im Tabellenkeller wird es für Neumarkt immer enger nach der vermeidbaren Heimniederlage gegen Eltersdorf.


SpVgg Jahn Forchheim - TSV Aubstadt 1:1 (1:0)
Die SpVgg Jahn Forchheim ging hochmotiviert ins Spitzenspiel gegen den TSV Aubstadt. Quasi vom Anstoß weg traf der Jahn zur 1:0-Führung. Nach einem weiten Pass in die Spitze konnte die Aubstädter Abwehr nicht entscheidend klären, Clausnitzer zog mit seinem starken linken Fuß ab und schon klingelte es. Nach dem Blitzstart wurde es ruhiger. Die Gäste kamen etwas besser ins Spiel. Trotzdem hatte die SpVgg die nächste Chance. In der 17. Minute verpasste Oliver Seybold eine Clausnitzer-Flanke am langen Pfosten um Haaresbreite. Bis zur 40. Minute verflachte die Partie. Kurz vor Ende des ersten Spielabschnitts hatten die Unterfranken ihre bis dato beste Möglichkeit. TSV-Angreifer Schneider wurde steil geschickt, Jahn-Keeper Beck blieb aber cool und klärte außerhalb seines Sechzehners. Aubstadt kam stärker aus der Kabine und wurde sofort mit dem 1:1 (48.) belohnt. David Noack tauchte nach einem Abpraller alleine vor dem Forchheimer Tor auf und war von Jahn-Keeper Beck nur noch durch ein Foul zu bremsen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Rützel (51.). Der Ausgleich wirkte wie ein Weckruf für den Jahn, der danach das Spielgeschehen wieder an sich riss. Beide Teams spielten nun mit offenem Visier, aber bis zum Schluss konnte sich keiner der Kontrahenten mehr entscheidend in Szene setzen. In der 87. Minute hatten die Forchheimer schon den Torschrei auf den Lippen, Aubstadts Keeper reagierte nach Zametzers wuchtigen Kopfball aber riesig. Nach der Partie wurde es noch einmal hektisch und Gästeakteur Julius Benkenstein sah Rot wegen Schiedsrichterbeleidigung. Jahn-Trainer Michael Hutzler resümierte: "Die letzte halbe Stunde hat mir gefallen, auch wenn meine Mannschaft mit offenem Visier gespielt hat. Nach dem 1:0 waren wir zu passiv und haben das Spiel nicht mehr so kontrolliert wie zu Beginn. Ein Sieg wäre jedoch verdient gewesen, weil wir mehr Tormöglickeiten hatten."
Schiedsrichter: Danijel Djordjevic (Augsburg) - Zuschauer: 350
Tore: 1:0 Florian Clausnitzer (1.), 1:1 Christoph Rützel (51. Foulelfmeter)
Rot: Julius Benkenstein (nach Spielende/TSV Aubstadt/SR-Beleidigung)


SpVgg SV Weiden - FC Amberg 0:0
Zumindest eine Serie hat gehalten: Die SpVgg SV Weiden hat auch im vierten Aufeinandertreffen in regulären Ligaspielen in den letzten drei Jahren kein Tor gegen den oberpfälzer Rivalen FC Amberg schießen können. Allerdings machte es die Mannschaft von Trainer Christian Stadler am Samstag vor 1.200 Zuschauern im heimischen Sparda-Bank-Stadion zumindest etwas besser: Sie kassierte auch keinen Treffer. So blieb es nach 90 kurzweiligen Minuten eines durchaus rassigen und taktisch geprägten Derbys beim leistungsgerechten Remis. Die Gastgeber verzettelten sich dabei vor allem in der ersten Hälfte öfters in unnötige "Klein-Klein-Spielerei", während sich der FC Amberg in seinen Aktionen zielstrebiger präsentierte und zunächst auch die besseren Möglichkeiten hatte. Was aber beiden Mannschaften an diesem Tag fehlte, war die letzte Konsequenz beim entscheidenden Pass und bei der Chancenverwertung. Somit blieb es bei der gerechten Punkteteilung, die keiner der beiden Mannschaften wirklich weiterhilft. Die SpVgg SV - nun wieder Tabellenfünfter - verpasste es, den Anschluss an die vorderen Plätze herzustellen. Der FC Amberg vergab nach den Ergebnissen der Mitkonkurrenten die Möglichkeit, den Abstand auf Rang zwei zu verkürzen.
Schiedsrichter: Lothar Ostheimer (Sulzberg) - Zuschauer: 1.200
Tore: Fehlanzeige


SpVgg Oberfranken Bayreuth - ASV Hollfeld 2:0 (1:0)
Ein verdienter, wenn auch glanzloser Derbysieg des Spitzenreiters. Zwei starke Momente in der Offensive reichten der SpVgg, um Hollfeld auf Distanz zu halten. Der ASV schlug sich unerwartet wacker und war seinem ersten Treffer im Jahr 2014 durchaus nahe. In der 10. Minute nahm das Spiel seinen erwarteten Verlauf. Edu Root schickte Stefan Kolb auf rechts, der brachte den Ball zur Mitte, wo Mino Kayser lauerte und nur noch den Schlappen hinhalten musste - 1:0 für den haushohen Favoriten. In der Folge tat die Altstadt wirklich nur das Allernötigste und ließ bis zur Halbzeit die ein oder andere Chance für den ASV zu. Gleich nach der Pause schlug dann der Tabellenprimus wieder eiskalt zu. Toller Ball aus der MItte auf Mino Kayser auf der linken Seite, der noch einen Gegensspieler aussteigen ließ und den Ball wuchtig unter die Latte donnerte. Anschließend dominierte Bayreuth das Geschehen, ohne sich dabei zu verausgaben. Wenn die SpVgg doch einmal das Tempo anzog, bekamen die Gäste ihre Probleme. Das war allerdings selten der Fall und das Spiel plätscherte bis zum Schlusspfiff vor sich hin.
Fazit: Ein Pflichtsieg der Bayreuther, mehr aber auch nicht. In einem schwachen Spiel kämpfte der designierte Absteiger aus Hollfeld tapfer und zeigte große Moral.
Schiedsrichter: Björn Söllner (TSV Aidhausen) - Zuschauer: 1.200
Tore: 1:0 Mino Kayser (10.), 2:0 Mino Kayser (48.)


ASV Neumarkt - SC Eltersdorf 0:1 (0:0)
Der ASV Neumarkt kann einfach nicht mehr gewinnen: Gegen den SC Eltersdorf gab es mit einem knappen 0:1 am Samstagnachmittag im Stadion am Deininger Weg vor gut 100 Zuschauern eine weitere Niederlage, die den Neumarktern noch größere Abstiegssorgen beschert. Nicht die Niederlage ist zu kritisieren, sondern die Art und Weise wie sie zustande kam. Das Team von Trainer Dominik Haußner bot über die neunzig Minuten eine engagierte Leistung. Es wurde Einsatz gezeigt, Laufbereitschaft und auch im Zweikampfverhalten war der Mannschaft nichts vorzuwerfen. Das Manko beim ASV war aber einmal mehr der fehlende Vollstrecker. ASV-Teamchef Georg Laube traf die Situation auf den Punkt. "Wenn man aus acht klaren Torchancen kein Tor macht, fehlt es ganz einfach an Qualität." Wie man ein Spiel entscheiden kann, zeigten die Gäste aus Eltersdorf, die mit einer einzigen Standardsituation - ein direkt verwandelter Freistoß von Sven Röwe - das Tor des Tages erzielten (55.). Aus gut 18 Metern strich der Ball an Freund und Feind vorbei und landete im langen Eck. Hendrik Baumgart, der Trainer der Eltersdorfer, war natürlich glücklich: "Wir hatten heute viel Glück. Meine Mannschaft hat übernervös agiert und mit Abstand das schlechteste Spiel der Saison abgeliefert. Natürlich war unser Sieg etwas glücklich. Besonders zu Spielbeginn waren wir nach den vielen Niederlagen der letzten Wochen neben der Spur." Sein Gegenüber, Dominik Haußner, konnte seiner Mannschaft - außer der schlechten Chancenverwertung - nichts vorwerfen: "Wir haben heute ein richtig gutes Spiel gemacht. In der ersten Halbzeit hatten wir drei hundertprozentige Chancen. Die Mannschaft hätte den Sieg verdient gehabt."
Schiedsrichter: Steffen Grimmeißen (Löpsingen) - Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Sven Röwe (55.)


VfL Frohnlach - SV Erlenbach 1:0 (1:0)
Einen knappen Heimsieg, und damit den zweiten Dreier in Serie landete der VfL Frohnlach und kann sich damit immer weiter von der Abstiegszone entfernen. Die in diesem Jahr noch ungeschlagene Braungardt-Elf ging in der Schlussminute der ersten Hälfte durch Firat Güngör in Führung. Wenige Augenblicke zuvor kassierte Erlenbachs Führungsspieler Fabian Galm nach einer Notbremse die rote Karte (43.). Während sich beide Teams noch in der ersten Spielhälfte weitgehend neutralisierten, profitierte der VfL in Halbzeit zwei von der personellen Überzahl und entfachte großen Druck. Doch weil die Hausherren ihre Torchancen nicht nutzen konnten, blieb`s beim knappen 1:0. In der Schlussphase mussten noch zwei weitere Akteure frühzeitig das Spielfeld verlassen. Frank Schröer (86./SVE) und Jannik Schmidt (90.+2/VfL) kassierten nach wiederholtem Foulspiel noch jeweils die Ampelkarte.
Schiedsrichter: Annette Raith (Meinhardswinden) - Zuschauer: 225
Tore: 1:0 Firat Güngör (45.)
Rot: Fabian Galm (43./SV Erlenbach/Notbremse)
Gelb-Rot: Frank Schröer (86./SV Erlenbach/wiederholtes Foulspiel)
Gelb-Rot: Jannik Schmidt (90.+2/VfL Frohnlach/wiederholtes Foulspiel)


TSV Großbardorf - FSV Erlangen-Bruck 0:1 (0:1)
Der FSV Erlangen-Bruck hat seinen Aufwärtstrend äußerst überraschend auch zu Gast beim TSV Großbardorf fortgesetzt. Nach drei Heimsiegen in Serie glückte der Elf von Normann Wagner bei den Galliern der dritte Saisonauswärtserfolg: und der kam äußerst glücklich zustande. Der TSV Großbardorf bestimmte weite Strecken der Partie, erspielte sich beste Torchancen, vergab diese aber teils kläglich. Karlheinz Wiesenmayers Torerfolg in Minute 39 sollte der einzige des Nachmittags bleiben, weil das Gallier-Powerplay keinen Torerfolg brachte. Im ersten Durchgang ließen die Ragati-Schützlinge bereits vier Großchancen liegen, im zweiten Durchgang scheiterte Manuel Leicht an der Unterkante der Latte, Alex Mantlik verpasste den Treffer aus wenigen Zentimetern Torentfernung und Kilian Wenzel setzte den Ball in der Schlussphase an den Innenposten. Ein bitterer Nachmittag für die Bardorfer nach dem fulminanten Derbysieg vor einer Woche. Nun dürfte der Aufstiegszug endgültig abgefahren sein, während der FSV Bruck im Keller wieder berechtigte Hoffnung schöpft.
Schiedsrichter: Christopher Schwarzmann (Scheßlitz) - Zuschauer: 200
Tore: 0:1 Karlheinz Wiesenmayer (39.)


SV Alemannia Haibach - SV Memmelsdorf 0:1 (0:0)
Eine bittere 0:1-Heimniederlage im so wichtigen Direktduell gegen den SV Memmelsdorf musste die Alemannia aus Haibach einstecken. "Wir hatten Chancen für drei Spiele", haderte Haibachs Abteilungsleiter Torsten Redeker nach Schlusspfiff. Die Elfmeterchance von Christian Breunig (19.) hätte dem SVA womöglich die nötige Selbstsicherheit verliehen, doch es kam anders. Breunig vergab, Michael Neumann setzte einen Fallrückzieher über die Querlatte (25.) und ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung begünstigte das Tor des Tages. Memmelsdorfs Peter Koch wurde nur unzureichend attackiert, der Ball landete abgefälscht in den Maschen und keiner wusste so recht, warum die Haibacher plötzlich hinten lagen (50.). "Der gegnerische Keeper Sascha Haupt ist über sich hinausgewachsen, er vereitelte einen tollen Kopfball von Christoph Schneider und hielt auch gegen Matthias Fries glänzend. Unverständlich warum das Team danach die Überzahl nicht zum 2:1 zu nutzen wusste", monierte Redeker, nachdem Daniel Krüger nach einer hektischen Szene samt Unsportlichkeit mit Gelb-Rot vom Feld geschickt wurde (76.). So sackte der SV Memmelsdorf glücklich die drei Punkte ein und bleibt mit einer satten Ausbeute von elf Punkten aus fünf Partien im neuen Kalenderjahr ungeschlagen.
Schiedsrichter: Andreas Dinger (Bischofsgrün) - Zuschauer: 280
Tore: 0:1 Peter Koch (50.)
Gelb-Rot: Daniel Krüger (76./SV Memmelsdorf/wiederholte Unsportlichkeit)
Besondere Vorkommnisse: Christian Johannes Breunig (SV Alemannia Haibach) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart (19.)





Vorschau - die Samstagsspiele:


SpVgg Jahn Forchheim - TSV Aubstadt
(Bilanz: 1 Sieg SpVgg - 1 Remis - 1 Sieg TSV - Hin: 1:1)*
Das Topspiel dieser Runde steigt in Forchheim. Platz eins scheint vergeben, aber dahinter ist ein spannender Kampf um die Vizemeisterschaft entbrannt. Die besten Karten haben im Moment der Jahn und der TSV Aubstadt, die am Samstag direkt aufeinandertreffen. Die zahlreichen Zuschauer dürfen sich auf ein hitziges Duell freuen. "Nach Bayreuth kommt die wohl zweitstärkste Mannschaft zu uns nach Forchheim. Ich denke, dass es jedem, auch außerhalb von Aubstadt klar ist, was dort für klasse Arbeit abgeliefert wird. Sie bewegen sich wie eine Spitzenmannschaft durch die Saison. Wir werden mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, den Abstand zum TSV zu verringern", zollt Jahn-Coach Michael Hutzler den Aubstädtern jede Menge Respekt, kündigt aber gleichzeitig einen heißen Kampf an. Hutzler hofft, dass seine Mannen "den Derby-Schwung aus dem Spiel in Eltersdorf mit ins Spitzenspiel nehmen. Dann bin ich optimistisch, dass wir auch den TSV schlagen." Durch die 0:1-Niederlage in Großbardorf spüren die Grabfelder ihrerseits nun den heißen Atem des Verfolgers aus Forchheim im Nacken. Trainer Josef Francic hofft auf eine Leistungssteigerung seiner Schützlinge: "Nach dem sehr schlechten Spiel am letzten Samstag müssen wir schnell wieder zu alter Stärke finden. Forchheim hat viele technisch beschlagene Fußballer in ihren Reihen und befindet sich seit Wochen in guter Verfassung. Es wird sehr schwer für uns. Mit einem Punkt könnten wir sehr gut leben".

  • Ausfälle: Die SpVgg kann aus dem Vollen schöpfen, während der TSV auf den kranken Julian Grell und die jeweils an einer Zerrung laborierenden Patrick Kirsten und Manuel Hümmer verzichten muss.




SpVgg SV Weiden - FC Amberg
(Bilanz: 1 Sieg SpVgg - kein Remis - 1 Sieg FC - Hin: 0:3)*
Derby-Time in der nördlichen Oberpfalz. Die SpVgg Weiden empfängt den FC Amberg zum ewig jungen Nachbarschaftsduell. Und die Konstellation könnte kaum spannender sein, denn für beide Mannschaften geht es um enorm viel. "Wir müssen gewinnen, um den Kontakt nach oben wieder herzustellen. Amberg muss siegen, um ihn nicht abreißen zu lassen - eine perfekte Konstellation. Für uns ist das Derby die letzte Chance. Verlieren wir, dann war`s das", weiß SpVgg-Coach Christian Stadler um die zusätzliche Brisanz im Duell der beiden Erzrivalen. Doch zuviel Druck will Stadler seiner Truppe auf keinen Fall aufbürden: "Man darf nicht vergessen, dass wir als Aufsteiger schon im März den Klassenerhalt in trockene Tücher gebracht haben. Um ganz vorne mitzuspielen, fehlt uns etwas die Erfahrung. Nichtsdestotrotz wollen wir unsere letzte Chance gegen den FCA nutzen." Gut gerüstet tritt der FC Amberg die kurze Reise ans Weidener Wasserwerk an. Die Truppe von Chefcoach Timo Rost konnte alle Punktspiele nach der Winterpause für sich entscheiden und geht dementsprechend selbstbewusst ins Spiel. "Wir freuen uns auf das Derby. Wir wollen bei einem starken Gegner unsere Serie fortsetzen und wer weiß, was nach oben noch alles möglich ist", gibt sich Rost optimistisch. Durch die Siegesserie nach der Winterpause katapultierte sich der FCA auf Tabellenrang vier. Mit aktuell 47 Punkten liegen die Gelb-Schwarzen nur vier Zähler hinter dem Zweitplatzierten aus Aubstadt. Ein Sieger dürfte bereits im Vorfeld des Spiels feststehen: Der Weidener Kassenwart. Im Hinspiel Anfang September, das der FCA klar mit 3:0 für sich entscheiden konnte, verfolgten sage und schreibe 2.200 Zuschauer das Match. Die Verantwortlichen der SpVgg hoffen auf einen ähnlich hohen Zuschauerzuspruch in diesem brisanten Oberpfalz-Kracher.

  • Ausfälle: Bei Weiden sind alle Mann an Bord, Johannes Kohl hat seine Muskelverletzung auskuriert und auch der zuletzt grippekranke Michael Riester ist wieder im Kader. Beim FCA steht hinter den Einsätzen von Sebastian Müller (Knieprobleme) und Patrick Eberl (OP nach Nierenkolik) ein dickes Fragezeichen.



SpVgg Bayreuth - ASV Hollfeld
(Bilanz: 5 Siege SpVgg - kein Remis - kein Sieg ASV - Hin: 1:0)*
In Bayreuth laufen die Planungen für die Regionalliga bereits auf Hochtouren. Der designierte Aufstiegs-und Meistertrainer Heiko Gröger muss zum Saisonende gehen, da er nicht über die für die Regionlliga nötige A-Lizenz verfügt. Ab Sommer schwingt nun Dieter Kurth das Zepter bei den ambitionierten Oberfranken. Der 55-jährige Thüringer, der im Herbst beim FC Eintracht Bamberg entlassen wurde, bringt Regionalligaerfahrung mit, was in erster Linie für die Verpflichtung sprach. Noch aber ist in der Altstadt Bayernliga-Alltag angesagt. Und da wartet am Samstag mit dem ASV Hollfeld eine absolute Pflichtaufgabe auf den souveränen Tabellenführer. Darin könnte aber auch eine Gefahr für die Bayreuther lauern. "Das wird ein Spiel für uns, in dem man schnell an der eigenen Einstellung scheitern kann", warnt Noch-Chefcoach Heiko Höger sein bisher so erfolgreiches Team. "Wir haben uns vorgenommen, dass nicht der Gegner unsere Motivation sein soll, sondern die drei Punkte, die man nach erfolgreicher Arbeit erhält. Wir werden versuchen, ein frühes Tor zu erzielen, um den Widerstand von Hollfeld schnell zu brechen", erklärt der Chefanweiser der SpVgg. Unterschiedlicher könnten die Vorzeichen in diesem Landkreisduell gar nicht sein. Alles andere als eine Niederlage wäre für Hollfeld selbst eine Überraschung. Die ASVler konnten nach der Winterpause noch keinen einzigen Punkt holen, noch nicht einmal ein Torerfolg war ihnen vergönnt. Trainer Christoph Mrusek gibt sich deshalb auch keinerlei Illusionen hin: "Wir werden aufpassen müssen, nicht unterzugehen. Unser Ziel ist es, uns achtbar aus der Affäre zu ziehen." Die Hollfelder wollen der SpVgg aber nochmal einen ordentlichen Kampf liefern im voraussichtlich letzten Bayreuther Kreisderby für längere Zeit, denn bei den Rot-Schwarzen hat man sich mit dem Abstieg in die Landesliga längst abgefunden.

  • Ausfälle: Die Bayreuther müssen lediglich auf Matthias Heckenberger (Zerrung) verzichten, beim ASV fehlen Daniel Heißenstein (Knieverletzung), Philipp Schubert ist beruflich verhindert und Stefan Ermer absolviert ein Auslandssemester.




ASV Neumarkt - SC Eltersdorf
(Bilanz: 6 Siege ASV - 5 Remis - 8 Siege SC - Hin: 2:3)*
Immer finsterer im Tabellenkeller wird es für den Traditionsverein aus Neumarkt. Mit lediglich 20 Punkten rangieren die Oberpfälzer auf dem vorletzten Tabellenplatz. 2014 konnte der ASV noch kein Spiel gewinnen. Letzte Woche absolvierte die Truppe von Trainer Dominik Haußner eine sehr ordentliche erste Hälfte beim Spitzenteam in Amberg. Mustafa Jasarevic sorgte mit seinem sechsten Saisontreffer sogar für eine 1:0-Halbzeitführung für die Neumarkter. Am Ende war der FCA aber dann doch zu stark und siegte noch mit 3:1. Die Leistung der ersten Halbzeit gibt Anlass zur Hoffnung. Eine Leistungssteigerung wird in den verbleibenden Spielen auch dringend notwendig sein, denn der ASV ist zum Siegen verdammt. Gegen Eltersdorf soll unter allen Umständen ein Heimdreier her. Während sich der Rückstand auf einen Relegationsplatz bei aktuell vier Punkten noch in Grenzen hält, ist der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz bei neun Zählern schon fast aussichtslos angewachsen. Um einiges entspannter ist die Lage ein paar Kilometer weiter beim fränkischen Nachbarn aus dem Erlanger Stadtteil. Der SC Eltersdorf befindet sich mit 35 Punkten im sicheren Tabellenmittelfeld. Die Mannen um Cheftrainer Hendrik Baumgart brauchen aber noch einige Punkte, um auch nächstes Jahr Mitglied der Bayernliga zu bleiben. "Neun Punkte werden wir schon noch brauchen. Wir fahren nicht blauäugig nach Neumarkt und wollen nach der Heimniederlage gegen Jahn Forchheim wieder punkten", gibt Joachim Uhsemann, seines Zeichens Manager des Sport-Clubs, zu Protokoll.

  • Ausfälle: Bei den Neumarktern sind alle Mann an Bord. Nach der Rückkehr von Kapitän Thomas Dotterweich stehen dem SCE auch wieder Dennis Weiler, Manfred Krotz und Alexander Schulz zur Verfügung. - Sperren: Tristan Watson (ASV - Rot - 2/3)



VfL Frohnlach - SV Erlenbach
(Bilanz: 2 Siege VfL - 1 Remis - kein Sieg SV - Hin: 0:0)*
Nach dem Abstieg aus der Regionalliga in der letzten Saison befindet sich der VfL Frohnlach auch eine Klasse tiefer erneut in Turbulenzen. Mit 30 Punkten stehen die Mannen aus dem Landkreis Coburg nur drei Punkte vor Ammerthal, die momentan den ersten Relegationsplatz einnehmen. Die letzten vier Spiele haben die Frohnlacher zwar nicht verloren, aber daraus auch nur einen Sieg geholt. Letzte Woche gewann der VfL dank Torjäger Kristian Böhnlein mit 2:1 in Würzburg. "Mit dem Spiel meiner Mannschaft in Würzburg war ich sehr zufrieden. Wir haben einen wichtigen Dreier bei einem sehr heimstarken Gegner eingefahren. Dadurch haben wir uns auch wieder etwas Luft nach unten verschafft", sagt VfL-Coach Stefan Braungardt spürbar erleichtert. Mit dem SV Erlenbach kreuzt in Frohnlach ein Team auf, das mit 40 Punkten den angestrebten Klassenerhalt wohl schon in der Tasche hat. Die Manschaft von Tainer Jürgen Baier wusste letzte Woche beim 2:0-Heimsieg über Weiden zu überzeugen. "Nach den letzten zwei Erfolgen in Neumarkt und gegen Weiden fahren wir natürlich nach Frohnlach, um auch dort zu punkten. Das Selbstvertrauen der Jungs ist groß, schon wenn man sieht, dass wir gegen die SpVgg Weiden, eine starke Truppe, eigentlich nur eine Torchance zugelassen haben, die unser Keeper Christos Patsiouras, der eine überragende Form hat, mit einer klasse Parade vereitelt hat", so SVE-Coach Baier. "Doch leider fehlt aus unserem Defensivverbund am Samstag Stephan Krug (privat verhindert), sowie Robin Breunig, der sich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hat. Gut sieht es aber bei unserem Abwehrchef Fabian Galm aus, dessen Fußverletzung am Abklingen ist und der wohl auf die Zähne beißen will. Wir können frei von irgendwelchen Zwängen aufspielen und versuchen, die Oberfranken mit offensiven Nadelstichen zu ärgern." Auffällig bei Erlenbach ist die Torgefahr aus dem Mittelfeld, wo sich mit Sebastian Göbig und Paul Heinrich zwei Spieler tummeln, die bereits eine zweistellige Trefferquote vorweisen können. Auch VfL-Trainer Stefan Baumgardt weiß: "Erlenbach wird für uns eine ganz harte Nuss. Göbig und Heinrich müssen wir wie im Hinspiel (0:0 Anm. d. Red.) in den Griff bekommen. Und auf jeden Fall müssen wir auf ihre gefährlichen Standards achten."



SV Alemannia Haibach - SV Memmelsdorf
(Bilanz: 6 Siege SVA - 6 Remis - 7 Siege SVM - Hin: 2.2)
Ein wichtiges Direktduell in der Abstiegszone liefern sich Alemannia Haibach und der SV Memmelsdorf. Nach dem Sieg in Hollfeld konnten sich die Schützlinge von Klaus Hildenbeutel auf einen Nichtabstiegsplatz verbessern, die Partie gegen den SVM ist nun aber nicht minder wichtig. Am hohen Kreuz muss nach zwei Heimniederlagen in Serie ein Dreier folgen, um die letzten Spieltage der Saison entspannter angehen zu können. Mit drei Punkten weniger auf dem Konto aber erheblichem Rückenwind ausgestattet konnten die Memmelsdorfer den schon übergroß erscheinenden Rückstand auf Platz 13 immer weiter verkürzen. Zwei Siege und zwei Remis weist die bisherige Jahresbilanz 2014 aus."Wir möchten unsere "Miniserie" vergrößern und in Haibach auf jeden Fall etwas Zählbares mitnehmen. Zumal wir weitaus konstanter wirken als noch in der Vorrunde. Dies gilt es jedes Mal wieder aufs Neue zu beweisen", erklärt SVM-Trainer Bernd Eigner. Mit einem Sieg könnten die Gäste mit der Alemannia gleichziehen und plötzlich wäre der Rückstand auf die Nichtabstiegszone auf ein Minimum zusammengeschrumpft.

  • Ausfälle: Dem SVM fehlen neben den langzeitverletzten Dominic Leim, Sebastian Wagner und Christian Distler auch Torwart Peter Kundmüller und Philipp Grasser.




TSV Großbardorf - FSV Erlangen-Bruck
(Bilanz: 4 Siege TSV - 2 Remis - 3 Siege FSV - Hin: 3:0)*
In akuter Abstiegsgefahr befindet sich weiterhin der FSV Erlangen-Bruck. Fast schon überlebenswichtig war der 2:0-Heimsieg gegen den direkten Konkurrenten aus Ammerthal. In den letzten drei Heimspielen, welche die Brucker allesamt gewinnen konnten, zeigte sich das kickende Gefolge von Coach Normann Wagner stark leistungsverbessert. Nun soll es auch endlich auswärts mit einem Dreier klappen. Ob das gleich bei den Galliern hinhaut, dessen ist sich Wagner nicht so sicher: "In Großbardorf wird es natürlich ungemein schwer für uns. Wir wollen uns möglichst teuer verkaufen und wenn möglich eine kleine Überraschung schaffen, ähnlich wie letztes Jahr, als uns ein 2:1-Auswärtssieg gelang." Die Grabfelder haben sich dagegen durch einen 1:0-Auswärtssieg in Aubstadt wieder näher an den zweiten Platz herangeschoben. Wieder einmal hat Torjäger Alexander Mantlik dafür gesorgt, dass man bei den Grabfeld-Galliern noch träumen darf. Um den Relegtationsplatz nochmal ins Auge fassen zu können, darf sich der TSV Großbardorf aber keinen Ausrutscher mehr erlauben, und muss auf Stolperer der Konkurrenz hoffen. Klar, dass nun zu Hause gegen einen Abstiegskandidaten nachgelegt werden soll.




Vorschau - die Sonntagsspiele:

DJK Ammerthal - SpVgg Selbitz
(Bilanz: 2 Siege DJK - 1 Remis - kein Sieg SpVgg - Hin: 1:1)*
Langsam aber sicher wird es ungemütlich in Ammerthal. Zwei Niederlagen in Folge in Erlangen und Aubstadt haben die Oberpfälzer auf einen Relegationsplatz abrutschen lassen. Das unmotivierte Auftreten seiner Truppe ist Coach Andreas Speer sauer aufgestoßen: "Die Niederlage bei Erlangen-Bruck haben wir uns selbst zuzuschreiben. In dieser Woche habe ich versucht, die lasche Einstellung meiner Mannschaft mit intensivem Training in den Griff zu bekommen. Unsere fehlerbehafteten Spiele der letzten Wochen haben wir aufgearbeitet. Gegen Selbitz wird und muss eine andere Mannschaft auf dem Platz stehen." Speer fordert vollen Einsatz und die richtige Einstellung für den Abstiegskampf von seinen Jungs: "In unserer Situation will ich nichts von Wehwehchen hören. Jeder muss sich bewusst werden, um was es geht." Darüberhinaus will die DJK endlich ihre Heimschwäche in den Griff bekommen, denn zuletzt konnten die Jungs um Kapitän Bastian Leikam am 14. September ein Heimspiel für sich entscheiden. Nach der 1:3-Niederlage gegen Bayreuth reisen die Selbitzer mit dem Ziel an, zumindest das Vier-Punkte-Polster gegenüber Ammerthal zu wahren. Kein unmögliches Unterfangen, denn die Kicker von Chefcoach Sven Lauterbach fühlen sich auswärts wohler als zu Hause. "Wir tun uns auswärts einfach leichter, wenn wir Räume zum Kontern haben. Das wird uns auch in Ammerthal zugutekommen, da ich schon denke, dass die DJK zu Hause gegen uns das Spiel machen muss", gibt der Sportliche Leiter der Selbitzer, Thomas Popp, Auskunft über die Marschroute seines Teams.

  • Ausfälle: Die DJK hat nach wie vor die drei Langzeitverletzten Rafael Wodniok, Alexander Greger und Tobias Laurer zu beklagen, zudem fehlt Tobias Wiesner grippekrank. Bei Selbitz fehlen Giorgio Arancino, Felix Strootmann, Andreas Geupel und Miloslav Certik verletzungsbedingt. Hinter dem Einsatz von Nico Busse steht ein Fragezeichen, der Abwehrspieler war unter der Woche krank.





SSV Jahn Regensburg II - Würzburger FV
(Bilanz: 1 Sieg SSV - 2 Remis - 2 Siege WFV - Hin: 1:1)
Drei Niederlagen aus vier Spielen haben die Sorgen beim Würzburger FV wieder größer werden lassen. Am Sonntag kassierte man nach mehr als sieben Monaten wieder mal eine Heimniederlage in der Zellerau. Zehn Punkte beträgt immerhin noch der Vorsprung auf die Abstiegszone. "Die Stimmung im Team ist in Ordnung. Wir haben uns von der Bilanz nach der Winterpause nicht blenden lassen, als die Tabelle noch ziemlich verzerrt war", so WFV-Trainer Christian Graf. "Jetzt müssen wir in Regensburg ran und treffen dort auf eine Mannschaft im Abstiegskampf. Dementsprechend motiviert werden die Regensburger antreten. Wir müssen versuchen, voll dagegenzuhalten". In Sachen Personal sieht die Ausgangslage der Unterfranken ebenso nicht sonderlich rosig aus. "Sehr angespannt", bestätigt Graf. "Hier gilt es zu variieren, im Hinblick auf den Kader der 1. und 2. Mannschaft."

  • Sperren: Benjamin Schömig (WFV - Rot - 2/2)


* Die Bilanz berücksichtigt alle im FuPa-System hinterlegten Pflichtspiel-Partien (inkl. Bayerischer Totopokal bis 10/11)