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Prächtige Stimmung beim Stadionfest

VfL-Traditionself machte es gnädig: Kampf und Klasse beim 7:0 gegen QSC-Oldies

von Bersenbrücker Kreisblatt · 02.08.2016, 11:00 Uhr · 0 Leser
F: Volkhard Patten
F: Volkhard Patten

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Wenn es beim Fußball vier Spielabschnitte wie beim Basketball gäbe, hätte man den QSC-Fußballern im ersten Viertel Bestnoten geben müssen gegen eine prominente Gastmannschaft, die nur langsam in Schwung kam.

Beim Stadionfest zum Abschluss des Holterhus-Cups 2016 machte es die VfL-Traditionself um Tommy Reichenberger gnädig: 7:0 hieß es beim Abpfiff. Perfekte Organisation und ausgelassene Stimmung auch bei der anschließenden großen Party im Artland-Stadion, die bis zum frühen Morgen dauerte.

„Einmal Pfosten, einmal Latte – wir hätten sogar führen können!“, sagte Hermann Lampe auf der Tribüne, die sich erst während der Partie füllte. Gute Szenen hatten die QSCer reichlich, zum Beispiel Volker Plassmeier, der mehrfach zwei, drei VfLer narrte, aber nicht zum Schuss kam. In eine Quakenbrücker Sturm- und Drang-Phase hinein fiel das 0:1, als Andy Schäfer den Ball eiskalt ins lange Eck schob.

Ein Aufschrei im Publikum bei einer hochkarätigen Chance von Marco von Garrel, die bravouröse Fußabwehr von Torwart Christian Lehners, als er einen Fehler von Dieter Fredewess ausbügelte, gute Pässe auf freie Mitspieler – all das reichte nicht zum Ausgleich. Mehr Nachsicht hätte man sich bei diversen Abseitsentscheidungen gewünscht, denn so wurden einige aussichtsreiche QSC-Angriffe zunichtegemacht.

Es kam, wie es kommen musste, als Thomas Reichenberger – leicht verspätet vom Trainingslager auf Juist – sich ins Spiel einschaltete: Das 2:0, dann das 3:0 von Christian Claaßen fielen in rascher Folge, Ex-Profis wie Tobias Langemeyer oder Alexander Ukrow ließen ihr Können aufblitzen. Reichenberger steuerte selbst zwei Tore bei und bereitete mehrere vor.

Zu den Highlights zählten trotzdem der torreife Kopfball von Mirko Pietschmann und der krachende Pfostenschuss durch den quirligen QSC-Angreifer von Garrel. „Das waren glatte 30 Meter !“, lobte Alt-BVQer Albert Banko auf der Tribüne. Beim Marsch in die Kabinen (Halbzeitstand 3:0) gab es verdienten Beifall für beide Mannschaften.

Aufzuhalten war der standesgemäße Erfolg der VfLer zwar nicht, aber er fiel immerhin um fünf Tore niedriger aus als im vergangenen Jahr. Ein Ehrentor ließen die Ex-Profis auch diesmal nicht zu, zu groß war ihr Ehrgeiz. Die Quakenbrücker nahmen es gelassen. „Unsere rechte Seite war manchmal zu offen“, meinte Alfons Nordmann, einer der QSC-Senioren mit viel Übersicht, nach dem 7:0-Endstand.

Thomas Kruse holte die notgedrungen verschobene Begrüßung für das Team um VfL-Leitwolf Thomas Reichenberger nach, der sich seinerseits für die Einladung und das faire Spiel bedankte. „Tommy ist ja inzwischen längst häufiger Gast hier im Artland-Stadion. Wir planen auch in Zukunft so einiges mit ihm!“, kündigte der QSC-Vorsitzende weitere Fußball-Camps an.

Dann gab er den Start frei für die große Stadionparty mit DJ-Musik, Tanz und guter Laune. Das Orga-Team hatte vorgesorgt für die trockenen Kehlen, der Wettergott hatte ein Einsehen, und spätestens als das „Aloha he“ von Achim Reichel aus den Lautsprechern dröhnte, erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt.