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Sonntag 26.02.17 08:00 Uhr|Autor: MOZ.de / Hans Eberhard219
Neuer Teammanager beim 1.FCF: Marian Pochanke (hinten). Foto: F. Schömann

Pochanke glaubt an Oberliga

Der Teammanager des 1. FC Frankfurt verweist auf neue Strukturen | Der Klub verzeichnet Zugänge

Marian Pochanke ist erst acht Wochen im Amt und weiß, dass er als junger Teammanager des Oberligisten 1. FC Frankfurt "noch viel lernen muss und will": Der 35-jährige gebürtige Frankfurter ist für vieles verantwortlich und sieht den Klassenerhalt in mehrfacher Sicht als wichtig an.



Trotz der großen Abstiegsgefahr war Marian Pochanke vor dem Sonnabend-Vergleich des Tabellenletzten beim Aufsteiger Grün-Weiß Brieselang überzeugt: "Wir wollen mit Macht die Klasse halten und das schaffen wir noch. Das ist wichtig für den Verein, für den Sportschul-Nachwuchs und für die Stadt."

Seinen Optimismus begründet er so: "Mit Trainer Robert Fröhlich und Vorstandsmitglied André Wolf haben wir über Spielervermittler gezielt Verstärkungen geholt. Sie verschaffen uns auf mehreren Positionen einige Optionen, heben das Niveau und beleben den Konkurrenzkampf." Und meint damit den Franzosen Andy Madjouka (22), den Belgier Muhamed Tahiri (20), den Polen Pawel Zielinski (26/ab März spielberechtigt) sowie den neuesten Zugang, den Mazedonier Ersen Asani (23). Der Nicht-EU-Ausländer Dmytro Fedota (Ukraine/28) hofft auf sein Visum. Sein Spielerpass liegt schon in der FCF-Geschäftsstelle. "Wir setzen mehr auf Qualität statt Quantität, haben uns deshalb auch von einigen getrennt", unterstreicht der 35-jährige Pochanke. Und verweist u. a. auf Narciel Mbuku (Fürstenwalde) und Visar Braha (Stuttgart), die "woanders neue Herausforderungen suchen, wie es so schön heißt". Die Verträge mit den Neuen seien erst mal bis Saisonende im Juni befristet. "Danach werden wir weitersehen." Neue Strukturen nehmen langsam Gestalt an, es wird professioneller gelenkt, geplant, gearbeitet.

Für einen Appel und ein Ei sind selbst in der 5. Liga die Zugänge nicht zu haben. Wohnung und Teiljobs müssen besorgt werden, eine Aufwandsentschädigung für den Lebensunterhalt ist zu stemmen. Klar, über Verträge und Summen redet man nicht öffentlich. "Die Familien unterstützen weitgehend ihre Fußballer in ihrer Entwicklung und wir haben neue Sponsoren gewinnen können", lässt sich Pochanke nicht tiefer in die Karten gucken. Kleine Unterstützer leisten ebenso ihren Teil, damit der Club gesund wirtschaften kann. Baumgärtels "Cafe Diana" beispielsweise stellte wieder Lunch-Pakete für die Fahrt nach Brieselang nahe der Hauptstadt bereit.

Das Aufgabengebiet als Teammanager ist breit gefächert. Pochanke kümmert sich operativ um die sportlichen Belange rund um das Oberliga-Team. Dazu gehören die zweite Mannschaft und die A-Junioren. Da sind Verbindungen zu knüpfen und zu halten, auch zum Staffelleiter, zu Schiedsrichtern. Spieler sind an- und abzumelden. Intensive Gespräche mit den Akteuren inklusive den Perspektivkadern sind an der Tagesordnung. "Da muss man auch Psychologe sein, Mut machen, Wege bereiten zur physiotherapeutischen Betreuung oder dem Rheumabad." Im Bedarfsfall unterstützt er das Training.

"Zuletzt hatten wir zwanzig Mann zum Üben auf dem Platz, das ist großartig, dabei kommt was raus", freut sich Pochanke ebenso wie der gerade 37 Jahre alt gewordene Coach Robert Fröhlich. Beide kennen sich lange und beide - nur wenig älter als die "Oldies" in der Mannschaft - sprechen die Sprache der Spieler.

Marian Pochanke ist gebürtiger Frankfurter. Mit dem Fußball begonnen hatte er beim FC Vorwärts unter Heinz Bielig und Heinz Petrifke. Die 9. Sportschulklasse brach er ab, weil Späher bei DFB-Lehrgängen den 16-Jährigen 1997 zum VfB (ehemals Lok) Leipzig lockten. Zwei Jahre später landete er bei Energie Cottbus, absolvierte da eine Lehre als Bürokaufmann. Wieder zurück in Frankfurt erlebte er 2003 unter Axel Geisler bzw. Mathias König den Oberligaauf- und -abstieg von Viktoria mit. Victoria Seelow (mit Fröhlich) war dann die nächste Station, anschließend Spieler-Trainer in Diedersdorf und zuletzt in Markendorf. Als Klinikum-Krankenpfleger im Schichtdienst ist er ebenso gefordert wie als Teammanager. "Das ist zeitaufwändig, aber spannend und macht Spaß - und man entwickelt sich selbst weiter", schätzt der Vollbärtige ein.

 
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