
Sportliche Situation:
Aufstieg zwingend nötig
Am Aufstieg in die Regionalliga führt kein Weg vorbe, doch soll die vierte Liga nur eine Zwischenstation darstellen. Die Altstädter wollen wieder an glorreiche Zeiten anknüpfen, als sie Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts ans Tor zum Oberhaus klopften. Dritte Liga, eine Utopie? Natürlich ist den Altstädtern klar, dass sie dazu noch professionellere Strukturen werden schaffen müssen. Dies bestätigt auch Jörg Neukam, neben Christian Höreth einer von gleich zwei Geschäftsführern auf der Jakobshöhe: „Vor allem an der Organisation müssen wir arbeiten.“
Bewertung: 3 Sterne von 5
Wirtschaftliche Situation:
Stabiles Fundament
Mit der Gründung einer Spielbetriebs-GmbH für den Bereich der ersten Mannschaft hat man einen ersten Schritt in die richtige Richtung getan, die Anzahl der Sponsoren, die die Altstädter derzeit mit rund 50 beziffern, steigt stetig. Mit dem finanziell potenten Triumvirat Hans-Dieter Groppweis (Franken Maxit), Alois Dechant und Stegner im Hintergrund scheinen die Weichen für die Zukunft gestellt. Und: In der Zuschauergunst stehen die Altstädter mit ihren 1160 Fans pro Heimspiel in der Bayernliga bestens da.
Bewertung: 4 Sterne von 5
Vereinsführung:
Solide Basis
Mit der Schaffung einer umfangreichen Führungsriege und eines Aufsichtsrates als Kontrollorgan haben die Altstädter eine solide Basis geschaffen, die bereits Drittliga-Format hat. Verbesserungswürdig ist noch die Kommunikation zwischen den einzelnen Abteilungen des etwa 750 Mitglieder starken Vereins.
Bewertung: 4 Sterne von 5
Jugendarbeit:
Auf einem guten Weg
Neun Jugendmannschaften mit 150 Nachwuchsspielen hat der Verein am Start. Von den derzeit 520 000 Euro des Etas werden 75 000 für die Nachwuchsarbeit veranschlagt. Am ranghöchsten sind die C-Junioren in der Bayernliga, die A- und B-Junioren sind in der Landesliga auf einem guten Weg. Die D-Junioren sind in der Bezirksoberliga vertreten, der höchsten Klasse des Bezirks, während die E-Junioren auf Kreisebene an den Start gehen. Allerdings steht und fällt die Jugendarbeit mit dem Nachwuchsleistungszentrum. Eine Aberkennung dieses Prädikats durch den Verband käme einem Tiefschlag gleich.
Bewertung: 3 Sterne von 5
Infrastruktur:
Zu wenige Plätze
Der Verein stößt momentan noch an seine Grenzen, was die Trainingsmöglichkeiten für alle Mannschaften angeht. „Wir haben zu wenige eigene Plätze, und nur einen einzigen sinnvoll nutzbaren Rasenplatz auf der Jakobshöhe“, sagt Neukam. Daran muss der Verein arbeiten. Da es bei der Nutzung des Kunstrasenplatzes am Hans-Walter-Wild-Stadion immer wieder Probleme gibt und die Kostenbelastung bei der Anmietung von Trainingsplätzen recht hoch ist, träumt man bei den Altstädtern von der Schaffung eines eigenen Kunstrasens, der auf dem Hartplatz neben dem neuen Vereinsheim, dem „Wespennest“, entstehen soll. Und auch ein weiterer Rasenplatz ist in Planung.
Bewertung: 1 Stern von 5
Öffentlichkeitsarbeit:
Starker Facebook-Auftritt
Bei ihrem Auftritt auf Facebook punkten die Altstädter am meisten von den Bayreuther Vereinen. Vor allem, weil sie viel Interaktives bieten wie Gewinnspiele oder Videos. Dafür lässt die Gestaltung der Homepage einige Wünsche offen. Ebenso die Pressearbeit, die sich in der Regionalliga bessern muss, weil der Verband einen verlässlichen Pressesprecher zwingend fordert.
Bewertung: 3 Sterne von 5
Fazit:
Noch ein langer Weg
Der Weg nach oben wird trotz aller positiver Aspekte ein langer und beschwerlicher. Ob es in der Regionalliga ein Durchmarsch wird, wie ihn Franz Stegner durch die Blume fordert, mag man bezweifeln. Zu viele ambitionierte zweite Mannschaften von Bundesliga-Vertretern versperren da den Weg, ein weiteres personelles Aufrüsten wird unumgänglich, um da Paroli bieten zu können. Einen nicht unwesentlichen Umstand wird auch die Wahl der Spielstätte darstellen. Geht es nach Stegners und auch Dechants Willen, dürfte ein Großteil der Begegnungen dann im Waldstadion Weismain über die Bühne gehen. Wer zahlt, schafft bekanntermaßen an. Werden die Fans da mitspielen? In der jetzt abgelaufenen Halbserie gaben sie ein klares Bekenntnis zum Standort Bayreuth, zum altehrwürdigen Hans-Walter-Wild-Stadion ab. Zuschauerzahlen über 1000 wurden in den Punktspielen, die in Weismain stattfanden, beileibe nicht erreicht.
Bewertung: 3 Sterne von 5