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Freitag 21.04.17 14:00 Uhr|Autor: Redaktion119
Das Bild täuscht. Denn der 1. FC Kaan-Marienborn kam beim 3:0 im Hinspiel gegen die SpVg Erkenschwick alles andere als ins Straucheln. Foto: Jost-Rainer Georg
Nehrbauer: "Sieg, egal wie"
1. FC Kaan-Marienborn tritt bei der SpVg Erkenschwick an

SpVgg Erkenschwick - 1. FC Kaan-Marienborn (Sonntag, 15 Uhr)

Beim Fußball-Oberligisten 1. FC Kaan-Marienborn müssen sich derzeit vorkommen wie in einer Zeitmaschine. Vor dem 29. Spieltag, an dem am Sonntag (15 Uhr) der Tabellenzwölfte aus dem Breitenbachtal beim Liga-Letzten SpVg Erkenschwick aufläuft, scheinen die Käner Kicker um einen Monat auf der Zeitleiste zurück geschleudert worden zu sein.
Gerade einmal vier Wochen ist es her, da forderte Trainer Thorsten Nehrbauer von seiner Mannschaft „einen Sieg, egal wie“. Nach sieben sieglosen Auftritten hintereinander war ein solcher für den Liga-Neuling auch überaus nötig. Es folgten sogar zwei Siege, das 2:0 gegen den SC Roland Beckum (16.) und der 2:0-Coup beim Tabellenzweiten Hammer SpVg. Nun, ein torloses Unentschieden gegen den FC Eintracht Rheine (6.) und 2:8 Tore aus der Niederlagen über Ostern beim TSV Marl-Hüls (5.) und gegen den Mitaufsteiger SC Buer-Hassel (11.) später, fordert Nehrbauer: „Ich verlange von meiner Mannschaft einen Sieg, egal wie.“
Hatte der Käner-Trainer vor Monatsfrist die Begegnung gegen Roland zum „Abstiegsduell“ ausgerufen, sieht er seine Mannschaft nun wieder mitten hinein gestürzt in den „Abstiegskampf“. Und da gibt es „keinen Schönheitspreis“. Durch die beiden jüngsten Pleiten ist Kaan auf die zwölften Position abgestürzt, hat derzeit gerade noch vier Punkte Vorsprung auf den Paderborner SC 2. Der liegt auf dem viertletzten Platz, der bei (nach wie vor möglichen) vier westfälischen Absteigern aus der Regionalliga den Abstieg in die Westfalenliga bedeuten würde.
„Das Spiel müssen wir gewinnen“, sagt Nehrbauer. Und er warnt seine Mannschaft, das Tabellen-„Schlusslicht“ aus dem nördlichen Ruhrgebiet „nicht zu leicht zu nehmen“. Das aus Käner Sicht hoffentlicht abschreckende Beispiel liefert der Trainer gleich hinterher: den FC Schalke 04, der sich in der Bundesliga vor Wochenfrist mit 1:2 beim Schon-fast-Absteiger Darmstadt 98 bis auf die Knochen blamierte.
Ähnlich wie die „Lilien“ ist Erkenschwick auch schon fast abgestiegen. Lediglich 14 Punkte hat die Mannschaft von Trainer Zouhair Allali auf dem Konto, liegt damit bei noch sechs ausstehenden Spielen 18 Punkte hinter dem viertletzten Platz und eben Paderborn. Erkenschwick hat seine letzten neun Spiele allesamt verloren; den letzten Punkt fuhr die Mannschaft im ersten Spiel nach der Winterpause beim überraschenden 1:1 beim TSV Marl-Hüls (5.) ein. Das Hinspiel gewann Kaan sicher mit 3:0.
Die Stimmung in seiner Mannschaft sei „angespannt nach den zwei klaren Niederlagen“, räumt der Kaan-Coach ein. Er könne diese Ergebnisse „von meiner Seite aus nicht akzeptieren“. In beiden Begegnungen habe Kaan seinen Plan nicht umsetzen können, bemängelt Nehrbauer, habe „zu offen gespielt“ und sei so „ins offene Messer gelaufen“. Jetzt erwartet er „von den erfahrenen Spielern zu zeigen, was in uns steckt“. Seine Spieler müssten nun „die Aufgaben erfüllen“ und „sich in den Dienst der Mannschaft stellen“. Nehrbauer hatte gleich nach der 1:3-Heimniederlage am Ostermontag gegen Hasse ein „Reset“ angekündigt. Personelle Veränderungen hält er für möglich: „Das ist der normale Gang im Fußball.“ Schließlich will der Trainer weiterhin „punkten, punkten, punkten“, um so schnell wie möglich jene 40-Punkte-Marke zu erreichen, die er für den Klassenverbleib nötig hält. Angesichts von derzeit 35 Zählern auf dem Konto und noch sechs Spielen sagt Nehrbauer: „Wir haben keine Zeit mehr.“ Erste Abhilfe zur Besserung sollte im Training am Donnerstagabend eine Theoriestunde bringen – mit dem Video vom Hassel-Spiel.
Unterdessen wird sich zum Saisonende auch Michael May aus Kaan-Marienborn verabschieden. Das meldete jetzt Mays künftiger Club, der hessische Verbandsliga-Vierte SSV Langenaubach, auf seiner Internet-Präsenz. Der 24-jährige Mittelfeldspieler May war vor drei Jahren von den Sportfr. Siegen ins Breitenbachtal gewechselt. In den letzten Wochen war schon bekannt geworden, dass Dennis Noll (SuS Niederschelden), Sebastian Wasem (SC Drolshagen), Christian Runkel (VSV Wenden) und Michael Reed (Karriereende) den 1. FC Kaan-Marienborn verlassen werden. Nehrbauer kündigte einen Umbruch an.
Die SpVg Erkenschwick hat übrigens offenbar den Kampf um ein weiteres Jahr in der Oberliga Westfalen noch nicht aufgegeben. Unter dem Motto „Alle für den Klassenerhalt“ haben die Zuschauer in den letzten drei Heimspielen des 100 Jahre alten Traditionsvereins freien Eintritt im Stimbergstadion. Die Aktion beginnt ausgerechnet mit der Partie gegen den 1. FC Kaan-Marienborn.

 
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