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Montag 09.01.17 22:30 Uhr|Autor: Andreas Scherer1.147
Jubel nach der Meisterschaft in der Landesliga: Oliver Wimmers (links) und Uwe Frowein. Der hat jetzt das Amt als Sportlicher Leiter bei der Hassia niedergelegt. Archivfoto: Jochen Werner
Neuwahlen am Hessenhaus erst im August
Vorstand von Hassia Bingen verschiebt außerordentliche Mitgliederversammlung ++++ Uwe Frowein tritt zurück

Bingen. Die für den 27. Januar angesetzte außerordentliche Mitgliederversammlung mit Vorstandsneuwahlen von Hassia Bingen ist in den August verschoben worden. Das hat Vorsitzender Oliver Wimmers am Montag auf Anfrage der Allgemeinen Zeitung erklärt. Gleichzeitig teilte der Vereinschef mit, dass er selbst für das Amt des Vorsitzenden dann nicht mehr kandidieren wird, aber gerne an anderer Stelle und in anderer Funktion weiter für die Hassia tätig sein will. Wie Wimmers weiter mitteilte, habe Uwe Frowein, Sportlicher Leiter am Binger Hessenhaus, sein Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt. Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Frowein war am Montag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.



Ältestenrat des Vereins hat sich eingeschaltet

Gleichzeitig berichtete Wimmers, dass sich der Ältestenrat der Hassia in den vergangenen Wochen eingeschaltet habe mit dem Ziel, festgefahrene Gespräche wieder in Gang zu bringen. Das sei auch gelungen. „Ich bin dem Ältestenrat außerordentlich dankbar, dass er hier eingegriffen und dafür gesorgt hat, vor allem auf der Ebene der Kommunikation untereinander den Haussegen bei der Hassia wieder gerade zu richten.“

Die Institution eines Ältestenrates war erst im August 2016 bei der letzten Mitgliederversammlung wiederbelebt worden. Zum Vorsitzenden wurde Manfred Scholz gewählt. Stellvertreter ist Eberhard Cadenbach, der wie Scholz selbst einige Jahre den Verein geführt hat. Beisitzer sind Klaus Endemann und Lennard Weidmann. „Der Ältestenrat soll den Vorstand in der Tagesarbeit unterstützen und entlasten“, sagte Oliver Wimmers damals. Dieser Aufgabe habe sich das Gremium jetzt aus eigener Initiative in vorbildlicher Weise gestellt.

Bis zur Mitgliederversammlung im Sommer will Wimmers, im Oktober 2011 erstmals ins Amt gewählt und im August 2016 zum wiederholten Mal für zwei weitere Jahre bestätigt, mit seinen Vorstandskollegen und anderen am Hessenhaus tätigen Verantwortlichen an einem tragfähigen Zukunftskonzept basteln und dieses den Mitgliedern möglichst in Verbindung mit dem Vorschlag einer neuen Führungsmannschaft zur Abstimmung vorlegen. Im Wesentlichen gehe es darum, Kompetenzen und Zuständigkeiten innerhalb der Vereinsstruktur klarer zu definieren und direkt an Personen anzubinden. „Es gab hier in der Vergangenheit zu viele Unklarheiten“, sagte Wimmers und nahm auch sich selbst dafür selbstkritisch mit in die Verantwortung.

So soll in Zukunft zum Beispiel die Jugendabteilung personell wieder direkt in den geschäftsführenden Vorstand eingebunden sein. Wimmers könnte sich vorstellen, dass die Zuständigkeit für den Jugendbereich mit der Person des stellvertretenden Vorsitzenden verknüpft wird. Damit nimmt der 50-jährige Vereinsboss Bezug auf eine bei der Hassia in der Vergangenheit schon öfter geübte Praxis. So war etwa Siegfried Weinel, Jugendleiter bis 2015, die letzten eineinhalb Jahre seiner Amtszeit in Personalunion auch stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Ob der aktuelle Leiter der Nachwuchsabteilung, Klaus Schuster, für eine solche Lösung zur Verfügung stehen könnte, war am Montag nicht zu klären.

Kommunikation zwischen den Abteilungen verbessern

Darüber hinaus kann sich Wimmers vorstellen, die Aufgaben in der Jugendarbeit auf mehr Schultern zu verteilen; zum Beispiel, indem man „Scouts“ installiert, die nach Talenten innerhalb und außerhalb des Vereins Ausschau halten und die anderen Verantwortlichen kontinuierlich über ihre Erkentnisse auf dem Laufenden halten. Wimmers wünscht sich für die Zukunft auch eine Verbesserung der Kommunikationswege, sowohl innerhalb der Jugend als auch zwischen Jugend- und Aktivenbereich. Auch bei den Aktiven sieht der Hassia-Vorsitzende Handlungsbedarf. Aktuell geht es darum, wie man die durch den Rücktritt von Uwe Frowein entstandene Lücke schließt, auf Dauer möchte Wimmers auch hier eine mittelfristige verlässliche Personalplanung auf den Weg bringen.

„Der Verein ist seit 2011 (Beginn der Amtszeit von Wimmers, die Red.) extrem gewachsen, das macht es notwendig, neue Leute für die Aufgaben, die damit einhergehen, dazu zu gewinnen“, sagte der Hassiaboss.



 
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