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Interview

Neumarkt vorm April-Showdown

Trainer Speer: "Im April können wir alles gewinnen oder alles verlieren +++ Japanischer Drittliga-Spieler zum ASV?

von Dirk Meier · 28.01.2011, 11:37 Uhr · 0 Leser
Andreas Speer und sein Team erwarten heiße Frühjahrswochen. F: Meier
Andreas Speer und sein Team erwarten heiße Frühjahrswochen. F: Meier

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Der ASV Neumarkt befindet sich in einer schwierigen Situation. Mit 23 Punkten ist der Relegationsplatz nur zwei Zähler entfernt. Sollte die SpVgg Weiden II den Spielbetrieb einstellen müssen, dann würde den Oberpfälzern sogar noch ein Sieg abgezogen. FuPa hat sich mit Trainer Andy Speer über die Lage bei den Oberpfälzern unterhalten.

Alles andere als rosig ist also die Ausgangslage beim ehemaligen Bayernligisten. Trainer beim ASV Neumarkt ist seit Anfang November Andreas Speer (46), der für den zurückgetretenen Ioan Pal (64) eingestellt wurde. Zu Saisonbeginn war Speer noch beim Liga-Konkurrenten SC Eltersdorf als Coach tätig. Speer wohnt in Zirndorf und arbeitet in Wendelstein bei Nürnberg. Sein Heimatverein ist der TSV Altenfurt. In der A-Jugend spielte Speer in der Bayernliga bei der SpVgg Fürth. Es folgten ab 1982 insgesamt zwölf Jahre beim ASV Neumarkt, unter anderem in der Bayernliga. Von 1996 bis 1999 spielte Speer nochmals bei seinem Heimatverein in Altenfurt. Von 1999 bis 2002 war der ehemalige Tormann dann beim SC Eltersdorf aktiv, wo er dann seine Trainer-Laufbahn begann. Ende August wurde Speer in Eltersdorf von seinen Aufgaben entbunden und konzentriert sich nun auf die Aufgabe beim ASV Neumarkt, was für den 46-Jährigen eine Herzensangelegenheit ist.

FuPa: Hallo Andreas, was tut sich denn beim ASV Neumarkt?
Andreas Speer (46): Personell gibt es ein paar Veränderungen. Mit Stürmer Andreas Endlein vom 1. SC Feucht haben wir einen Stoßstürmer verpflichtet. Ich stand mit Endlein schon länger in Kontakt. Er weiß, wo das Tor steht, ist kopfballstark und bringt mit 28 Jahren doch einiges an Erfahrung mit. Er will es noch einmal wissen und kann uns mit seinen Vollstrecker-Qualitäten sicher weiterhelfen.

FuPa: Gibt es noch weitere Personalien?
Speer: Nach langer Verletzung steht Florian Brütting wieder zur Verfügung. Brütting kann wichtig werden, schließlich hat er schon in Schwabach und bei Quelle Fürth gespielt. Thomas Koch war beruflich in Hamburg. Der Ex-Schierlinger ist eine weitere Alternative für uns. Zudem haben wir mit Toshi einen quirligen Japaner gefunden, der ein Probetraining beim FSV Erlangen-Bruck absolviert hat. Im Februar soll noch ein weiterer Japaner kommen, ein Freund von Toshi, der in Japan in der dritten Liga spielt. Das könnte auch eine Verstärkung für uns sein.

FuPa: Du bist in Neumarkt noch relativ neu. Wird sich das Spielsystem ändern?
Speer: Wir werden wohl mit Endlein als Stoßstürmer spielen und zwei Mann dahinter. Zudem will ich mit zwei Sechsern spielen. Es ist also ein 4-3-2-1 denkbar.

"Ich fordere mehr Verantwortung von den Führungsspielern."



FuPa: Was ist mit Abwehrspieler Daniel Winkler?
Speer: Daniel hat den zweiten Bandscheibenvorfall, befindet sich in der Reha. Vor Mai wird das aber wohl nichts werden mit seiner Rückkehr.

FuPa: Was hat sich sonst bei Euch getan?
Speer: Christian Dausel habe ich wieder als Kapitän installiert. Zudem fordere ich von Tormann René Übler, Selahattin Oktay und Ferdinand Ehrl noch mehr Verantwortung. Das sind Führungsspieler, die für das Team ganz wichtig sind.

FuPa: Wie stehen Eure Chancen in Sachen Klassenerhalt?
Speer: Die Lage ist nicht einfach. Ich hoffe, dass nicht noch mehr Spielabsagen dazu kommen. Im April haben wir sieben Punktspiele. Da können wir alles gewinnen oder alles verlieren. Ich hoffe natürlich, dass es in Weiden weitergeht. Denn sonst haben wir nur noch 20 Punkte und wären ganz dick drin im Abstiegskampf. Behalten wir die drei Punkte aus dem Spiel gegen Weiden, dann wäre das Gold wert für uns. Wichtig wird aber auch ein guter Start sein. Wir müssen zunächst nach Neustadt/Aisch und dann haben wir zwei Heimspiele gegen Bad Abbach und Dingolfing. Weiter hoffe ich, dass wir möglichst ohne Verletzungen über die Runden kommen. Dann sollte am Ende der Saison der Klassenerhalt stehen, denn wir unbedingt schaffen wollen. Das gilt auch für unsere zweite Mannschaft in der Bezirksoberliga Mittelfranken.