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Interview

»Neumarkt - eine Herzensangelegenheit«

Lali Mitte: Neu-Trainer Andreas Speer über seine Rückkehr zum ASV

von Dirk Meier · 10.11.2010, 11:25 Uhr · 0 Leser
Neu-Trainer Andreas Speer über seine Rückkehr zum ASV Foto:Dirk Meier
Neu-Trainer Andreas Speer über seine Rückkehr zum ASV Foto:Dirk Meier

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Es ist eine alte Liebe, die zwischen Andreas Speer (46) und dem ASV Neumarkt. 14 Jahre lang hat Speer beim ASV gespielt, hat 575 Einsätze in der Bayernliga als dritter Liga und in der Landesliga auf dem Buckel. Nun kehrt Speer, der in Zirndorf bei Nürnberg wohnt und in Wendelstein arbeitet, an seine alte Wirkungsstätte als Aktiver zurück.

Erst am Samstag hatte Ioan Pal (64) nach dem 1:1 gegen die SpVgg Ansbach beim ASV Neumarkt sein Traineramt zur Verfügung gestellt. Mangelnde Disziplin hatte der bisherige Coach seinen Untergebenen vorgeworfen. Bereits am Montag konnten die Verantwortlichen beim ehemaligen Bayernligisten aus der Oberpfalz einen Nachfolger präsentieren. Speer hatte fast acht Jahre lang den SC Eltersdorf in der Landesliga Mitte gecoacht und war dort nach dem achten Spieltag Ende August entlassen worden war. Eltersdorf stand damals auf dem drittletzten Platz. Nun haben sich die Neumarkter die Dienste von Speer gesichert, der die Landesliga Mitte bestens kennt. Der Wechsel auf der Trainerposition in Neumarkt ist bereits der sechste in dieser Saison. Also fast ein Drittel der Klubs haben schon einen neuen Übungsleiter, ob freiwillig oder unfreiwillig. FuPa sprach mit dem neuen Neumarkter Chefanweiser.



FuPa: Hallo Andreas, seit gut zwei Monaten hattest Du als Trainer Pause. Jetzt bist Du nach knapp acht erfolgreichen Jahren beim SC Eltersdorf wieder in der Landesliga Mitte gelandet. Wie kam Dein Engagement beim ASV Neumarkt zustande?
Andreas Speer: Es war ja schon immer eine Verbundenheit zum ASV Neumarkt vorhanden. Die 14 Jahre meiner aktiven Laufbahn mit 575 Spielen werde ich nie vergessen. Es hatte schon zu früherer Zeit immer wieder mal lose Gespräche gegeben, aber da stand ich ja immer beim SC Eltersdorf im Wort. Aber es war ziemlich klar, dass ich irgendwann mal nach Neumarkt zurückkehre. Ich wohne in Zirndorf und arbeite in Wendelstein. Von daher ist die Entfernung auch nicht groß. Ich freue mich wieder beim ASV Neumarkt zu sein.

FuPa: Was verbindet Dich mit dem ASV Neumarkt?
Speer: Ich bin als 18-Jähriger dort hingekommen. Zuvor war ich in der A-Jugend Torwart bei der damaligen SpVgg Fürth in der Bayernliga. In Neumarkt war damals die ungarische Legende Stefan "Steff" Reisch Trainer, der 1961 mit dem 1. FC Nürnberg Deutscher Meister und ein Jahr später Pokalsieger war. Das war unvorstellbar so ein Idol als Trainer zu haben. Es folgten viele weitere namhafte Trainer-Legenden. An heute bin nun ich hier der neue Coach. Auch das ist für mich etwas Besonderes.

"Habe nicht geschaut, wo Trainerstühle wackeln"

FuPa: Du warst seit zwei Monaten ohne Trainerjob. Was hast Du in dieser Zeit getan?
Speer: Ich habe einfach mal Pause vom Fußball gemacht. Ich war nicht auf den Fußballplätzen unterwegs und habe zugeschaut, wo Trainerstühle wackeln. Das ist nicht meine Art. Ich hätte mir vorstellen können nach der Winterpause wieder anzugreifen. Das mit dem ASV Neumarkt kam jetzt doch überraschend und unverhofft. Ich habe aber spontan zugesagt, weil es da eben eine besondere Verbundenheit gibt.

FuPa: Dein neuer Klub ist mit 22 Punkten Zehnter. Der Vorsprung zur Abstiegszone beträgt vier Zähler. Wie gehst Du an die Aufgabe in Neumarkt ran?
Speer: Ich gehe völlig unvoreingenommen an die Aufgabe heran. Zunächst will ich mal die Spieler alle kennenlernen. Dann werden wir schon sehen. Am Samstag müssen wir ja zum starken SSV Jahn Regensburg II. Das wird nicht einfach.

FuPa: Wirst Du Änderungen vornehmen?
Speer. Das glaube ich nicht. Wir haben fünf schwere Spiele vor uns. Die müssen wir gut über die Runden bringen. Ich möchte das Team erfolgreich in die Winterpause führen. Dann wird man sehen, wie es personell aussieht und ich habe dann die Pflicht die Mannschaft gewissenhaft und zielstrebig auf die Restrückrunde vorzubereiten, damit wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Auf jeden Fall freue ich mich auf die neue Aufgabe beim ASV Neumarkt, weil es für mich auch eine Herzensangelegenheit ist.