
Mit zwei Testspielen am Wochenende läutete der SSV Ulm 1846 Fußball die zweite Trainingsphase für die in zwei Wochen beginnende Oberliga-Saison ein. "Jetzt werden wir vor allem im spielerisch-taktischen Bereich arbeiten", sagte Trainer Stephan Baierl nach dem 1:1 (0:0) am Samstag gegen den Verbandsliga-Aufsteiger 1. FC Heiningen und dem gestrigen 5:0 (3:0) beim Bezirksligisten SV Baltringen.
Mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung ist der 38-Jährige insgesamt zufrieden, betont aber die Notwendigkeit einer weiteren Steigerung. "Ich bin sicher, dass wir zum Saisonbeginn in anderer Form sein werden."
Gegen den Verbandsligisten Heiningen traf Robert Henning. In Baltringen, wo sieben A-Junioren zum 20-köpfigen Aufgebot zählten, waren David Braig, Denis Werner, Benjamin Sturm sowie die beiden Jugendspieler Tony Carfagna und Emre Gürel erfolgreich. "Die Nachwuchsleute sollen Stallgeruch bekommen und ins Team hineinschnuppern", sagte Baierl.
Einige Probleme gebe es noch "beim Rausspielen von Torchancen". Zudem vermisste der Coach bei seiner Elf gegen die defensiv eingestellten Heininger die taktische Variabilität, "vom normalen spielerischen Stil einmal abzuweichen und den Gegner anders zu bespielen." Freilich bescheinigte der Spatzen-Dompteur seinen Schützlingen einen "guten Stand", was die körperliche Verfassung anbetrifft.
Allmählich zeigt sich auch die neue Hierarchie in der Mannschaft. Als Anführer auf dem Platz genießt Neuzugang Alper Bagceci große Wertschätzung. "Man merkt zwar, dass er die ersten 14 Tage gefehlt hat, aber er lässt immer mehr seine Qualitäten aufblitzen", so Baierl. Auch Abwehrmann Florian Krebs scheint als Innenverteidiger eine Ideallösung. Was Baierl an ihm besonders wichtig befindet: "Er dirigiert seine Nebenleute gut."
Nahe bei der Mannschaft ist auch Lutz Siebrecht. Worauf der neue sportliche Leiter der Spatzen Wert legt: "Die jungen Spieler müssen erst einmal Erfahrungen sammeln." Soll heißen sie müssen ihre Sporen verdienen. Bester Beweis am Samstag: Markus Hain (18) und Zvonimir Borac (17). Nach ihrem Teilzeitauftritt in der zweiten Hälfte war nach der Partie für beide Getränkekisten schleppen und Bälle einsammeln angesagt.