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Ligabericht

Nachspielzeit bringt Löwen einen Punkt

KSV Hessen erkämpft sich ein 1:1 bei Wormatia Worms +++ Torschütze Sebastian Schmeer +++ Fünf Aluminiumtreffer

von gelöscht gelöscht · 22.08.2013, 23:53 Uhr · 0 Leser
<b>F: Christian Hedler</b>
<b>F: Christian Hedler</b>
Was für ein Spiel, genauer: was für eine Schlussphase. Insgesamt fünf mal ging der Ball ans Wormser oder Kasseler Torgebälk. Zwei Treffer kamen dennoch zustande, so dass sich der VfR Wormatia Worms und der KSV Hessen Kassel am Ende mit einem 1:1 die Punkte teilten. Mann des Spiels war auf Kasseler Seite der eingewechselte Sebastian Schmeer, der in der letzten Minute der Nachspielzeit zum umjubelten Ausgleich traf.

KSV-Trainer Jörn Großkopf stellte Maximilian Sauer nach dessen abgesessener Sperre wieder von Beginn an auf. Mit ihm bildeten Stefan Müller, Matthias Rahn und Steffen Dieck die Viererkette. Im Mittelfeld begannen Enrico Gaede, Tobias Becker, Gabriel Gallus, Jonas Marz und Andreas Mayer, die Sturmspitze bildete erneut Christian Henel. Bereits nach zwanzig Minuten musste Marz allerdings verletzungsbedingt vom Platz, für ihn kam Florian Nagel in die Partie. Großkopf wechselte außerdem nach einer Stunde Marcel Andrijanic für Dieck und eine Viertelstunde vor Schluss Sebastian Schmeer für Gaede ein - doch dazu später mehr.

Nach den ersten Minuten des Abtastens entwickelte sich das Spiel in der ersten Halbzeit zu einer ausgeglichenen Partie. Beide Mannschaften erspielten sich Chancen, doch zeigten sich auch beide Defensivreihen konzentriert und wussten die Torchancen zu vereiteln oder zu entschärfen. Und damit war es das auch schon von Halbzeit eins. Der zweite Durchgang sollte dafür aber einiges mehr bieten. Der erste Moment, der den 1170 Zuschauern kurzzeitig den Atem raubte, war ein Wormser Pfostentreffer in der 56. Spielminute. Srdjan Baljak war bei einem Freistoß des Ex-Löwen Kevin Wölk zum Schuss gekommen. Dies sollte bei weitem nicht der letzte Aluminiumtreffer an diesem Donnerstag Abend sein. In der 66. Minute nahm Wormatia-Trainer Stefan Emmerling den zweiten Wecshel vor und schickte Jonathan Zinram auf´s Feld - eine Entscheidung, die sich als goldrichtig erweisen sollte. Denn nur zwei Minuten später erzielte dieser das 1:0 für die Gastgeber. Ein Schuss von Lucas Oppermann knallte an die Latte und prallte zurück in den Strafraum, Zinram drückte den Ball daraufhin mit dem Körper irgendwie über die Linie.

Jörn Großkopf reagierte und brachte in der 76. Minute mit Sebastian Schmeer einen weiteren Offensivspieler. Kevin Wölk verpasste die spannende Schlussphase, der ehemalige Spielmacher der Nordhessen wurde auf Wormser Seite in der 77. Minute ausgewechselt. Christian Henel kam in der 85. Minute zu einem strammen Schuss, den Wormatia-Keeper Rainer Adolf noch abfangen konnte. Zwei Minuten ergab sich für Henel die nächste Gelegenheit. Er tauchte nach einem Abspielfehler der Gastgeber frei vor dem gegnerischen Torhüter auf, der den Schuss mit einer Glanzparade abwehren konnte. Im direkten Gegenzug ging ein Distanzschuss des Wormser Torschützen Zinram an den Pfosten - Aluminiumtreffer Nummer drei. Nun stürmten wieder die Löwen und hätten ebenfalls beinahe jubeln können. Wormatia-Spieler Marcel Abele lenkte den Ball fast ins eigene Tor, aber eben nur fast. Stattdessen ging der Ball an den Pfosten - das vierte mal in dieser Partie.

Mittlerweile befand sich das Spiel bereits in der Nachspielzeit. Die Kasseler warfen alles nach vorn, wollten sie doch um jeden Preis die erste Saisonniederlage verhindern. Ein weiterer Schuss, diesmal von Henel, landet am Pfosten des Wormser Tors. Mit diesem fünften Aluminiumtreffer war es auch um die letzten Nerven der mitfiebernden Zuschauer geschehen. Doch damit war es noch nicht vorbei. In der vierten Minute der Nachspielzeit trat Andreas Mayer zum Eckball an und schoss den Ball in den Wormser Strafraum. Dort landete er vor den Füßen von Sebastian Schmeer. Der spielte sich frei und zog ab. Noch von einem Wormser Spieler abgefälscht landet der Ball bei der letzten Aktion der Partie im Tor der Gastgeber. Für Worms bedeutet dies einen Nackenschlag und das fünfte Remis im fünften Spiel. Für den KSV Hessen Kassel und die circa 50 mitgereisten Fans bedeutet es einen war es die pure Freude.

Die Löwen - Spieler und Fans gleichermaßen - haben nun ein paar Tage zur Erholung. Die Partie des 6. Spieltags gegen die Reserve der TSG Hoffenheim findet nämlich erst im Oktober statt. Der KSV Hessen muss daher als nächstes zum Derby nach Baunatal. Am Dienstag, den 3. September, dürfte das Parkstadion prall gefüllt sein. Das letzte Pflichtspiel des KSV Hessen gegen den KSV Baunatal war das Kreispokal-Viertelfinale im Juli 2012. Damals gewannen die Löwen mit 3:2 nach Verlängerung. Das letzte Liga-Spiel der beiden nordhessischen Vereine gegeneinander liegt da schon ein paar Tage länger zurück. Am 1. April 2006 gewannen die Löwen im Parkstadion mit 2:0 dank zweier Tore von Julio Cesar da Rosa.