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Interview

»Mittelfristig ist der Aufstieg unser Ziel«

Oberdiendorfs Spielertrainer Michael Eder im FuPa-Fokus

von Thomas Seidl · 20.01.2012, 12:05 Uhr · 0 Leser
Oberdiendorfs Spielertrainer Michael Eder im FuPa-Fokus Montage: Wagner
Oberdiendorfs Spielertrainer Michael Eder im FuPa-Fokus Montage: Wagner

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Michael Eder ist der jüngste Übungsleiter in der Kreisliga Bayerwald. Der 26-jährige Trainerneuling kam im Sommer vom Bezirksoberligisten SV Hutthurm zum Kreisklassenmeister TSV-DJK Oberdiendorf und sollte dort Ex-Landesligaspieler Michael Kolarsch (40) tatkräftig unterstützen. Doch während der Vorrunde tauschten beide die Rollen - Kolarsch wollte aus beruflichen Gründen kürzertreten. Im FuPa-Interview zieht Eder Bilanz, berichtet über die Veränderungen im TSV-Kader und blickt in die Zukunft.
FuPa: Michael, der TSV Oberdiendorf überwintert als Aufsteiger auf einen guten fünften Tabellenplatz. Das Zwischenfazit fällt positiv aus, oder?
Michael Eder (26): Grundsätzlich bin ich mit dem Verlauf der Vorrunde zufrieden. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie in der Kreisliga bestehen kann und hat teilweise auch attraktiven Fussball geboten.

Lange Zeit sah es so aus, als könntet ihr vielleicht sogar ganz vorne mitmischen. Woran lag es, dass der Kontakt zum Spitzentrio nicht gehalten werden konnte?
Für ganz vorne fehlte uns leider die notwendige Konstanz. Wir schlugen zwar beispielsweise den Tabellenführer Untermitterdorf und konnten auch mit den anderen vorderen Mannschaften mithalten, demgegenüber stehen jedoch ärgerliche Niederlagen wie beim abgeschlagenen Schlusslicht Bad Kötzting II und beim Kellerkind Teisnach.

Du bist ja ursprünglich als spielender Co-Trainer nach Oberdiendorf gekommen. Während der Vorrunde habt du und Michael Kolarsch die Rollen getauscht. Wie wohl fühlst du dich in deiner neuen Position?
Sehr wohl. Mein Ziel war immer einmal Spielertrainer bzw. Trainer zu werden. So dachte ich schon während meiner aktiven Zeit als Spieler und saugte alle Informationen über sämtliche Thematiken auf, die mir später vielleicht einmal hilfreich sein konnten. Darüberhinaus kommt hinzu, dass ich in Oberdiendorf ein super Umfeld vorfinde, in dem alle an einem Strang ziehen.

"Von Kolarsch kann ich noch jede Menge lernen."


Wird Michael Kolarsch dir weiterhin zur Seite stehen?
Natürlich wird mir Michael weiterhin zur Seite stehen. Er hat sehr viel Erfahrung im Trainergeschäft, die für mich sehr nützlich ist. Von ihm kann ich noch jede Menge lernen.

Gab es in der Winterpause personelle Veränderungen im TSV-Kader?
Bernd Schmöller wechselte vom FC Sturm Hauzenberg zu uns. Von ihm erhoffe ich mir sehr viel. Er soll bei uns eine tragende Rolle spielen und mit seiner geballten höherklassigen Erfahrung unsere zahlreichen jungen Spieler führen. Dazu kam kurz vor Transferschluss Michael Kordick vom Deggendorfer Kreisklassisten FC Moos hinzu, der derzeit aber noch an einer Verletzung laboriert. Ich bin mir aber sicher, wenn er wieder topfit ist, kann er unseren Kader nicht nur in der Quantität, sondern auch in der Qualität entscheidend verstärken. Leider steht uns in der Rückrunde Sebastian Kinateder aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Diese große Lücke hoffen wir mit Kordick schließen zu können.

Im Frühjahr stehen noch zehn Partien auf dem Spielplan. Welche Ziele setzt ihr euch für die Frühjahrsrunde?
Unser Ziel war vor der Saison der Klassenerhalt und an dieser Vorgabe wird auch nichts geändert, solange wir dies auch nicht rein rechnerisch geschafft haben.

"Man kann nichts erzwingen oder erkaufen."


Der TSV Oberdiendorf ist ein Traditionsverein, der sich stets über einen guten Zuschauerzuspruch freuen kann. Strebt man in "Deandorf" in nächster Zeit die Rückkehr in die Bezirksliga an?

Natürlich ist es mein sportlicher Anreiz irgendwann wieder aufzusteigen, sonst wäre ich kein ehrgeiziger Trainer. Aber man kann nichts erzwingen oder erkaufen. Es hat schon viele Vereine gegeben, die mit aller Macht nach oben wollten. Aber dies funktioniert in den seltensten Fällen über einen längeren Zeitraum. Mittelfristig muss unser Ziel der Aufstieg sein. Diese Vision möchte ich mit unseren talentierten Spielen aus der JFG erreichen.