
„Nach der Kontaktaufnahme im vergangenen Sommer durch das Präsidium des SV Waldhof wurde mir zugesichert, dass mein Engagement von allen Seiten begrüßt wird.“ Umso mehr überraschte den 65-jährigen die kontroverse Diskussion über sein angestrebtes Engagement. Am vergangenen Freitag hatten sechs von sieben Aufsichtsratmitgliedern ihr Mandat niedergelegt, nachdem das Präsidium zu einem Pressegespräch mit dem potentiellen Investor eingeladen hatte. Das Präsidium des SV Waldhof wünscht sich Bernd Beetz als Investor. Der Aufsichtsrat des Vereins hatte sich aber schon vor Monaten gegen ihn ausgesprochen.
Den Streit um seine Person kann der erfolgreiche Manager nicht nachvollziehen: "Ich bin ein absoluter Konsens-Fanatiker und habe immer wieder das Gespräch mit dem Aufsichtsrat gesucht. Es war enttäuschend, dass das nicht angenommen wurde. Die ganze Polarisierung ist Humbug." Der Verein brauche jeden Sponsor, um wieder in den Profifußball zurück zu kommen. Ende Juli oder Anfang soll auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung die Ausgliederung der Regionalliga-Mannschaft in eine Spielbetriebs-GmbH beschlossen werden, Beetz will dafür das notwendige Stammkapital von einer Million Euro bereitstellen. Ob er darüber hinaus noch Sponsoren für den Verein generieren wird, ließ Beetz offen.
Beetz möchte durch sein Engagement beim Mannheimer Traditionsverein Erlebnisse für die Menschen der Stadt kreieren. An persönlichen finanziellen Profit denke er nicht: „Meine Rendite ist, dass der SV Waldhof nach oben kommt“, bekräftigte er im Verlauf seiner Vorstellung vor den Mannheimer Medienvertretern. Ein möglicher Gewinn, der durch die Spielbetriebs-GmbH erzielt werden würde, solle in erster Linie dazu dienen, die bestehenden Verbindlichkeiten des Vereins zu tilgen. Dennoch müsse der Fokus stets auf der Verstärkung der Mannschaft liegen. „Die Fans und Mitglieder werden entscheiden, ob es zu dem Engagement kommt oder nicht“, sagte Beetz abschließend mit Hinblick auf die anstehende Mitgliederversammlung im Juli/August diesen Jahres. Dort haben es die Mitglieder in der Hand und werden über eine Zukunft mit oder ohne Bernd Beetz entscheiden.
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