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Transfers

Max Lang übernimmt Pankofen

38-Jähriger beendet Tätigkeit beim FC Obergessenbach und wechselt zum Deggendorfer A-Klassisten +++ „Die sportliche Perspektive war ausschlaggebend“

von Tobias Wittenzellner · 31.12.2011, 17:56 Uhr · 0 Leser
Max Lang (hier noch im Trikot des ASV Degernbach) wird neuer Spielertrainer in Pankofen. Foto: Wagner
Max Lang (hier noch im Trikot des ASV Degernbach) wird neuer Spielertrainer in Pankofen. Foto: Wagner

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Der SV Pankofen ist auf der Suche nach einem neuen Spielertrainer fündig geworden. Max Lang (38) tritt ab sofort die Nachfolge von Johann Brandl an, von dem sich der Verein in der Winterpause einvernehmlich getrennt hatte. Seit Sommer war Lang als Spielertrainer beim Osterhofener A-Klassisten FC Obergessenbach tätig, hatte dort aber nach einer mehr als enttäuschenden Vorrunde nach nur einem halben Jahr das Handtuch geworfen.

Knackpunkt für diese Entscheidung war die 0:1-Niederlage am fünften Spieltag gegen den ASV Loh. „Nach diesem Spiel hätte ich schon fast hingeworfen. Allerdings habe ich mich mit der Vorstandschaft darauf geeinigt, dass wir uns im Winter zusammensetzen wie es weitergehen soll“, berichtet Lang, der schon gestern bei einem Hallenturnier mit seinem neuen Team im Einsatz war. „Normal bin ich keiner, der im Winter einen Verein verlässt. Mir ist der Abschied auch wirklich schwer gefallen, weil der Verein vor allem gesellschaftlich absolut top ist. Die Spieler und die Vorstandschaft haben in letzter Zeit viel gelernt, aber am Ende hat die sportliche Perspektive einfach den Ausschlag gegeben“, so der Plattlinger, der zudem schon seit sieben Jahren als Jugendtrainer in Pankofen fungiert.

Ebenso wie in Obergessenbach verlief die bisherige Spielzeit auch für den SV Pankofen alles andere als nach Plan, schließlich wollte man mit den Verpflichtungen im Sommer ganz vorne angreifen. Aber auch wenn der SV P in dieser Saison kein Wörtchen mehr im Aufstiegskampf mitreden wird, sieht Lang großes Potential in der Mannschaft. „Ich habe mir bisher schon zwei Spiele angeschaut und da gibt es teilweise schon Riesenunterschiede im Vergleich zu Obergessenbach. Pankofen ist ein junges Team, das einen erfahrenen Mann braucht, der sie führt. Ich werde mir in den nächsten Wochen einen Überblick über die Stärken und Schwächen verschaffen und die Rückrunde dazu nutzen, eine Mannschaft zu finden, mit der ich meine spielerische Philosophie umsetzen kann. In der kommenden Saison sollten wir dann schon um die ersten vier Plätze mitspielen und wenn wir vielleicht noch zwei, drei Spieler nach Pankofen zurückholen können, werden wir auch den Aufstieg anstreben“, erklärt der 38-Jährige, der in der Vergangenheit schon in der Bezirksliga für die Plattlinger Kickers und die DJK Neßlbach spielte. Erst im Sommer war Lang nach zwei Jahren beim ASV Degernbach, den er 2010 als Meister in die Kreisklasse geführt hatte, nach Obergessenbach gewechselt.



"Ich hätte mir gewünscht, dass er der Mannschaft noch eine Chance gibt."


Dort zeigt man sich angesichts der Trennung jedoch nicht ganz einverstanden. „Max ist ein sehr erfolgsorientierter Trainer und hatte sich die Arbeit bei uns sicher anders vorgestellt. Daher kam der Wechsel aus meiner Sicht keinesfalls überraschend. Obwohl die Trennung nur noch eine Frage der Zeit war, hätte ich mir aber gewünscht, dass er der Mannschaft die Chance gibt, unter seiner Führung das Beste aus der Rückrunde herauszuholen und nicht von heute auf morgen ein sogenanntes sinkendes Schiff zu verlassen“, sagt Abteilungsleiter Max Gsimbsl, der aber Lang nicht die alleinige Schuld am bisherigen Abschneiden zuschieben will. „Max ist ein sehr gewissenhafter Trainer und mit Leidenschaft am Fußballplatz, was er auch bei uns gezeigt hat. Die Mannschaft stand auch aus meiner Sicht zu 100 Prozent hinter ihm, jedoch glaube ich, dass er Sie mit seiner Vorstellung Fußball zu spielen nie richtig, erreicht hat. Der FC Obergessenbach ist seit vielen Jahren nicht gespickt mit außergewöhnlichen Talenten, jedoch mit Burschen die versuchen gewisse Defizite mit kämpferischen Einsatz einigermaßen auszugleichen. Max hatte versucht spielerische Elemente an den Tag zu bringen und umzusetzen, was Ihm jedoch nicht gelang, da er auch die Voraussetzungen nicht hatte. Man sollte sich als Trainer in meinen Augen an das halten, was einem zur Verfügung steht, und dementsprechend das System der Mannschaft darauf abstimmen. Zum Erfolg und Misserfolg gehören immer zwei, die Mannschaft aber vor allem der Trainer“, so Gsimbsl, der nun schon die Planungen für die kommende Saison einläutet. „In der Winterpause ist es natürlich nicht einfach, auf die Schnelle einen guten Trainer zu finden. Daher gilt unsere Planung ausnahmslos der neuen Saison. Bis dahin werden wir versuchen, die Rückrunde mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln so erfolgreich wie möglich gestalten“.