2026-01-09T09:36:09.492Z

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Marco Villa - Borussias jüngster Erstliga-Torschütze

Am 11. Januar steigt im Krefelder Königpalast das Fußballturnier der Legenden. Mit dabei ist auch Marco Villa.

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Eigentlich hätte Marco Villa beim Turnier der Legenden, das am 11. Januar im Krefelder Königpalast ausgetragen wird, auch bei den Uerdinger Legenden mitspielen können. Denn bis zu seinem 16. Lebensjahr kickte der gebürtige Düsseldorfer, der seine ersten fußballerischen Schritte beim VfR Neuss gemacht hatte, in der Jugendabteilung des FC Bayer bzw. KFC Uerdingen, ehe er von dort aus zu Borussia Mönchengladbach wechselte, wo er dann fünf Jahre lang blieb.

Es sollte die Zeit ein, die er am längsten bei einem deutschen Verein spielte. Auch darum entschied sich der inzwischen 36-Jährige für die Weisweiler-Elf, die Traditionsmannschaft von Borussia Mönchengladbach. In dieser Zeit brachte er es außerdem auf neun Einsätze für die deutsche U21-Nationalmannschaft, in denen ihm ein Treffer gelang.

Zwei Jahre später - von Gladbach aus war er nach Österreich zum SV Ried und von dort Panathinaikos Athen gegangen - ging er noch einmal nach Nürnberg, doch nach zwei Jahren verließ er den Club wieder. Weitere Stationen waren im Ausland, wenngleich auch nicht mehr bei höchstklassigen Clubs: AC Arezzo, SPAL Ferrara, Polisportiva Val di Sangro, Sant'Antonio Abate AC, Morro d'Oro Calcio, Aquila Calcio und San Nicolo Calcio.

Seine Bundesliga-Premiere feierte Marco Villa für Borussia Mönchengladbach, am vierten Spieltag der Saison 1996/97, als er für Jörgen Pettersson eingewechselt wurde. Ein Spiel später schoss er sich in die Geschichtsbücher des Vereins. Gegen den Hamburger SV erzielte er in der 20. Minute den Führungstreffer für die Gladbacher (Endstand 3:0), und mit diesem Tor war der damals 18-Jährige der jüngste Ligatorschütze in der Geschichte von Borussia Mönchengladbach. Es sollte jedoch eines seiner wenigen Tore in der Fußball-Bundesliga bleiben. Letztlich kam Marco Villa in Mönchengladbach nie über die Rolle des Reservisten hinaus und spielte lediglich zwei seiner 24 Spiele über die vollen 90 Minuten.

Traurige Bekanntheit erlangte Marco Villa aber über den tragischen Tod des ehemaligen deutschen Nationaltorhüters Robert Enke, der sich am 10. November 2009 an einem Bahnübergang in Niedersachsen das Leben genommen hatte. Die beiden waren seit ihrer gemeinsamen Zeit bei Borussia Mönchengladbach in der Nachwuchsabteilung und bei der Bundeswehr ganz dicke Freunde. "Ich habe einen Freund verloren. Ich vermisse Robert jeden Tag. Es war, als ob mir jemand den Boden unter den Füßen weggezogen hat", sagte Villa seinerzeit in einem Interview mit unserer Redaktion.

Eintrittskarten ab 9,50 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr für das Turnier mit 5,5 Stunden live Fußball sind unter www.budenzauber-krefeld.de, unter der Hotline: 01806-99 22 12 (20 Cent/je Anruf aus dem dt. Festnetz, 60 Cent/je Anruf aus den Mobilfunknetzen) und an den bekannten Vorverkaufsstellen, darunter dem Königpalast, erhältlich.

Aufrufe: 024.12.2014, 11:39 Uhr
RP / Oliver SchaulandtAutor