"Ich fühle mich zweigeteilt", sagte er nur. Man konnte es dem Übungsleiter nur nachsehen, schließlich brachte sich seine Mannschaft in nur 20 Minuten nach Wiederanpfiff um den verdienten Lohn.
Die erste Halbzeit gehörte nämlich ganz klar den Lürripern. Aus einer sicheren Defensive heraus agierte das Machowski-Team organisiert und zielstrebig. Folgerichtig fiel in der 25. Minute das 1:0 durch Jamil Chamekh per Foulelfmeter. Zuvor wurde Dominik Dohmen von den Beinen geholt. "Bis dahin war alles gut", sagte Machowski. Direkt im Anschluss an die Führung vergab jedoch zweimal Allieu Kamara beste Torchancen. "Da hätten wir in der ersten Halbzeit den Sack zumachen müssen", ärgerte sich der Trainer. Statt einem 3:0 stand jedoch "nur" eine 1:0-Führung zu Buche. Hinzu kam eine verletzungsbedingte Auswechslung von Manfred Langen nach nur 30 Minuten. "Danach hatten wir kurz unsere Ordnung verloren", gab Machowski zu.
Dennoch, die Null stand. Das aber nicht mehr lange. "Nach der Pause waren meine Jungs im Tiefschlaf", kritisierte Machowski seine Spieler. Diese zwanzig Minuten, in denen die Lürriper kurzfristig ihre Ordnung verloren, reichte dem Gastgeber aus, um das Spiel zu drehen. "Auf einmal lagen wir mit 1:2 hinten", sagte Machowski. Es war Zeit, dass sich etwas änderte, befand der Trainer: "Wir haben dann Hop oder Top gespielt und alles riskiert." Das sah so aus, dass die Lürriper teilweise in Unterzahl verteidigten. Der Mut jedoch wurde mit dem späten Ausgleichstreffer durch Marco Schallenburger belohnt. Er behielt in einer Eins-gegen-Eins-Situation gegen den Torwart die Nerven. "Danach hatten sowohl wir als auch die Gegner noch die Chance zum Sieg", sagte Machowski. Beide blieben ungenutzt. Angesichts der Tatsache, dass ein Großteil der Offensivabteilung der Lürriper zurzeit verletzt ist, kann Machowski mit dem Punkt dann doch gut leben.