
In der Spielzeit 2012/13 verlor der KSV sein Heimspiel gegen Eintracht Trier mit 0:2, die Auswärtspartie ging 0:1 verloren. Doch anders als in der vergangenen Saison wissen nun beide Teams noch nicht so recht wo sie stehen. Die Nordhessen verloren ihre letzten Testspiele, zuletzt 1:2 beim West-Regionalligisten Rot-Weiss Essen. Bei der Eintracht hatte man vergleichsweise spät die nötige Qualität in Form neuer Spieler beieinander. In Trier wurde im Sommer ordentlich am Kader gebastelt. Mit Top-Torjäger Chhunly Pagenburg (18 Tore, nun beim FSV Frankfurt), Steven Lewerenz (Mainz II) und Maximilian Watzka (Viktoria Berlin) verließen drei Stammspieler den Verein, mit Markus Fuchs, Mario Klinger, Baldo di Gregorio und Torhüter Torhüter Stephan Loboué ging zudem weitere Qualität bei den Ergänzungsspielern verloren. Hinzugekommen sind indes gleich mehrere Hochkaräter. Chris Keilmann (Lautern II) soll für Konkurrenz auf der Torhüter-Position sorgen, aus der 3. Liga kamen mit Innenverteidiger Christoph Buchner (Chemniter FC), Lars Bender (Kickers Offenbach) und Talent Lars Guenther (ausgeliehen vom SV Wehen Wiesbaden) gleich drei Spieler. Im zentralen Mittelfeld soll der ehemalige Zweitligaspieler Matthias Cuntz (zuletzt in Österreichs 2. Liga) den Ton angeben, als Ersatz für Pagenburg verpflichtete man für den Sturm den niederländischen Fußball-Exoten Sylvano Comvalius. Dieser war zuletzt in der 2. chinesischen Liga aktiv. Zusammen mit Marco Quotschalla soll Comvalius für die nötige Torgefahr sorgen.
Während dem KSV Hessen wegen einer Roten Karte im Testspiel gegen Essen Stammspieler Matthias Rahn fehlen wird, muss auch SV-Trainer Roland Seitz seine Defensive umbauen. Den Gastgebern der Samstagspartie fehlen Torge Hollmann und Thomas Konrad gleich zwei Stützen in der Abwehr. Beide befinden sich nach langwierigen Verletzungen auf dem Weg der Besserung. Kassels Trainer Jörn Großkopf hat mit Neuverpflichtung William Wachowski eine 1,90 Meter große Alternative, Seitz steht da schon vor größeren Problemen, denn die Kaderplanung der Trierer ist noch nicht abgeschlossen.
Zur Geschichte: beide Vereine trafen trotz all ihrer Tradition bislang erst fünf mal aufeinander. In der vergangenen Saison verloren die Kasseler, wie bereits erwähnt, beide Partien. Zuvor kam es lediglich in der Spielzeit 1980/81 zum Liga-Duell zwischen Kassel und Trier. Damals endeten beide Begegnungen unentschieden. Außerdem gab es noch eine Partie im Jahre 1988. Im Halbfinale um die Deutsche Amateurmeisterschaft behielt Trier im Elfmeterschießen die Oberhand. Ein erster Sieg des KSV Hessen wäre also allmählich fällig. Für die Nordhessen könnte sprechen, dass man sich in Trier gedanklich nicht nur auf den Liga-Auftakt, sondern ebenso auf die 1. Runde des DFB-Pokals eine Woche später gegen den 1. FC Köln einstellen muss.
Das Spiel der Löwen soll nach den Vorstellungen des neuen Trainers offensiv variabler und dabei vor allem durch Kurzpassspiel geprägt sein. Coach Großkopf wird dabei neben dem gesperrten Matthias Rahn auch auf Tobias Damm und Ingmar Merle verzichten müssen. Aus dem übrigen Kader waren zuletzt einige Spieler angeschlagen, dürften jedoch für die Partie in Trier zur Verfügung stehen.