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Ligabericht

Bardorf und FCT packen Rele - DJK und FCS steigen ab

34. Runde: Bamberg nach 3:7-Schützenfest beim WFV abgestiegen +++ Amberg-Sieg reicht nicht, weil Bardorf verrücktes Derby dreht

von dme / zis · 25.05.2013, 17:55 Uhr · 0 Leser
Sieg ohne Wert für den FC Amberg: Interimscoach Bernd Scheibel und Sebastian Müller verpassen die Relegationsspiele. F: Eberhardt
Sieg ohne Wert für den FC Amberg: Interimscoach Bernd Scheibel und Sebastian Müller verpassen die Relegationsspiele. F: Eberhardt

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Die SpVgg Selbitz, der ASV Hollfeld, der FSV Erlangen-Bruck und der ASV Neumarkt haben den Bayernligaverbleib am Schlussspieltag gesichert. Der 1. FC Trogen darf trotz einer 3:5-Niederlage in Bayreuth die Abstiegsrelegation bestreiten. Zur Regionalliga relegiert der TSV Großbardorf nach einer Energieleistung im Derby beim 1. FC Sand. Den direkten Weg in die Landesliga müssen nun neben den Sandern die Jungs von der DJK Bamberg antreten, die Oberfranken trennte nur der verlorene Direkte Vergleich gegen Trogen von den Relegationsspielen.

1. FC Sand - TSV Großbardorf 3:4 (1:2)
Kein Derby für schwache Nerven. Der TSV Großbardorf steht nach einer Energieleistung in der Aufstiegsrelegation und trifft in einer K.o.-Runde samt Hin- und Rückspiel nun auf die SpVgg Bayern Hof. Fabian Benkert brachte die Operation "Relegationsplatz" für den TSV in Minute 13 erstmals ins Wanken. Zuvor scheiterte bereits Simon Heim an einem Sander auf der Linie. Nach Handspiel von Stefan Nöthling kamen die Gallier durch Marcel Hirns Elfer aber schnell zum Ausgleich (15.), und gingen wenig später nach einem erneuten Handspiel in Führung. Wieder vollstreckte Hirn vorm Elferpunkt (27.). Doch die Sander, die bei einer Niederlage den Gang in die Landesliga antreten müssen, gaben sich nicht auf. Daniel Rinbergas nutzte bei einem Fernschuss eine Unsicherheit des Gallier-Schlussmanns Klaus Freisinger (50.), wenig später gar der Sander Führungstreffer erneut durch Rinbergas, wieder war am Gegentreffer Freisinger beteiligt (59.). Die Gallier zeigten sich erneut standhaft und kamen noch einmal ins Spiel zurück: Björn Schönwiesner versenkte einen Abpraller vom Keeper (72.) und Philipp Kleinhenz (84.) setzte sich durch und stellte auf 3:4. In der Vorschlussminute kassierte der Sander Schlussmann Markus Geier nach einer Notbremse an Marcel Hirn die rote Karte. Feldspieler und Doppeltorschütze Rinbergas ging zwischen die Pfosten und musste gleich hinter sich greifen. Doch der Schiedsrichter ließ den Elfer wiederholen und im zweiten Versuch parierte Teufelskerl Rinbergas gegen Hirn! Am Spielausgang änderte das aber nichts mehr. Der TSV Großbardorf zieht nach dem knappen Derbysieg zum zweiten Mal in Serie in die Regionalliga-Aufstiegsrelegation ein. Der 1. FC Sand hingegen steigt auf direktem Wege in die Landesliga ab.
Schiedsrichter: Felix Hoffmann (Pfarrweisach) - Zuschauer: 500
Tore: 1:0 Fabian Benkert (13.), 1:1 Marcel Hirn (15. Handelfmeter), 1:2 Marcel Hirn (27. Handelfmeter), 2:2 Daniel Rinbergas (50.), 3:2 Daniel Rinbergas (59.), 3:3 Björn Schönwiesner (72.), 3:4 Philipp Kleinhenz (84.)
Rot: Markus Geier (88./1. FC Sand/Notbremse)
Besondere Vorkommnisse: Marcel Hirn (TSV Großbardorf) scheitert mit Foulelfmeter an Feldspieler Daniel Rinbergas (89.)


Würzburger FV - DJK Don Bosco Bamberg 7:3 (3:0)
Schützenfest in Würzburg - mit bitterem Ausgang für die DJK Bamberg. Das 3:7 kostete den Oberfranken den Bayernliga-Verbleib. Bereits ein Zähler hätte aufgrund der Trogener Niederlage in Bayreuth gereicht für die Relegations-Teilnahme. Nun muss man auf direktem Wege runter in die Landesliga. Mario Christ und Steffen Krautschneider per Freistoß läuteten das Schützenfest ein (11./14.). Pascal Kamolz erhöhte kurz vor und kurz nach der Pause auf 4:0 (37./48.). Danach ließ der WFV merklich nach, Bamberg packte die Chance beim Schopfe und verkürzte durch Makrigiannis und zweimal Reißner (54./65./72.) auf 4:3. Doch die Würzburger zogen wieder davon. Steffen Krautschneider - erneut per Freistoß - Pascal Bloemer nach Krautschneider-Vorarbeit und Youngster Maximilian Ullrich (80./85./87.) stellten den 7:3-Endstand her und stießen die Bamberger ins Tal der Tränen.
Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach) - Zuschauer: 414
Tore: 1:0 Mario Christ (11.), 2:0 Steffen Krautschneider (14.), 3:0 Pascal Kamolz (37.), 4:0 Pascal Kamolz (48.), 4:1 Christos Makrigiannis (54.), 4:2 Tobias Reißner (65.), 4:3 Tobias Reißner (72.), 5:3 Steffen Krautschneider (80.), 6:3 Pascal Bloemer (85.), 7:3 Maximilian Ullrich (87.)


FC Amberg - TSV Kleinrinderfeld 3:0 (1:0)
Im Grunde hatten die Amberger in dieser finalen Punktspielpartie keine Probleme mit dem über weite Strecken recht harmlosen Gast aus dem Landkreis Würzburg. Nach 21 Minuten brachte Oliver Gorgiev sein Team mit dem 1:0 auf die Siegerstraße. Im zweiten Durchgang erledigte Friedrich Leider mit zwei Treffern die Pflicht (63./79.). Aber am Ende hingen die Köpfe doch nach unten, denn der direkte Konkurrent TSV Großbardorf holte kurz vor dem Ende noch einen 4:3-Sieg beim 1. FC Sand. "Es hat nicht sollen sein. Wir werfen die Flinte aber nicht ins Korn und starten in der nächsten Saison einen neuen Angriff auf den Aufstieg in die Regionalliga Bayern", so Ambergs Interimscoach Bernd Scheibel bei seiner vorerst letzten Partie als FCA-Chefanweiser. Ex-Profi Timo Rost übernimmt zum Saisonwechsel. Amberg fehlten am Ende fünf Minuten bzw. ein Punkt, denn die Oberpfälzer mussten sich bei Punktgleichheit nur aufgrund des schlechteren Direkten Vergleiches beugen. Auch hier gab nur ein einziges Tor den Ausschlag.
Schiedsrichter: Jonas Schieder (Weiden) - Zuschauer: 500
Tore: 1:0 Oliver Gorgiev (21.), 2:0 Friedrich Lieder (63.), 3:0 Friedrich Lieder (79.)


TSV Aubstadt - ASV Neumarkt 2:4 (2:1)
Mit einem Kraftakt in der Schlussphase konnte der ASV Neumarkt noch den Sieg an sich reißen. Nach zweimaligem Rückstand glichen die Gäste jeweils aus. In Minute 85 gelang Thomas Mayer die erstmalige Führung für den ASV und in der Nachspielzeit stellte Mustafa Jasarevic den 4:2-Erfolg sicher. Groß war der Jubel bei den Gästen aus Neumarkt, die ab der 62. Minute nach einer gelb-roten Karte gegen Arbnor Dervishaj in Unterzahl spielten und in diesem Zeitraum drei Treffer erzielten. Respekt vor der Leistung des stark ersatzgeschwächten Teams aus der Oberpfalz, dass sich damit den Klassenerhalt gesichert hat. Auch wenn Neumarkt – nach den Ergebnissen der Konkurrenz – auch bei einer Niederlage dringeblieben wäre: "Aber darauf konnten wir uns nicht verlassen. Daher wollten wir unbedingt gewinnen. Und sind nun dementsprechend überglücklich", so ASV-Trainer Erich Hock, der damit seinen Nimbus behalten hat, noch nie in seiner langen Trainer-Laufbahn abgestiegen zu sein.
Schiedsrichter: Sven Engl (Ittling) - Zuschauer: 150
Tore: 1:0 David Noack (8.), 1:1 Michele Rinchiuso (13.), 2:1 David Noack (36.), 2:2 Mustafa Jasarevic (79.), 2:3 Thomas Mayer (85.), 2:4 Mustafa Jasarevic (93.)
Gelb-Rot: Arbnor Dervishaj (62./ASV Neumarkt/wiederholtes Foulspiel)


SpVgg Bayreuth - 1. FC Trogen 5:3 (1:1)
Zu Beginn der zweiten Halbzeit, als René Schildt das 2:1 für Trogen erzielte, sah es noch gut aus für die Trogener. Denn zu diesem Zeitpunkt lag Neumarkt hinten und bei diesem Spielstand hätte sich der 1. FC Trogen den direkt Klassenerhalt gesichert. Aber es kam anders. Denn Neumarkt gewann und Trogen verlor. Zwar konnte Giorgio Arancino noch den Treffer zum 2:3 markieren (57.), aber die Altstadt ließ sich nicht hängen. In den letzten zwölf Minuten drückten die Gastgeber und erzielten drei Tore. Den 5:3-Endstand besorgte der Ex-Trogener Martin Weiß zwei Minuten vor dem Ende. Bei einem Sieg hätte sich Trogen aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz direkt retten können, so muss der FCT in die Relegationsmühle. Das ist trotzdem ein Riesenerfolg, beachtet man, dass Trogen im Winter ziemlich aussichtslos zurücklag. Nun kann der 1. FC Trogen die Klasse noch über den Umweg Relegation halten. Zwei schwierige K.o.-Runden samt Hin- und Rückspielen stehen nun an. In der ersten Runde trifft man dabei auf den SV Friesen. In Runde zwei würde der Sieger der Paarung VfR Garching und SpVgg GW Deggendorf warten. Für die Altstadt war es ein historisches Match, spielten sie doch letztmalig unter dem Namen SpVgg Bayreuth. In der nächsten Saison firmieren die Bayreuther unter dem Namen SpVgg Oberfranken Bayreuth.
Schiedsrichter: Vladimir Melnicuk (Skalna / Tschechien) - Zuschauer: 225
Tore: 1:0 Thimothy Nicolaus (41.), 1:1 Giorgio Arancino (42.), 1:2 René Schildt (47.), 2:2 Thimothy Nicolaus (54.), 2:3 Giorgio Arancino (57.), 3:3 Thimothy Nicolaus (78.), 4:3 Francis Kioyo (83.), 5:3 Martin Weiß (88.)


SpVgg Selbitz - 1. FC Schweinfurt 3:0 (1:0)
Dem Meister zum Abschluss noch eins ausgewischt und sich selbst damit zum Klassenerhalt geschossen. So lief es im Endspiel für die SpVgg Selbitz, gegen eine mit zahlreichen A-Jugendlichen bestückten Gäste-Elf. Mit einem nie gefährdetem 3:0 Heimsieg gegen eine Schweinfurter B-Elf hat die SpVgg Selbitz den Klassenerhalt in Bayerns "Unterhaus" geschafft. Die sehr junge Schweinfurter Mannschaft wusste durchaus mit technisch gutem Fußball zu überzeugen und hatte absolutes Bayernliganiveau. Christopher Kuhnlein brachte Selbitz dennoch mit einem Kopfball nach schöner Hermann-Flanke in Führung. Markus Bächer erhöhte mit seinem 14. Saisontreffer auf 2:0. Den Schlusspunkt setzte Kristian Schmidt zwei Minuten vor dem Ende in seinem vorerst letzten Spiel für die SVS. Der 38-jährige Filigrantechniker wird in der neuen Saison dem Verein aber erhalten bleiben, in welcher Form ist allerdings noch offen.
Schiedsrichter: Tobias Fenkl (Hafenpreppach) - Zuschauer: 425
Tore: 1:0 Christopher Kuhnlein (30.), 2:0 Markus Bächer (61.), 3:0 Kristian Schmidt (88.)


ASV Hollfeld - SpVgg Jahn Forchheim 1:1 (0:0)
Groß war der Jubel in Hollfeld nach dem 1:1 gegen den Vizemeister der Bayernliga Nord aus Forchheim. Denn der eine Punkt reichte zum Klassenerhalt, es hätte selbst eine Niederlage aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz gereicht. Der Blick richtete sich in Hollfeld selbstverständlich auf den FuPa-Liveticker, so waren die Gastgeber immer bestens informiert und wussten, dass ihnen die Konkurrenten den Klassenerhalt beschert hatten. Nach torloser ersten Hälfte gerieten die Platzherren im zweiten Abschnitt in Rückstand und so wurde es gefühlt nochmals eng. Der ASV stand sogar für knapp eine Minute auf dem Relegationsrang. Zum Schluss sorgte das Ausgleichstor von Johannes Veth für Erleichterung beim ASV-Anhang. Denn dies sollte nun endgültig genügen, um mit dem 14. Rang knapp vor dem Relegationsplatz über die Ziellinie zu retten und ein weiteres Jahr Bayernliga zu sichern.
Schiedsrichter: Steffen Mix (Abtswind) - Zuschauer: 190
Tore: 0:1 Tobias Ulbricht (55.), 1:1 Johannes Veth (72.)


FSV Erlangen-Bruck - SV Memmelsdorf 2:1 (2:0)
"Puh, ich bin so froh", schnaufte Normann Wagner tief durch. Denn der Trainer des FSV Erlangen-Bruck musste mit seinem Team um den Klassenerhalt zittern und benötigte im "Finale" einen Sieg. Der gelang, aber der Dreier hing am seidenen Faden. Zwar hatte Alexander Piller zwei Treffer vorgelegt, einen in der neunten Minuten und den zweiten nach einer guten halben Stunde (32.). Aber die scheinbar beruhigende Führung geriet ins Wanken, als Andreas Hartmann in der Anfangsphase des zweiten Durchganges auf 1.2 verkürzen konnte (54.). Doch bei diesem Ergebnis blieb es und so reichte dieser knappe Erfolg den Mittelfranken zum Klassenerhalt. Somit bleibt die Mannschaft mit den meisten Gegentoren (86) weiter in der Bayernliga Nord. Am Ende hätte auch eine Niederlage zum Ligaverbleib ausgereicht.
Schiedsrichter: Johannes Hartmeier (Dettelbach) - Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Alexander Piller (9.), 2:0 Alexander Piller (32.), 2:1 Andreas Hartmann (54.)


SV Alemannia Haibach - DJK Ammerthal 2:3 (1:1)
Abschiedspartie für beide Trainer. Joachim Hufgard bei den Hausherren und Robert Ziegler bei den Gästen saßen zum letzten Mal auf der Bank und betreuten ihre Mannschaften. Beide Trainer schafften im Vorjahr die Qualifikation für die Bayernliga und zum Ende dieser Spielzeit den Klassenerhalt. So können beide erhobenen Hauptes gehen und ihren Abschied nehmen. Gespielt wurde auch noch und die DJK Ammerthal holte sich dank eines 3:2 die drei Punkte. Zweimal führten aber die Unterfranken, ehe die Oberpfälzer den Spieß erst in den letzten Minuten umdrehten und so am hohen Kreuz der Heimelf die Punkte entriss. Ammerthal beendet die Saison auf Rang sieben, die Alemannia wurde Zehnter.
Schiedsrichter: Björn Söllner (Aidhausen) - Zuschauer: 300
Tore: 1:0 Niklas Kallina (12.), 1:1 Alexander Jobst (14.), 2:1 Marco Trapp (53.), 2:2 Jan Fischer (86.), 2:3 Michael Pfann (89.)


Vorschau - die Entscheidungen:

1. FC Sand - TSV Großbardorf (Hin: 2:3)
Fast aussichtslos stellt sich die Situation für den 1. FC Sand dar. Die Gastgeber müssen im heimischen See-Stadion unbedingt siegreich bleiben, um noch eine kleine Chance auf den Klassenerhalt oder zumindest auf den Relegationsplatz zu haben. Problem nur: Gegner Großbardorf muss unbedingt gewinnen, um noch den Aufstiegsrelegationsplatz zu erreichen. Ein Sieg reicht den Galliern in jedem Fall, um sich die Aufstiegschance zu erhalten. Die Sander müssen hingegen auch im Siegfall auf jede Menge Schützenhilfe der Konkurrenz hoffen, um zumindest noch die K.o.-Duelle um den Bayernliga-Verbleib erreichen zu können. Jede Menge Zündstoff also für dieses Derby. Entweder ist Großbardorf in der Relegation dabei und Sand steigt ab oder die Sander vermasseln den Galliern die Party und klammern sich - vorausgesetzt die Konkurrenz schwächelt - an den letzten Hoffnungsstrohhalm im Abstiegskampf. Ein Remis würde für beide den K.o. bedeuten.


FC Amberg - TSV Kleinrinderfeld (Hin: 1:0)
Die Pflicht erfüllen muss der FC Amberg, wenn die Oberpfälzer noch die Chance auf die Aufstiegs-Relegation wahren wollen. "Wir wollen Gas geben und hoffen auf ein frühes Tor. Damit können wir dann Druck auf Großbardorf ausüben", sagt Ambergs Noch-Trainer Bernd Scheibel, der nur auf den verletzten Benjamin Burger verzichten muss und zum Saisonwechsel von Ex-Profi Timo Rost abgelöst wird. Der FC Amberg muss und wird aller Voraussicht nach gegen`s Schlusslich alle drei Punkte am Schanzl behalten und muss zusätzlich auf einen Ausrutscher des TSV Großbardorf im Derby beim 1. FC Sand hoffen. Nur in diesem Fall wäre Amberg Relegations-Teilnehmer. "Wir werden den Gegner aber nicht unterschätzen", so Scheibel, denn im Hinspiel tat sich Amberg vor gut drei Wochen beim 1:0-Erfolg reichlich schwer. Die Unterfranken sind Letzter, Direktabsteiger in die Landesliga und haben zuletzt mit 1:6 daheim gegen Bayreuth verloren. Ein deutliches Indiz dafür, dass die Luft beim TSV raus ist und dass der FCA vor einem Pflichtsieg steht. Die große Frage ist, ob das reicht im Aufstiegskampf...


Würzburger FV - DJK Don Bosco Bamberg (Hin: 2:0)
Schwierig wird es für die DJK Don Bosco Bamberg, den Abstieg noch abzuwenden - unmöglich aber nicht. Nur ein Sieg lässt die Hoffnungen der Wildensorger weiterleben, ein Remis dürfte wohl schon zu wenig sein. Bei einer Niederlage ist die DJK Bamberg definitiv weg. Hauptproblem der Oberfranken ist der nominell deutlich favorisierte WFV, der sein letztes Heimmatch unter Coach Michael Hochrein unter keinen Umständen abschenken wird. Die Zellerauer haben seit Wochen keinen Druck mehr, lassen sich aber nicht hängen, was der jüngste 4:0-Erfolg beim SV Memmelsdorf beweisen hat. "Nachdem uns gegen Selbitz wieder kein Heimsieg gelungen ist, bleibt uns am Samstag die letzte Chance mit einem Sieg beim WFV unser möglichstes zu tun, den Klassenerhalt doch noch zu schaffen", erklärt DJK-Interimscoach Georg Hoydem. Aus eigener Kraft können die Bamberger den Klassenerhalt nun nicht mehr realisieren. Auch ein Sieg könnte im schlimmsten Fall noch nicht einmal für den Relegationsplatz reichen. Der Direktvergleich spricht für den 1. FC Trogen. Sollten sämtliche Konkurrenten ebenfalls gewinnen würde man - so oder so - auf einem Direktabstiegsplatz verbleiben. Für die Mission Klassenerhalt schickt Hoydem folgendes Aufgebot ins Rennen: Ullein - Dull - Stobler - Kropf - Scharf - Krause - Eckert - Ultsch - Wunder N. - Endres - Reißner - Makrigiannis - Bachhuber - Leicht - Schmoll - Wunder J. - fraglich: Jessen - Hoffmann.


ASV Hollfeld - SpVgg Jahn Forchheim (Hin: 0:5)
Knifflige Situation für den ASV Hollfeld, der sogar noch direkt absteigen kann. Das müsste zwar mit dem Teufel zugehen, unmöglich ist es aber nicht. Mit einem Heimerfolg wären die Oberfranken gesichert. Ein Unentschieden gegen den Vizemeister aus Forchheim würde auch reichen, wenn mindestens einer der Verfolger aus Neumarkt, Erlangen-Bruck oder Trogen nicht gewinnt. Bei einer Niederlage sind die Hollfelder auf die anderen Ergebnisse angewiesen. Dann scheint gar nichts mehr unmöglich. Ein Remis würde in jedem Fall den ASV-Direktabstieg verhindern, und den Ligaverbleib darüber hinaus sehr wahrscheinlich machen. Rechnerisch ausgeschlossen ist das Abrutschen auf den Relegationsplatz bei einer Punkteteilung aber nicht. Gewinnt sowohl Bamberg als auch Trogen, als auch Neumarkt und Erlangen bedeutet ein Hollfelder Remis Platz 15 und damit den Einzug in die Relegation. Die Dreier-Sondertabelle würde dann der 1. FC Trogen anführen, vor Hollfeld und Bamberg. Verliert bei dieser Konstellation zudem die SpVgg Selbitz ihre Partie gegen Schweinfurt, wäre im Vierervergleich Selbitz der Direktabsteiger, Trogen und Hollfeld wären direkt gerettet und Bamberg müsste relegieren.


SpVgg Selbitz - 1. FC Schweinfurt 05 (Hin: 0:4)
Mit einem Punkt gegen den Meister wäre die SpVgg Selbitz gerettet. Dann wäre ein kleines Fußballwunder Wirklichkeit geworden, denn Selbitz sah schon vor Monaten wie ein sicherer Absteiger aus. Die Mannschaft von Trainer Michael Voigt hat sich aber noch einmal befreien können und will den tollen Lauf nun auch gegen die Schnüdel zu Ende bringen. Vielleicht sind die Unterfranken noch etwas geschwächt von den Feierlichkeiten, jedenfalls wird in Selbitz vermutlich nicht die komplette FC05-Stammspieler-Truppe an den Start gehen. In diesem Fall wäre ein Remis nicht unwahrscheinlich. Klar ist: jeder Punktgewinn verhilft Selbitz zum Ligaverbleib. Auch bei einer Niederlage wären die Oberfranken bei zwei Punktverlusten der Konkurrenten aus Erlangen, Neumarkt, Trogen und Bamberg. Im schlimmsten Fall - und weil Selbitz in sämtlichen Direktduellen mit den Kellerkinder eine äußerst schwache Ausbeute erreicht hat - könnte die SpVgg wie oben skizziert sogar noch auf einen Direktabstiegsplatz abrutschen. "Wir haben uns in den letzten Wochen und Monaten kontinuierlich nach vorne gearbeitet. Gegen Schweinfurt wollen wir nun den letzten fehlenden Punkt noch holen. Wir wollen den Klassenerhalt aus eigener Kraft perfekt machen. Wir beschäftigen uns nicht mit den Ergebnissen auf den anderen Plätzen, dass haben wir in den letzten Wochen nicht gemacht und das werden wir auch am Samstag nicht tun", erklärt der Sportliche Leiter Thomas Popp. Bei Selbitz fehlt einzig Ricardo Persigehl (Kieferbruch). "Frantisek Kura und Andreas Geupel dürften nach ihren muskulären Problemen wieder zur Verfügung stehen."


FSV Erlangen-Bruck - SV Memmelsdorf (Hin: 0:3)
Der überraschende 2:1-Erfolg beim TSV Großbardorf hat die Tür zur Bayernliga für den FSV Erlangen-Bruck wieder aufgestoßen. Der höchst überraschende Erfolg in Großbardorf beendete eine Serie von sieben Niederlagen, nun hoffen die Mittelfranken wieder. Sie benötigen einen Heimdreier gegen den SV Memmelsdorf, der schon gesichert ist, um den Ligaverbleib in jedem Fall zu sichern. Ein Remis könnte bereits zu wenig sein, daher spielt der FSV voll auf Sieg. Der Memmelsdorfer Trainer Bernd Eigner hatte seine letzte Station als Spieler bis Sommer 2011 beim FSV. Abschenken will Memmelsdorf die Partie aber nicht und mit einem Dreier für den Abschluss einer überaus erfolgreiche Spielzeit sorgen. "Wir möchten natürlich die Saison mit einem Erfolgserlebnis beenden und werden auf einen hochmotivierten Gegner treffen", so Eigner, der einzig auf Dominik Leim (Fußprobleme) verzichten muss. "Bernd Schütz nach abgelaufener Sperre, Manuel Müller nach Erkältung und Andreas Hartmann nach Sprunggelenksverletzung stoßen wieder zum Kader."


TSV Aubstadt - ASV Neumarkt (Hin: 3:3)
Auf keine Eventualitäten will sich der ASV Neumarkt einlassen. Der benötigt aus Aubstadt drei Punkte und bräuchte in diesem Fall keine Schützenhilfe der Konkurrenz. "Wir wissen, dass es schwer wird - auch geschuldet unserer schwierigen Personallage. Da müssen wir jetzt durch", sagt ASV-Coach Erich Hock, der in seiner langen Karriere noch nie abgestiegen ist. Hock wird auch für dieses Endspiel sicher wieder eine Überraschung parat haben und hoffen, dass die Gegenwehr der Grabfelder angesichts des sicheren einstelligen Tabellenplatzes nicht mehr allzu groß sein wird. Sollte sowohl der 1. FC Trogen als auch die DJK Bamberg maximal Remis spielen und sollte der FSV Erlangen-Bruck mindestens Remis spielen, wäre im Direktvergleich trotz einer Neumarkter Niederlage sogar der Klassenerhalt möglich.


SpVgg Bayreuth - 1. FC Trogen (Hin: 2:0)
Auf dem Relegationsplatz steht der 1. FC Trogen, der im Hans-Walter-Wild-Stadion gewinnen muss. Der Vorteil von Trogen: sollte ein Erfolg gelingen, weisen die Gäste gegenüber den anderen Konkurrenten in fast allen Fällen den besseren Direkt-Vergleich auf. Ein wchtiges Pfund, das im Falle einer Punktgleichheit den Ausschlag für die Trogener bedeuten würde. Das Problem von Trogen: bei der Altstadt wird`s der FCT schwer haben zu bestehen, und Trogen ist auf dem Weg zu einem der gesicherten Plätze auch im Siegfall von den Ergebnissen der Konkurrenz abhängig. Dass sich Bayreuth durchaus noch reinhängen kan, hat man am Samstag beim 6:1-Sieg in Kleinrinderfeld gezeigt. Dennoch: Trogen kann den Klassenerhalt - dieses Szenario schien vor wenigen Wochen noch unmöglich - aus eigener Kraft schaffen - wenn nötig allerdings über den Umweg Relegation. "Trotz der letzten Erfolge ist Trogen sicherlich nicht der Favorit gegen die Wagnerstädter, die zuletzt auch eine ordentliche Siegesserie hingelegt haben. Aber das Trogener Selbstvertrauen ist natürlich ein anderes als noch vor gut fünf Wochen, als man quasi schon abgestiegen war. Man will sich in dem historischen Spiel - schließlich laufen die Gastgeber zum letzten Mal in einem Verbandsspiel als SpVgg Bayreuth auf - so teuer wie möglich verkaufen und mindestens den Relegationsrang halten", gibt der Sportliche Leiter Norbery Drobny als Ziel aus. Bis auf Michael Guthke und Marco Stanislaw stehen Coach Roland Guthke alle Mann zur Verfügung.


SV Alemannia Haibach - DJK Ammerthal (Hin: 2:2)
Ein Ausflug in den schönen Ort Haibach vor den Toren von Aschaffenburg liegt vor der DJK Ammerthal. Beide Lager haben den Kampf um den Klassenerhalt erfolgreich bestritten. Für beide Trainer geht eine Ära zu Ende. Aus beruflichen Gründen muss der Erste Hauptkommissar Joachim Hufgard sein Engagement beim ASV Alemannia nach sieben schönen wie erfolgreichen Jahren beenden. Auch bei der DJK scheidet Robert Ziegler aus dem Amt, der den Verein aus der Bezirksoberliga mit zwei Aufstiegen in die Bayernliga geführt hat. Grund zum Feiern und Abschied zu nehmen für beide Seiten. "Der Abschied wird für mich sicher sehr emotional. Nach 26 Trainerjahren, davon die letzten sieben in Haibach werde ich mich als Trainer verabschieden, weil es mein neues Amt als Kommissariatsleiter bei der Kripo Aschaffenburg nicht mehr zulässt", erklärt SVA-Coach Joachim "Jogi" Hufgard mit einem weinenden Auge. Im beruflichen Leben dreht sich für Hufgard alles um "Straftaten gegen höchstpersönliche Rechtsgüter, wie Mord, Totschlag und erhebliche Sittendelikte", beim Abschied am Samstag in Haibach plagen Hufgard allerdings Probleme "eine wettbewerbsfähige Mannschaft zu benennen". Hock, Stadtmüller, Neumann, Cimen, Schüssler und Fersch fallen aus. "Ob Aulenbach, Akman, Müller und Patsiouras dabei sein können, muss man abwarten. Christoph Schneider weilt zudem beim Champions League-Finale in London."