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Sonntag 16.10.16 18:47 Uhr|Autor: Nico Schlüter
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F: Martinschledde
"Lippstadt - Schlaffis" nur noch peinlich!
SV- Motor stottert weiter – Eines Aufstiegskandidaten unwürdig. rnEin Kommentar von Nico Schlüter

Wer gegen den Tabellenletzten überfordert erscheint, der sollte sich langsam ernsthafte Gedanken machen. Der SV Lippstadt kam gegen den ASC Dortmund nicht über ein müdes 1:1 hinaus und setzt damit einen neuen Tiefpunkt – in den letzten sechs Pflichtspielen gelang dem Aufstiegsfavoriten lediglich ein glücklicher Sieg (1:2 gegen Erkenschwick), dazu das Peinlich-Pokalaus im Westfalenpokal gegen den SV Lennestadt. Lippstadt konnte gegen den Tabellenletzten zweifellos mit einem Punkt hochzufrieden sein, nachdem die zweite Hälfte des Spiels kein einziger Torschuss durch die Gastgeber zu vermelden war - und das gegen die schlechteste Defensive der Liga (21 Gegentore). Die Leistung, vor allem in der zweiten Hälfte, glich einem Offenbarungseid. Nach dem Verlust der Tabellenführung am vergangenen Wochenende enttäuscht der Aufstiegsfavorit weiter. Erklärungen gab es nach Abpfiff wenige – dafür aber den blanken Frust der eigenen Anhänger. „Gurkentruppe“ oder „Das ist doch lächerlich!“, schallte es von der Tribüne.

Seit dem beeindruckend souveränen 2:0 Sieg gegen den TSV Marl Hüls und der damit verbundenen Eroberung der Tabellenspitze ist bei den Schwarz-Roten mächtig der Wurm drin. Dabei sah alles so vielversprechend aus. Vier Siege aus den ersten fünf Spielen und ein beeindruckendes Torverhältnis von 11:2 Toren. Die Fans fingen bereits an von dem "R-Wort" zu träumen, doch die Schwarz-Roten sind nach den enttäuschenden Spielen der vergangenen Wochen zurück in der Realität. Der Vorsprung auf den sechsten Rang, den zurzeit der TuS Erndtebrück bekleidet, beträgt nur noch einen mickrigen Punkt.

Auffällig: In den letzten vier Pflichtspielen geriet der SV Lippstadt jeweils in Rückstand.

Dabei sind die gemachten Fehler gegen den ASC keine Neuen. In den vergangenen Wochen zeigte sich immer wieder das selbe Bild im Spiel des SV. Reaktion: Fehlanzeige

Die Probleme gegen tiefstehende Gegner, die kompakt verteidigen und die Räume eng machen sind mehr als offensichtlich. Bei den Schwarz-Roten rumpelte es dabei zuletzt deutlich in der Defensive. Auch gegen Dortmund machte die SV-Abwehr ein ums andere Mal einen sehr unsicheren Eindruck.  Beim Gegentor in der 15 Minute war der SV mal wieder viel zu weit aufgerückt und fing sich dann einen Konter - defintiv kein neues Phänomen. Hinten klaffen teils riesige Lücken, zudem fehlt es auch an Einsatz und Zweikampfpräsenz. Der SV hätte sich über weitere Gegentore nicht beschweren dürfen. Hier müssen die Schwarz-Roten unbedingt eine Schippe drauflegen, um nicht aus der Spitzengruppe zu fallen.

Neben der Defensive bereitet aber vor allem die in den ersten Spielen so stark und spielfreudig aufspielende Offensive Sorgen.

Im Spiel gegen Dortmund waren die Aktionen der Fröhlich-Elf, wie bereits in den vergangenen Wochen, viel zu hektisch, der letzte Pass fand oftmals keinen Abnehmer. Das Verstricken in viele Zweikämpfe, dazu schnelle ünnötige Ballverluste sowie teils haarsträubende Fehlpässe verhinderten nicht zum ersten Mal in dieser Spielzeit einen systematischen Spielaufbau. Es gab kaum spielerische Akzente, viel Stückwerk, einzelne Offensivprotagonisten blieben nahezu unsichtbar. Auch hier fehlte den Schwarz Roten individuell der Wille und Einsatz. Während die Dortmunder über den gesamten Platz zu hören waren, sich gegenseitig immer wieder motivierten und mit hoher Leidenschaft und Kampf zu Werke gingen wirkte die Fröhlich-Elf über weite Strecken überfordert, ideenlos, unmotiviert und ging von der ersten Minute an ohne Leidenschaft und Siegeswillen auf den Platz. Mehr als Klein-Klein, Brechstange und hängende Köpfe hatten die "Bruchbaum-Kicker" in der zweiten Spielhälfte gegen den Tabellenletzten nicht zu bieten. Eine derartige Leistung bei einem Stand von 1:1 ist eines Aufstiegsfavoriten absolut unwürdig.

Mittlerweile sollte sich Cheftrainer Fröhlich ernsthaft hinterfragen. Denn obwohl sich seit Wochen nun immer das selbe Bild bietet und immer wieder die selben Fehler im Spielaufbau produziert werden, nimmt der Trainer nahezu keine Umstellungen vor und hält sturr an seiner Spielweise fest. Das eigentliche Potential der Mannschaft entfaltet sich nicht, gegen tiefstehende Gegner, vor allem aus der unteren Tabellenregion, rannte man mit einer viel zu offensiven, "möchtegerndominanten" und dabei auch vorhersehbaren Spielweise ein ums andere Mal ins offene Messer und damit in schnelle Vorstöße und Konter des Gegners, die nicht zum ersten Mal eiskalt bestraft wurden.

Bis Sonntag gegen Rhynern herrscht dringender Handlungsbedarf, ansonsten scheint die Stimmung am Bruchbaum schon früh in der Saison im Keller zu sein.

Doch es gibt ein Licht am Ende des Tunnels: Die Stadionverbote für viele Anhänger der Fanszene sind von der Vereinsführung aufgehoben worden (nach Ausschreitungen gegen Siegen in der letzten Saison), damit wird die Mannschaft am Sonntag auch zum ersten Mal in dieser Saison am heimischen "Bruchbaum" mit Gesängen von der Tribüne unterstützt. Bleibt für die Fans zu hoffen, dass die „Lippstadt-Schlaffis“ dadurch wieder wachgerüttelt werden und dass das „Fröhlich-Orchester“ nicht schon jetzt in der frühen Phase der Saison seine Spitzenposition "vergeigt".



 
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