
SV Bernried (1. Platz, 34 Punkte, 30:12 Tore)
Das Maß aller Dinge in der bisherigen Spielzeit ist ganz klar der SV Bernried. Elf Siege und ein Unentschieden aus den ersten zwölf Partien bedeuten die Einstellung des Startrekords des FC Ergolding aus der Saison 2005/2006. Das Topspiel gegen die SpVgg Osterhofen am vergangenen Wochenende fiel zwar den schlechten Witterungsverhältnissen zum Opfer, bis dahin ließ der SV B jedoch zumeist die Gegner wie begossene Pudel dastehen. Woche für Woche fuhr die Truppe von Trainer Marco Dellnitz einen Sieg nach dem anderen ein, wobei kein Erfolg mit mehr als zwei Toren Unterschied heraussprang. Mit viel Geduld und taktischem Geschick warteten die Bernrieder immer auf die richtige Gelegenheit und nutzten diese dann eiskalt aus. Allen voran Torjäger Gürkan Ögütlü, der vor der Saison von der A-Jugend der SpVgg GW Deggendorf kam und nun mit elf Treffern auf Rang zwei der ligaweiten Torschützenliste steht. Um aber auch in der Rückrunde erfolgreich zu sein, müssen auch einmal andere in die Bresche springen. Alles in allem führt aber der Weg zur Meisterschaft nur über den aktuellen souveränen Tabellenführer.
Restprogramm bis zum Winter: Gottfrieding (Heim), Frauenbiburg (Auswärts), Gergweis (H), Wallersdorf (A), Osterhofen (H)
SV Ihrlerstein (6. Platz, 21 Punkte, 18:19 Tore)
Nach holprigem Saisonstart läuft es mittlerweile so richtig beim SV Ihrlerstein. 16 Punkte aus den letzten sieben Spielen konnte die Elf von Spielertrainer Benedikt Sedlmaier einfahren und hat sich somit schon auf Rang sechs vorgearbeitet. Saisonziel bleibt aber nach wie vor der Klassenerhalt, durch diese Serie ist aber die Grundlage für das Erreichen dieses Ziels schon mehr als gelegt. Das Erfolgsrezept der „Brandler“ ist wohl die mannschaftliche Geschlossenheit. Aus einer sicheren Abwehr (erst 19 Gegentreffer) heraus sucht man dann geduldig seine Chancen, zumal man in der Offensive mit dem Urgestein Sedlmaier, Regisseur Benjamin Lang und dem langjährigen Spielertrainer Ralf Huber hochkarätig besetzt ist. Letzterer kämpft zwar schon die gesamte Saison mit einer hartnäckigen Oberschenkelverletzung, stellte aber mit einem Doppelpack beim jüngsten 2:0-Erfolg in Gergweis seine enorme Bedeutung für die Mannschaft unter Beweis. Wenn er seine Verletzungsprobleme noch mehr in den Griff bekommt, dürfte einer weiteren Saison auf Bezirksebene nichts mehr im Wege stehen. Dies ist aber auch nötig, da man mit nur 18 Einschüssen den drittschwächsten Angriff der Liga stellt.
Restprogramm bis zum Winter: Hainsbach (A), Wallersdorf (H), Langquaid (A), Landshut-Auloh (H)
TSV Langquaid (7. Platz, 20 Punkte, 27:19 Tore)
Einen Punkt hinter dem Derbyrivalen liegt der TSV Langquaid, der zwar mit dem Beginn der Saison alles andere als zufrieden war, sich mittlerweile aber gefangen hat und im gesicherten Mittelfeld steht. In den ersten acht Saisonspielen mussten die Laabertaler 16 Gegentore hinnehmen, besonders das 2:5-Debakel gegen Gergweis auf eigener Anlage schmerzte sehr. Diese Partie sollte aber der Wendepunkt in dieser Spielzeit sein. Denn seitdem bildet das Spielertrainerduo Martin Lommer und Bastian Haselbeck gleichzeitig auch das Innenverteidigerduo in der Viererkette. In den folgenden fünf Spielen gelangen drei 3:0-Siege sowie zwei Unentschieden gegen Bernried und in Furth. Eine besondere Stärke des TSV ist die Ausgeglichenheit, fast jeder Akteur kann ein Tor erzielen. Bester Schütze ist bisher Dennis Wagner mit sechs Treffern vor Patrick Eichstetter mit vier Toren. Wenn Neuzugang Mladen Bjelobrk (bisher 3 Tore) nach der Winterpause seine Schulterverletzung auskuriert hat, wird sich der TSV Langquaid sicherlich noch weiter nach vorne arbeiten wollen.
Restprogramm bis zum Winter: Niederaichbach (A), Hainsbach (H), Ihrlerstein (H), Velden (A)
FC Wallersdorf (10. Platz, 13 Punkte, 21:29 Tore)
Ganz anders hatte man sich diese Saison beim FC Wallersdorf vorgestellt. Von vielen Experten als einer der Favoriten auf die vorderen Plätze genannt, rechnete man sich selbst auch einiges aus, zumal man mit Wolfgang Biermeier einen erfahrenen Mann als Trainer gewinnen konnte. Dieser musste allerdings schon nach neun weitestgehend erfolglosen Spielen seinen Hut nehmen, denn bis dahin hatte der ehemalige Oberligist erst zehn Punkte einfahren können. Der erste Sieg gelang erst am fünften Spieltag beim 3:2 gegen Auerbach, danach folgten Siege gegen Furth und in Hainsbach sowie ein Remis gegen Niederaichbach. Als die Krise schon überwunden schien, erlebte man mit dem 0:3 in Langquaid einen gewaltigen Rückschlag, woraufhin Biermeier gehen musste. Nachfolger wurde Jochen Freidhofer, der kurz zuvor in Hainsbach entlassen worden war. Auf ihn wartet nun die schwierige Aufgabe, das angeschlagene Team wieder mit Selbstvertrauen auszustatten und in die richtige Bahn zurückzuführen. Noch beträgt der Vorsprung auf den hinteren Relegationsrang drei Punkte, das Restprogramm vor der Winterpause hat es aber noch in sich.
Restprogramm bis zum Winter: Gergweis (H), Ihrlerstein (A), Landshut-Auloh (A), Bernried (H)
SV Auerbach (12. Platz, 8 Punkte, 19:28 Tore)
Wie jedes Jahr gehört der SV Auerbach auch in dieser Saison zu den ernsthaftesten Abstiegskandidaten. Dabei hatte die Spielzeit für die Truppe von Matthias Steudtner und Hans Kroiss gar nicht so schlecht angefangen. Nach zwei knappen Niederlagen zum Auftakt in Osterhofen und gegen Gottfrieding besiegte man den SV Frauenbiburg auswärts mit 2:1 und zuhause den FC Gergweis mit 5:3. Doch dann folgte ein unerklärlicher Einbruch mit Niederlagen in Wallersdorf, gegen Landshut-Auloh und in Bernried. Vor allem das 2:3 beim Tabellenführer war mehr als bitter, zumal man eine 2:0-Führung noch aus der Hand gab. Ausschlaggebend für die Talfahrt des SV A war jedoch, dass man viele Punkte unnötig verschenkte und vor allem die enttäuschende Bilanz gegen die direkten Konkurrenten: aus den Heimspielen gegen Auloh, Gottfrieding und Furth sprang insgesamt nur ein mageres Pünktchen heraus. Mittlerweile ist der SV A seit neun Spielen ohne Sieg und ist am vergangenen Wochenende erstmals in dieser Saison auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht. War die Offensive zu Saisonbeginn noch die große Stärke, so schwächelt die Angriffsabteilung in den letzten Wochen gewaltig. In den letzten sechs Partien trafen Stefan Seeböck & Co. nur dreimal. Viel wird davon abhängen, ob das Auerbacher Urgestein seine Torflaute (kein Treffer seit dem vierten Spieltag) schnellst möglich beenden kann. Ansonsten dürfte es für den ehemaligen Bezirksoberligisten am Ende der Saison ganz, ganz eng werden.
Restprogramm bis zum Winter: Osterhofen (H), Gottfrieding (A), Frauenbiburg (H), Gergweis (A)