
SSV Jahn Regensburg II - ASV Cham 5:0 (1:0)
Dieser Name bürgt für Qualität. Ramon Machado de Macedo hat gegen den ASV Cham einen Viererpack geschnürt. Der Winterneuzugang aus Brasilien besticht durch Technik und Schnelligkeit und konnte von den Gästen in keinster Weise gestoppt werden. "Ramon hat Potenzial, kommt überall gut voran, auch mit der Sprache", sagt Jahn-Trainer Ilija Dzepina. In der ersten Halbzeit konnte der ASV die zahlreichen Angriffsversuche der Platzherren noch zunichte machen: "Cham hat unseren Spielaufbau im Mittelfeld oft zerstört. Unsere Devise für die zweite Halbzeit lautete daher, das Tempo zu erhöhen. So sind wir dann zum Erfolg gekommen", so Dzepina. Der Sieg war in jedem Fall verdient. Der SSV Jahn Regensburg II hat damit seinen dritten Tabellenplatz gefestigt und ist mit jetzt 51 Heimtoren nach wie vor beste Heimmannschaft der Landesliga Mitte (42 Punkte). "Bis zur Pause haben wir ganz gut mitgehalten. Aber nach dem 2:0 hat sich die Klasse der U23 des Jahn durchgesetzt", sagt der Chamer Coach Rüdiger Fuhrmann. Für den ASV Cham geht es damit wohl in die Relegation zur Bayernliga.
Schiedsrichter: Marcel Geuß (Haßfurt-Sylbach) - Zuschauer: 105
Tore: 1:0 Ramon Machado de Macedo (16.), 2:0 Ramon Machado de Macedo (59.), 2:0 Ramon Machado de Macedo (59.), 3:0 Ramon Machado de Macedo (65.), 4:0 Markus Smarzoch (76.), 5:0 Ramon Machado de Macedo (78.)
DJK Ammerthal - FC Ergolding 5:0 (3:0)
Einen sehr überzeugenden 5:0-Sieg konnte die DJK Ammerthal gegen den Neuling FC Ergolding erringen. "Wir waren heute einfach übermächtig", resümiert der Ammerthaler Trainer Robert Ziegler, der seinen Vertrag bei der DJK unter der Woche verlängert hat. Bereits zur Pause lagen die Oberpfälzer deutlich mit 3:0 vorne. Andreas Endlein (2. und 39.) sowie Thomas Lincke (18.) hatten getroffen. "Es war schon bis zur Pause eine klare Angelegenheit. Ich hatte nie das Gefühl, dass die Partie noch kippen könnte", so Ziegler weiter. Gleich nach Wiederbeginn war es Michael Pfann, der auf 4:0 erhöhte (48.). Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Dominik Haller mit dem 5:0 (73.). Mit Endlein und Pfann erzielten zwei ehemalige Kicker des 1. SC Feucht, wo Ziegler auch Trainer war, drei der fünf Treffer. "Ergolding war bemüht und spielte sehr fair", so Ziegler, der auch dem sehr guten Schiedsrichtergespann um Steffen Brütting ein Sonderlob ausstellte.
Schiedsrichter: Steffen Brütting (Effeltrich) - Zuschauer: 370
Tore: 1:0 Andreas Endlein (2.), 2:0 Thomas Lincke (18.), 3:0 Andreas Endlein (39.), 4:0 Michael Pfann (48.), 5:0 Dominik Haller (73.)
SV Schalding-Heining - SpVgg Landshut 1:3 (0:2)
Die SpVgg Landshut bleibt der Angstgegner der Schaldinger. Auch das dritte Duell in Serie entschieden die Hauptstädter für sich. Der Anpfiff des Niederbayern-Duells zwischen dem SVS und der "Spiele" aus Landshut ließ aber erstmal auf sich warten. Das eingeteilte Schiedsrichter-Gespann aus Salzburg war nicht am Reuthinger Weg erschienen, kurzerhand wurden die "Lokalmatadoren" Josef Sigl, Walter Antesberger und Anton Gerstner mit der Spielleitung betraut. Eine Unachtsamkeit in der Defensive der Hausherren führte früh zum 0:1 durch Michael Rosenwirth aus kurzer Distanz (19.). Schalding erarbeitete sich ein Chancenplus, ging aber zu schludrig mit seinen Möglichkeiten um. Eine Riesenchance vergab wenig später Christian Brückl nach Vorlage von Michael Pillmeier. Das Tor trafen hingegen die Landshuter: Christoph Hösl setzte sich gegen Alexander Delpy durch und erhöhte auf 2:0 (35.). In Hälfte zwei war Schalding weiter das spielerische bessere Team. Nach dem Anschlusstreffer von der Strafraumkante durch Pillmeier (54.) klärte Landshuts Keeper Stefan Schmid noch zweimal glänzend gegen Pillmeier und Thomas Kreß. Landshut, das taktisch sehr diszipliniert agierte, gelang aber der endgültige Knockout: Kapitän Andi Gotthardt wurde von Michael Rosenwirth mustergültig bedient. Für Schalding war mehr drin, nach dem 1:3 gegen den schärfsten Verfolger kommt nun aber wieder Spannung ins Meisterrennen der Landesliga Mitte.
Schiedsrichter: Josef Sigl (Thurmannsbang) - Zuschauer: 520
Tore: 0:1 Michael Rosenwirth (19.), 0:2 Christoph Hösl (35.), 1:2 Michael Pillmeier (54.), 1:3 Andreas Gotthardt (82.)
Besondere Vorkommnisse: Die Partie begann mit einer Verspätung von 30 Minuten, weil das eingeteilte Schiedsrichter-Gespann aus Salzburg nicht erschienen war.
SpVgg GW Deggendorf - SpVgg Hankofen-Hailing 1:2 (1:0)
Die Luft scheint bei der SpVgg GW Deggendorf raus zu sein. Die personell angeschlagenen Gastgeber verspielten den 1:0-Pausenvorsprung. "Es war aber ein glücklicher Sieg für Hankofen", sagt Franz Liebl, geschäftsführender Vorstand bei den Grün-Weißen. Kurz vor der Pause hatte Mario Eller die Gastgeber im Donauwald-Stadion mit 1:0 in Führung gebracht (43.). "Wir hatten gute Chancen die Führung auszubauen", so Liebl. Die Gäste kamen nach dem Kabinenaufenthalt durch Matthias Reichl zum überraschenden 1:1 (67.). "Dieses Ergebnis hätten wir halten können", so Liebl, aber die Gastgeber mussten den letzten sehr anstrengenden Wochen Tribut zollen. In den letzten 20 Minuten ließen die Platzherren merklich nach und Michael Renner traf in der 83. Minute zum 2:1 für Hankofen, das nun sehr gute Aussichten auf den Aufstieg in die Bayernliga Süd hat. Unter dem Strich war der Gästeerfolg aus folgendem Grund glücklich: "Hankofen hatte nur drei Torchancen, hat zwei davon genutzt. Wir sind am Ende für unsere Spielweise bitter bestraft worden", so Liebl weiter. Ein Unentschieden wäre nach Liebls Einschätzung das gerechtere Ergebnis gewesen. Die Deggendorfer bleiben Vierter, Hankofen ist weiterhin Fünfter.
Schiedsrichter: Sven Bode (Nürnberg) - Zuschauer: 240
Tore: 1:0 Mario Eller (43.), 1:1 Matthias Reichl (67.), 1:2 Michael Renner (83.)
1. FC Bad Kötzting - ASV Neumarkt 0:0
Der 1. FC Bad Kötzting hat die große Chance verpasst auf den siebten Platz vorzustoßen. Die Rotblauen konnten sich nicht wie erhofft durchsetzen. Aufregend war die Partie in keiner Weise. Denn die Spielweise der Platzherren war alles andere als berauschend und bei 25 Grad im Stadion "am Roten Steg" spielten auch die Gäste nicht spektakulär. Ein besonderer Aufreger war, dass Gästetrainer Erich Hock einen Hitzschlag erlitt und so der Pressekonferenz fernbleiben musste. "Es geht mir schon wieder gut", so Hock am späten Abend. " Der Punkt hilft keinem so richtig weiter, aber das Ergebnis ist sicher gerecht." Der ASV kam zu Chancen, hatte phasenweise das Heft in der Hand. "Wir waren teilweise etwas aktiver, auch wenn Kötzting seine Chancen hatte", schätzt Hock ein. "Wir hatten zwei gute Torchancen, kurz vor der Pause, die wir leider nicht genutzt haben", so der Kötztinger Coach Michael Stoiber, der keinen seiner Ersatzspieler zum Einsatz brachte. Stoiber bezeichnete das Ergebnis ebenfalls als gerecht. Aber die Gastgeber vergaben wieder einmal Big Points und müssen weiter auf den Befreiungsschlag hoffen. Ein sehr guter Leiter war Schiedsrichter Andreas Hartl, der jeweils in der Mitte der Halbzeiten die Partie kurz unterbrach, damit die Spieler sich mit Getränken erfrischen konnten.
Schiedsrichter: Andreas Hartl (Aicha v. Wald) - Zuschauer: 230
Tore: Fehlanzeige
SpVgg Ansbach 09 - Freier TuS Regensburg 4:1 (0:1)
Dank einer deutlichen Leistungssteigerung in den zweiten 45 Minuten holten sich die Ansbacher ihren ersten Heimsieg nach über sechs Monaten. Kapitän Michael Gassner sorgte mit einem Hattrick für den klaren Sieg, nachdem der eingewechselte U19-Torjäger Felix Semmlinger das Freistoßtor von Florian Dieterle egalisiert hatte. Beide Mannschaften zeigten bei den hochsommerlichen Temperaturen sehr durchwachsene Leistungen und vor allem die Gäste bauten in der letzten halben Stunde kräftemäßig stark ab. So entschieden die Gastgeber das Kellerduell deutlich für sich und landeten ihren ersten Sieg im Jahr 2012. Der Freie TuS war ohne seinen erkrankten Trainer Robert Mühlbauer angereist, der sein Engagement bei den Regensburgern beendet. Schon am Mittwoch soll ein Nachfolger für die neue Saison präsentiert werden. Kapitän und Torwart Markus Bauer, der sich wieder verletzte und für den die Saison gelaufen ist, und Abteilungsleiter Christian Schmer coachten die Mannschaft. Das wird auch die Lösung bis zum Saisonende bleiben. Bauer musste übrigens zu Ende spielen, weil die Gäste keinen Ersatztorhüter dabei hatten. Zwar führten die Regensburger gegen eine in der ersten Halbzeit sehr schwache Ansbacher Mannschaft, aber nach der Pause brachen die Gäste förmlich zusammen: "Uns ist eindeutig der Saft ausgegangen. Ansbach war das aktivere Team. Das erkennen wir an", so Spartenchef Schmer, der sich in der Schlussphase selber einwechseln musste.
Schiedsrichter: Jochen Burkard (Schwebenried) - Zuschauer: 130
Tore: 0:1 Florian Dieterle (32.), 1:1 Felix Semmlinger (53.), 2:1 Michael Gassner (58.), 3:1 Michael Gassner (68.), 4:1 Michael Gassner (75.)
Besondere Vorkommnisse: Bastian Herzner (SpVgg Ansbach 09) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Markus Bauer (65.)
TSV Neustadt/Aisch - TSV Bad Abbach 0:0
Ohne ihre wichtigen Offensivspieler Kapitän Daniel Beerschneider und Sebastian Schöppl musste der TSV Bad Abbach beim Tabellennachbarn TSV Neustadt/Aisch ran. Die Gastgeber wurden zum ersten Mal von ihrem neuen Trainer Patrick Frühwald gecoacht, der eigentlich erst in der nächsten Saison den Trainerstuhl bei den Aischgründern hätte einnehmen sollen. Die Spieler hatten in dieser ungewohnten Hitzeschlacht Anpassungsprobleme. In der ersten Halbzeit gab es auf beiden Seiten Chancen, Ralf Gardo traf für die Westmittelfranken den Querbalken. Simon Sigl hatte nach Doppelpass mit Christopher Wittmann eine große Chance für die Niederbayern, aber seinen Schuss entschärfte der Torwart. Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste etwas stärker. Christian Daser, der nach langer Verletzungspause in der Halbzeit eingewechselt wurde und zum zweiten Einsatz in diesem Jahr kam, hatte zwei Großchancen. Die Gastgeber hatten noch eine große Möglichkeit durch Torjäger Martin Sautner und kurz vor dem Ende vergab Jonas Scheuenstuhl. "Beide Mannschaften hätte gewinnen können, aber das Ergebnis ist unter dem Strich gerecht", sagt Gästetrainer Hans Sigl. "Wir sind mit dem Punkt nicht unzufrieden."
Schiedsrichter: Roman Potemkin (Friesen) - Zuschauer: 140
Tore: Fehlanzeige
SV Etzenricht - Dergahspor Nürnberg 0:2 (0:2)
Zur 0:2-Niederlage gab es nur eine Antwort aus dem Lager der Gastgeber: "Es war wieder mal das Übliche." So fasste Abteilungsleiter Manfred Herrmann die Geschehnisse zusammen. Die elf Spieler der Gastgeber wehrten sich erneut vergeblich. Die Startelf spielte die Partie auch zu Ende, weil die Alternativen fehlten. Dämpfend für die Aktionen der Gastgeber wirkte der erneut frühe Rückstand. Mustafa Jasarevic hatte bereits in der vierten Minute getroffen. Ein Freistoß von Akin Bölük brachte das beinahe schon vorentscheidende 2:0 in der 22. Minute. "Wir hatten wieder einmal zu wenig Durchschlagskraft nach vorne", sagt Herrmann. Kurz nach der Pause erzielte Benjamin Werner einen Treffer für die Gastgeber, den Schiedsrichter Andreas Dinger zunächst anerkannte. Nach Rücksprache mit seinem Assistenten nahm der Referee aber seine Entscheidung zurück. Da gingen die Köpfe der Gastgeber runter, die ihre elfte Niederlage am Stück zu realisieren begannen. "Bei uns ist die Luft raus. Nur gut, dass wir mit unseren Planungen für die nächste Saison in der Landesliga schon so weit sind. Diese Saison müssen wir abhaken, da ist viel daneben gelaufen", bilanziert Herrmann. Der Neuling Dergahspor Nürnberg hat jetzt 44 Punkte und liegt damit nur noch vier Zähler hinter dem neunten Platz zurück. Die Nürnberger sind nun schon seit acht Partien unbesiegt.
Schiedsrichter: Andreas Dinger (Bischofsgrün) - Zuschauer: 170
Tore: 0:1 Mustafa Jasarevic (4.), 0:2 Akin Bölük (22.)
SV Buckenhofen - SpVgg Jahn Forchheim 1:2 (1:1)
Das Forchheimer Stadtderby lockte immerhin 850 Fans an, Saisonrekord für den SV Buckenhofen. Die Gäste kamen am Ende zu einem wichtigen und nicht unverdienten 2:1-Erfolg, den sie in Unterzahl über die Zeit schaukeln mussten. Jahn Forchheim ist damit vorerst auf Platz sieben vorgerückt. Buckenhofen bleibt 2012 weiter sieglos, hat nun schon zehn Mal in Folge nicht gewonnen. Es war ein interessantes Derby, das Forchheim nicht nur der Ehre wegen gewinnen musste. Diese drei Punkte waren auch wichtig im Hinblick auf die Qualifikation für die Bayernliga Nord. Forchheim ging durch Tobias Ulbricht schon in der fünften Minute in Führung. Die Gastgeber versteckten sich aber nicht und kamen durch Adem Selmani zum 1:1-Ausgleich (37.). "Wir hatten auch Pech, denn wir haben in der ersten Halbzeit zweimal die Latte getroffen", so Harald Neudecker vom SVB. Nach dem Seitenwechsel traf Klaus Grütze per Handelfmeter zum 2:1 (52.). Doch nur fünf Minuten später musste Mario Feulner nach einer Notbremse mit der roten Karte vom Feld (57.). Mehr als eine halbe Stunde lang hatte der SV Buckenhofen nun in Überzahl Zeit den Rückstand aufzuholen. Aber mehr als ein Pfostenschuss sprang nicht heraus. "Ein Unentschieden wäre trotzdem gerecht gewesen, aber der Sieg von Jahn Forchheim ist auch nicht unverdient", so Neudecker.
Schiedsrichter: Felix Hoffmann (Pfarrweisach) - Zuschauer: 850
Tore: 0:1 Tobias Ulbricht (5.), 1:1 Adem Selmani (37.), 1:2 Klaus Grütze (57. Handelfmeter)
Rot: Mario Feulner (57./SpVgg Jahn Forchheim/Notbremse)
SV Schalding-Heining - SpVgg Landshut
(Hinspiel: 0:2, Bilanz: 3/6/6, Heimbilanz: 2/3/2)*
Zum Artikel: Das Match der Superlative
Sperren: keine - Schiedsrichter: Johannes Pummerer (Salzburg/Österreich)
1. FC Bad Kötzting - ASV Neumarkt
(Hinspiel: 2:0, Bilanz: 2/2/3, Heimbilanz: 0/1/2)*
Erich Hock, der seit dem Winter den ASV Neumarkt trainiert, bringt es auf den Punkt: "Am Samstag spielen Krankenhaus gegen Hospital oder Lazarett gegen Reha-Klinik." Beide Seiten haben große Verletzungssorgen und können nur mit Müh und Not eine spielfähige Elf stellen. Und dabei geht es für beide Klubs um so viel, denn beide wollen unbedingt auf direktem Weg in die neuen Bayernliga. Neumarkt ist Achter, Kötzting hat als Zehnter zwei Punkte weniger, hat aber das vermeintlich leichtere Restprogramm. Bei den Gastgebern, die zuletzt beim 3:1-Erfolg in Ergolding nur zehn gesunde Spieler hatten, waren diese Woche nun auch noch Simon Kopp und Kapitän Florian Frisch grippekrank. Der Trainingsbetrieb fand personell stark eingeschränkt statt. Die Gastgeber stehen am Roten Steg unter Zugzwang: "Wir haben den Druck, müssen gewinnen. Dazu benötigen wir in der Offensive endlich mal eine Quote nahe der 100 Prozent. Wir dürfen nicht wie in Ammerthal, in Cham oder in Ergolding so viele hochkarätige Chancen auslassen", fordert FCK-Trainer Michael Stoiber. Den Gegner schätzt Stoiber als "sehr stark" ein. Der ASV hat schließlich erst ein Spiel in diesem Jahr verloren. "Neumarkt sind die Minimalisten, aber sehr erfolgreich." Die Gäste kommen ohne jeglichen Stürmer, verletzungsbedingt steht kein Angreifer zur Verfügung. Und dennoch gewinnt der ASV seine Spiele wie zuletzt mit 1:0 gegen den TSV Neustadt/Aisch. "Ich habe vorne niemanden, Kötzting hat wenigstens Petr Stoilov", sagt Hock. Der will die Bayernliga auf direktem Weg erreichen, weil in der Relegation möglicherweise der starke FC Amberg droht. "Mit einem Unentschieden wäre ich schon zufrieden", sagt der Neumarkter Taktik-Fuchs Erich Hock.
Sperren: keine - Schiedsrichter: Andreas Hartl (Aicha v. Wald)
SpVgg Ansbach - Freier TuS Regensburg
(Hinspiel: 5:2, Bilanz: 2/2/1, Heimbilanz: 1/1/0)*
Den Heimfluch beenden möchte die SpVgg Ansbach, die schon zehn Partien im Pigrol-Sportpark verloren hat. Das ist Negativrekord in 103 Jahren Vereinsgeschichte. Selbst in der einzigen Drittliga-Saison 2001/02 gab es nur neun Heimpleiten, als man als Vorletzter wieder in die Bayernliga absteigen musste. In diesem Jahr wartet die Schöll-Elf auch immer noch auf den ersten Sieg. Schöll geht bekanntlich am Saisonende und auch einige Spieler werden den Verein verlassen. Die beiden Mittelfeldakteure Michael Gassner und Bastian Herzner wechseln zum SV 1873 Nürnberg-Süd, der auch um den Aufstieg in die Landesliga kämpft und nächste Saison ein Ligakonkurrent der Ansbacher sein könnte. Die "Süder" stehen anscheinend mit vier weiteren Kickern aus Ansbach in Kontakt. Es droht eine erneute Abwanderungswelle, die den Westmittelfranken erneut Probleme bereiten könnte: "Ich weiß nicht, wie das hier weitergehen wird. Vieles ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unsicher", sagt der Ansbacher Abteilungsleiter Harald Riegler. Beim Freien TuS Regensburg, der als Letzter beim Drittletzten antritt, ist auch noch vieles offen. Eines ist aber sicher: Aus gesundheitlichen Gründen wird Trainer Robert Mühlbauer, der erst kurz vor Weihnachten angeheuert hatte, seine Mission am Ende dieser Spielzeit beenden. Positiv ist, dass Kapitän und Torwart Markus Bauer wieder zur Verfügung steht, seine Verletzung auskuriert hat. Fehlen werden bei den Gästen die verletzten Julian Runge und Matthias Stasta. Der Einsatz von Sebastian Dietz ist fraglich: "Für uns neigt sich eine schwere Saison dem Ende entgegen. Wir sind schon auf der Suche nach einem neuen Trainer und hoffen diesen bald vorstellen zu können", sagt Abteilungsleiter Christian Schmer vom Freien TuS.
Sperren: keine - Schiedsrichter: Jochen Burkard (Schwebenried)
TSV Neustadt/Aisch - TSV Bad Abbach
(Hinspiel: 1:2, Bilanz: 0/1/2, Heimbilanz: 0/0/1)*
Aufregung gab es im Laufe dieser Woche an der Weißen Marter. Trainer Petr Skarabela, dessen Abschied ja schon feststand, beendete am Dienstagabend seine Mission vorzeitig. "Im beiderseitigen Einvernehmen", hieß es. Skarabela, der in der nächsten Saison den angehenden Regionalligisten FC Eintracht Bamberg trainieren wird, hat dadurch jetzt eine längere Vorbereitungsphase auf seinen neuen Job, der bereits in der ersten Juni-Hälfte beginnt. Nachfolger ist mit sofortiger Wirkung Patrick Frühwald geworden, der eigentlich erst zur neuen Saison hätte kommen sollen, der nun aber seinen bisherigen Trainerposten beim Kreisligisten FC Kalchreuth aufgegeben hat. Einen Sieg benötigen die Aischgründer noch rechnerisch, um sich für die Relegation zur Bayernliga zu qualifizieren. Gegner am Samstag ist der TSV Bad Abbach, der einen Punkt mehr auf dem Konto hat. Die Niederbayern haben in diesem Jahr erst ein Spiel verloren, haben sich gegenüber Herbst 2011 stark verbessert. Bei den Gästen ist Innenverteidiger Thomas Rappl wieder dabei, seine Sperre ist abgelaufen. Dafür fällt Kapitän Daniel Beerschneider mit Muskelfaserriss aus. Christian Daser ist nach längerer Abstinenz wieder im Training, kommt aber höchstens für einen Kurzeinsatz in Frage. "Wir hoffen, dass die Blessuren von Simon Sigl (Knöchel), Christoph Chrubasik (Leiste), Rieger Christian und Markus Englert (beide Sprunggelenk) abklingen und diese Leute spielen können", sagt Bad Abbachs Trainer Hans Sigl. "Neustadt war in der Vorrunde eine der stärksten Mannschaften in Bad Abbach und ist eventuell durch den Trainerwechsel neu motiviert. Wir sind uns der Schwere der Aufgabe bewusst, mit einem Punkt wären wir sehr zufrieden." Dann könnte Bad Abbach die Tabellenposition gegenüber den Westmittelfranken verteidigen.
Sperren: keine - Schiedsrichter: Roman Potemkin (Friesen)
SV Etzenricht - Dergahspor Nürnberg
(Hinspiel: 2:3, Bilanz: 0/0/1, keine weiteren Spiele)*
Reinhard Marschke, der Trainer des SV Etzenricht, weiß wovon er spricht, wenn er die Flaute seiner Kicker als "schwarze Serie" bezeichnet. Treffender kann man das kaum bezeichnen, was die Mannschaft seit Mitte Oktober 2011 gezeigt hat. Seit mehr als einem halben Jahr ist der SV Etzenricht sieglos, hat dabei drei Unentschieden bei einem Dutzend Niederlagen geholt. Die letzten zehn Begegnungen wurden allesamt verloren, nicht ein einziger Punkt wanderte in diesem Jahr auf das Konto der Oberpfälzer. Das ist die schlechteste Bilanz aller 55 bayerischen Landesligisten in 2012 und die soll nun ein Ende haben: "Ich rede ja nicht davon, dass wir gewinnen werden. Ich rede nur davon, dass wir ein Ziel haben und das heißt, endlich zu punkten", so Marschke. Personell schaut es wieder etwas besser aus, denn 13 Mann stehen zur Verfügung: "In der Startelf wird wieder Johannes Renner stehen. Wir haben daher ein gutes Team beisammen", sagt der SVE-Coach. Die Gäste aus Nürnberg, bei denen man im Hinspiel unglücklich mit 2:3 verloren hat, waren zuletzt gut drauf. Seit sieben Spielen ist Dergahspor unbesiegt, hat seit Mitte März 15 Zähler geholt. Die Nürnberger Türken wollen ihre Serie halten, Etzenricht wünscht sich genau das Gegenteil.
Sperren: keine - Schiedsrichter: Andreas Dinger (Bischofsgrün)
SpVgg GW Deggendorf - SpVgg Hankofen-Hailing
(Hinspiel: 0:2, Bilanz: 2/3/5, Heimbilanz: 0/3/1)*
Im Donauwald-Stadion treffen nicht nur zwei Nachbarn aufeinander, beide Teams stehen auch in der Tabelle nebeneinander. Die SpVgg GW Deggendorf ist Vierter und liegt fünf Punkte vor der SpVgg Hankofen-Hailing. Dieses niederbayerische Derby ist auch ein Familientreffen. Auf Seite der Gäste ist Peter Gallmaier Co-Trainer und bei den Platzherren ist Markus Gallmaier Stürmer, wenngleich der Filius wegen Kreuzbandriss ausfällt. Auch Angreifer Max Kress und Innenverteidiger Stefan Krotzer sind nicht einsatzbereit. Nun fällt auch noch Spielertrainer Martin Wimber wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel aus: "Personell durchlaufen wir schon einen extremen Engpass. Aber es hilft nicht. Das Spiel wird so oder so gespielt, daran können wir nichts ändern", sagt Wimber. Der hofft auf das verbliebene Personal: "Dann müssen eben die anderen ihre Leistung auf den Platz bringen in diesem Derby." Mit 57 Punkten dürften die Grün-Weißen in Sachen Bayernliga-Qualifikation durch sein, deswegen wollen die Deggendorfer die Zügel aber nicht schleifen lassen: "Unser Ziel ist es, den vierten Platz bis zum Schluss zu behalten und den wollen wir gegen Hankofen absichern", so Wimber. Die Gäste haben nur noch vier Partien zu bestreiten und benötigen mindestens noch einen Sieg. "Den würden wir am liebsten am Samstag in Deggendorf holen. Daher ist es ein ganz wichtiges Spiel für uns", sagt Hankofens Spielertrainer Thomas Prebeck. Der kann auf den gleichen Kader wie zuletzt beim 4:0 über den FSV Erlangen-Bruck II zurückgreifen, mit einer Ausnahme: Angreifer Michael Skornia steht wegen einer Zerrung nicht zur Verfügung. Prebeck hofft, dass sein Team an die Leistung aus dem letzten Spiel anknüpfen kann: "Für uns ist dieses Derby eine sehr interessante Herausforderung. Ich hoffe, dass wir dort bestehen können", so der Gästecoach.
Sperren: keine - Schiedsrichter: Sven Bode (Nürnberg)
* Die Bilanz berücksichtigt alle Spiele der FuPa-Datenbank: Bayernliga bis 1992/93, Landesligen bis 2001/02.