Von Juni 1998 bis September 2004 coachte Eigengewächs Alfons Blattner die "Osserbuam", ehe der akribische Arbeiter sein Amt zur Verfügung stellte. Mittelfeldspieler Vaclav Uzlik wurde nach Blattners Rücktritt zum Spielertrainer befördert, was allerdings nicht optimal funktionierte. So entschieden sich die Verantwortlichen Juniorentrainer Franz Aschenbrenner zum Cheftrainer zu machen, was für diesen zum damaligen Zeitpunkt etwas überraschend kam. "Nach meiner aktiven Laufbahn sollte ich als Herrentrainer aufgebaut werden und zunächst einmal ein paar Jahre den Nachwuchs coachen", erinnert sich der 43-jährige, der schon nach zwei Jugendjahren die Verantwortung für das Oberligateam der Waidler übertragen bekam. Dass sich der "Funz", wie er in Lam gerufen, wird zum Trainer-Dino entwickelt, war nicht abzusehen. "Wir haben damals keinen Acht-Jahres-Vertrag gemacht", schmunzelt der Übungsleiter, der bei der SpVgg Lam alle Höhen und Tiefen mitgemacht hat. Insgesamt bestritt Aschenbrenner im Seniorenbereich 569 Spiele für die SpVgg.
"Funz" absolvierte 569 Spiele für die SpVgg Lam.
Die Zusammenarbeit mit Mannschaft und Verein bezeichnet der Chefanweiser als "sehr harmonisch." Auch in schwierigen Zeiten stärkte die sportliche Leitung um Ex-Kapitän Ludwig Koholka Aschenbrenner den Rücken. "Man lässt mich in Ruhe arbeiten und bringt mir viel Vertrauen entgegen. Das ist natürlich eine sehr gute Basis", betont Aschenbrenner, der mit Abteilungsleiter Koholka und dessen Stellvertreter Stephan Stahl jahrelang in einer Mannschaft gespielt hat. "Wir sind sehr gut befreundet und haben ein vorbildliches Verhältnis zueinander." Auch die Chemie zwischen dem Trainer und dem Team stimmt. "Ich bin ein Kumpeltyp und habe mit meinen Spielern keinerlei Probleme. Auch in schlechten Zeiten halten wir zusammen", sagt der Coach stolz. Wie lange die Ära Aschenbrenner bei der SpVgg Lam noch andauern wird, ist völlig offen. "Wir schauen von Jahr zu Jahr", berichtet der Trainer, der sich mit seinen Schützlingen heuer den Aufstieg in die Landesliga zum Ziel gesetzt hat. "Die Herbstrunde verlief nicht optimal. Es wird nicht leicht den angepeilten Sprung in die Landesliga zu schaffen, aber wir werden nochmal alles probieren." Sollte man in der nächsten Spielzeit "nur" in der Bezirksliga spielen, dann ist das für das Urgstein aber kein Beinbruch. "Auch dann wird in Lam weiterhin Fußball gespielt."
Aschenbrenner: "Ich bin ein Kumpeltyp."
Im März wird der 43-jährige Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit mit der Spartenleitung führen. Aschenbrenners persönliche Tendenz ist klar. "Es spricht von meiner Seite nichts dagegen weiterhin Trainer bei der SpVgg zu bleiben - egal in welcher Liga." Fußballchef Koholka weiß was er an seinem Trainer hat. "Funz leistet bei uns hervorragende Arbeit. Er kann gut mit jungen Spielern umgehen und hat in den letzten Jahren einen richtig guten Job gemacht." Die Möglichkeiten bei dem Verein aus dem Oberen Bayerwald sind nämlich begrenzt. "Wir können uns nicht jede Saison zwei, drei gestandene Spieler leisten. Wir müssen in erster Linie auf den eigenen Nachwuchs und auf talentierte Spieler aus der Region setzen, die sich in der Oberliga beweisen möchten. Deshalb sind die Leistungen der letzten Jahre durchaus respektabel."




