
Ein 0:1 zum Auftakt - sicherlich unglücklich, aber nach dem Konditionstraining der vier Tage seit dem Trainingsauftakt sicherlich nachvollziehbar. Gegen den Tabellenfünfzehnten der Regionalliga West zeigten die Löwen insbesondere in der ersten Hälfte eine ordentliche Leistung. In der 32. Minute wurde KSV-Talent Benjamin Trümner, der sogar in der Startelf stand, im gegenerischen Strafraum gefoult und holte somit einen Elfmeter für seine Mannschaft heraus. Andreas Mayer trat an, sein schwacher Schuss in die Tormitte konnte jedoch vom Gladbacher Keeper gehalten werden. Auf Seiten der Gastgeber spielten auch die drei Neuzugänge der Winterpause, die drittligaerfahrenen Benjamin Barg und Dennis Dowidat, sowie der erfolgreichste Torjäger der Regionalliga West in der Hinrunde, Sven Michel. Kurz vorm Halbzeitpfiff folgte noch ein Pfostentreffer der Nordhessen.
Der Spielfluss ging bei den Gästen aus Kassel in der zweiten Halbzeit dann allerdings verloren. Uwe Wolf kündigte, wie zuvor angekündigt, ordentlich durch und brachte gleich sieben neue Spieler. Der einzige Treffer der Partie fiel in der 56. Minute, Maik Odenthal traf für die Fohlen. Einer, der auf Kasseler Seite die neunzig Minuten durchspielte, war der Stürmer Florian Rudy. Der 24-jährige Spieler von der Spvgg Unterhaching und ältere Bruder des Hoffenheimer Bundesliga-Spielers Sebastian Rudy wird zumindest bis zum 18. Januar mit dem KSV Hessen trainieren. Rudy kam in der vergangenen Saison zu sechs Einsätzen in der 3. Liga, spielt diese Saison jedoch nur in der zweiten Mannschaft der Unterhachinger und erzielte dort fünf Tore. Florian Rudy fühlt sich von der KSV-Mannschaft gut aufgenommen. Nach seinen Worten habe es noch kleine Mannschaft gegeben, wo er bereits so viele Spieler von früher kenne. Christian Henel, Jonas Marz und Ricky Pinheiro kennt Rudy noch aus Kaiserslauter, Nico Hammann aus der Hoffenheimer und Stefan Müller aus der Karlsruher Jugend.
Eine weitere Chance sich zu präsentieren, erhält Florian Rudy beim Spiel gegen Hessenligist Eintracht Stadtallendorf am 18. Januar. Bis dahin wird weiterhin an Ausdauer und Technik gearbeitet. Uwe Wolf zeigte sich mit der heutigen Leistung seiner Mannschaft zufrieden.