Der KSV Hessen fuhr mit reduziertem Kader nach Wolfsburg. Uwe Wolf musste auf Enrico Gaede, Nico Hammann, Tobias Becker, Gianluca Maresca, Benjamin Trümner, Tobias Damm, Ingmar Merle und Moritz Meuser verzichten. Die Aufstellung bot dennoch eine schlagkräftige Truppe, was für die Breite des Kasseler Kaders spricht. Carsten Nulle hütete das Tor, Rahn, Müller, Gundelach und Dieck bildeten die Abwehr. Marz, Riske, Mayer, Pinheiro und Gallus standen im Mittelfeld der Löwen, Sebastian Schmeer im Sturm.
Wolfsburgs Coach Dieter Hecking schickte, wie versprochen, eine echte Erstliga-Truppe auf den Platz. So spielten unter anderem die deutschen (Ex-)Nationalspieler Patrick Helmes, Alexander Madlung, Marcel Schäfer und Christian Träsch. Zur zweiten Halbzeit kamen beispielsweise Naldo, Ivan Perisic und der holländische Stürmer Bas Dost zum Einsatz.
Die Gäste aus Nordhessen begannen stark und flößten sogar Dieter Hecking Respekt ein. Doch gelang es den Spielern des KSV nicht, den Führungstreffer zu erzielen. Dies war den Gastgebern vorbehalten, die sich nach den ersten zehn Minuten akklimatisiert hatten und durch den Venezuelaner Orozco in der 11. Minute das 1:0 machten. Josué und Kahlenberg legten per Doppelschlag in der 23. und 24. Minute nach, ein weiterer Treffer von Orozco in der 31. Spielminute zum 4:0 entschied das Speil frühzeitig. Patrick Helmes waren nach monatelanger Pause ein 45-Minuten-Einsatz und das 5:0 kurz vor der Pause vergönnt. Hecking nahm zum zweiten Durchgang mehrere Wechsel vor, der neu ins Spiel gekommene Ex-Dortmunder Perisic verwandelte in der 50. Minute einen Elfmeter, Bas Dost traf in der 56. zum 7:0-Endstand.
KSV-Trainer Wolf nahm in der zweiten Halbzeit ebenfalls ein paar Wechsel vor und bot all seinen Spielern die Gelegenheit, sich gegen einen Bundesligisten beweisen zu können. Eine 0:7-Niederlage schmerzt sicher, doch wie ist dieses Spiel nun einzuordnen? Hat es all das Positive der vergangenen Vorbereitungswochen zunichte gemacht? Wohl kaum. Vielleicht ist es ja ein Dämpfer zur rechten Zeit. Aus einer solchen Lehrstunde sollten die Löwen auf jeden Fall etwas lernen und es beim nächsten mal besser machen. Das "nächste mal" wäre dann das finale Testspiel am 9. Februar gegen den Regionalligisten aus Bayern, die Würzburger Kickers... oder besser noch: das Liga-Heimspiel gegen die TuS Koblenz vor hoffentlich großartiger Kulisse.











