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Der Spieltag

KSV Hessen entthront Elversberg

Löwen schlagen Tabellenführer 1:0 +++ Neuzugang Bektashi trifft in der Nachspielzeit

von gelöscht gelöscht · 06.09.2014, 10:24 Uhr · 0 Leser
<b>F: Eibner Pressefoto</b>
<b>F: Eibner Pressefoto</b>
Der KSV Hessen Kassel bezwang im Spitzenspiel der Regionalliga Südwest am Freitag Abend den bisherigen Spitzenreiter SV Elversberg und sorgte somit für einen Wechsel an der Tabellenspitze. Für die Löwen traf der erst am Montag verpflichtete und gegen Elversberg eingewechselte Sqipon Bektashi in der Nachspielzeit.

Das Auestadion wird wieder zur Festung und der KSV Hessen Kassel begeistert wieder seine Fans. Im Heimspiel gegen Tabellenführer SV Elversberg (mit Ex-Löwe Morten Jensen im Tor, Ricky Pinheiro kam nicht zum Einsatz) zeigten die Kasseler den circa 2.300 Zuschauer eine kampfbetonte Partie. Chancen gab es auf beiden Seiten, jedoch keine Tore. Nach neunzig Minuten hatte man sich auf den Rängen daher schon auf ein Unentschieden eingestellt, womit man gegen den Drittliga-Absteiger sicherlich auch gut hätte leben können, doch dann schlugen die Löwen in der Nachspielzeit doch noch zu. Erst am vergangenen Montag hatte der KSV Hessen die Verpflichtung des Offensivspieler Sqipon Bektashi vom SV Waldhof Mannheim verkündet und in der 60. Minute kam dieser gegen Elversberg zu seinem debüt im Löwen-Trikot. In der 91. Minute stand er genau richtig, als der Ball nach einer Ecke von Tobias Becker über den Kopf von Tobias Damm zu Sqipon Bektashi gelangte, der diesen zum umjubelten 1:0 ins Tornetz der Gäste drückte.

Für den SV Elversberg war es bereits die zweite Niederlage in Folge, auch gegen die Offenbacher Kickers hatte man 0:1 verloren. Das kampfbetonte Spiel der Südhessen sorgte bei den Saarländern für einige Probleme und die Nordhessen taten es dem OFC gleich. Der KSV spielte druckvoll und engagiert. In der 19. Minute ergab sich für Benjamin Girth nach Zuspiel von Tobias Damm eine gute Abschlussmöglichkeit, doch konnte SVE-keeper Morten Jensen den Ball mit einer Parade noch am Überqueren der Torlinie hindern. Doch auch die Gäste zeigten, warum sie an der Tabellespitze standen und kamen zu Chancen. Eine davon - vom Elversbeger Stürmer Mijo Tunjic - vereitelte KSV-Torhüter Kevin Rauhut mit einer Glanzparade in der 35. Minute. Die Zuschauer bekamen einiges geboten, nur noch keine Tore. Mit einem 0:0 ging es also in die Pause.

Unverändert in Aufstellung und Engagement gingen beide Teams in die zweite Halbzeit. Der KSV Hessen konnte nun aber in der Offensive den Druck nochmals erhöhen. Wieder musste in der 56. Minute Morten Jensen all sein Können bei einem Schuss von Benjamin Girth aufbieten. Nach einer Stunde nahm KSV-Trainer Matthias Mink dann den ersten Wechsel vor und schickte neuverpflichtung Sqipon Bektashi auf´s Feld (Sebastian Schmeer ging raus). Die verbleibende Spielzeit glich einem Boxkampf, in dem sich beide Kontahenten nichts schenkten. Die Gastgeber machten das Spiel, doch Elversberg blieb stets gefährlich. Patrick Dulleck schoss in der 62. Minute knapp am Kasseler Tor vorbei, Dennis Lemke setzte auf der gegenseite einen Kopfball in der 72. Minute knapp neben den Pfosten.

Die Löwen kämpften, in der Schlussphase zückte der Unparteiische noch zwei mal Gelb gegen Tobias Becker und Sergej Evljuskin. Doch am Ende sollte der KSV Hessen für den Kampf belohnt werden. Mit seinem ersten Treffer bei seinem ersten Einsatz für den KSV dürfte sich Sqipon Bektashi schnell zahlreiche Freunde rund ums Auestadion gesichert haben. Mit diesem Erfolg kletterten die Kasseler nun zunächst auf den vierten Tabellenplatz, doch haben manche der Verfolger bis zu zwei Partien weniger auf dem Konto und können daher noch am KSV vorbeiziehen. In jedem Fall haben sich die Löwen in der Spitzengruppe der Regionalliga Südwest festgesetzt.

Weiter geht es für Trainer Matthias Mink und seine Spieler am 16. September mit dem Nordhessen-Derby beim KSV Baunatal. Dort könnten die Löwen etwas für ihre Auswärtsbilanz tun. Während man in der Heimtabelle nämlich an der Spitze steht, befindet man sich beim Auswärts-Ranking "nur" im Mittelfeld.