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Freitag 17.03.17 17:09 Uhr|Autor: Schw�bische Zeitung / Von Oliver Kothmann291
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Im ersten Heimspiel 2017 trift der SC Pfullendorf (links Faruk Erdem) auf den angeknockten Aufstiegs-aspiranten Freiburger FC. Archiv: khb
Konrad hat die Qual der Wahl
Fußball-Verbandsliga Südbaden: SC Pfullendorf - Freiburger FC (Samstag, 15 Uhr)

Pfullendorf / sz - Das erste Heimspiel des Jahres 2017 bestreitet der SC Pfullendorf am Samstagnachmittag gegen den den Deutschen Meister von 1907, den Freiburger FC. Meisterlich war auch im Hinspiel der Auftritt der Breisgauer, als sie den SC Pfullendorf mit 8:0 abfertigten und als heißester Anwärter auf den direkten Wiederaufstieg in die Oberliga-Bade-Württemberg, aus der sie in der vergangenen Saison gemeinsam mit dem SCP abgestiegen waren, gelten mussten. Das Momentum im März 2017 ist nun jedoch ein ganz anderes: Die Freiburger sind nach der Winterpause noch nicht wieder in Tritt gekommen und viele fragen sich nach der desaströsen 1:6-Heimpleite im Spitzenspiel gegen den FC 08 Villingen am vergangenen Spieltag, ob die Mannschaft von Trainer Ralf Eckert überhaupt nochmal so richtig auf die Beine kommt. Nur einmal, nämlich beim 5:2-Heimsieg gegen den FC Rielasingen/Arlen, wusste der Tabellendritte nach der Winterpause bislang zu überzeugen. Außer dem monumentalen 1:6 gegen Villingen gab es ansonsten noch ein mageres 1:1 gegen Abstiegskandidat SV Mörsch und eine 1:2-Heimblamage gegen den ebenfalls um den Klassenerhalt kämpfenden FC Waldkirch. Wäre der FFC eine Aktie, würden die Analysten derzeit wohl zum Verkauf raten.



Ganz anders präsentiert sich aktuell der SC Pfullendorf, der von den sechs jüngsten Spielen fünf gewann und damit den zwischenzeitlich schon beinahe abgerissenen Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen (ab Rang 14) wieder herstellte. Sichtlich gut tun den Linzgauern die Winterverstärkungen: Benjamin Sturm und Marllex Abdullai stabilisieren die Defensive enorm, vorne sorgte der Kroate Manuel Perkovic mit seinen beiden Treffern zum 2:1-Sieg beim SV Endingen am vergangenen Wochenende für die von Trainer Marco Konrad sehnlich erhofften ersehnten Positiv-Schlagzeilen. Der verschollene Torjäger Omar Jatta, an dessen Füßen in der Hinrunde noch fast alleine die sportliche Zukunft des Clubs zu hängen schien, ist angesichts dieser Erfolge schon fast in Vergessenheit geraten.

Den aktuellen Entwicklungen entsprechend selbstbewusst geht Konrad nun in das Duell mit dem FFC: "Auch der Freiburger FC hat Schwächen, die der FC 08 Villingen gnadenlos aufgedeckt hat", sagt der Ex-Profi. Wo der Gegner denn nun stehe? Konrad: "Das weiß ich auch nicht. Aber meinetwegen können sie so weitermachen wie zuletzt."

Konrad freut sich über den verschärften Konkurrenzkampf im Team, der durch die quantitative und qualitative Aufstockung entstanden ist: "Früher hat sich die Mannschaft fast von alleine aufgestellt. Das ist jetzt ganz anders." Er sei jetzt schon auch häufiger mal als Psychologe gefordert: "Man muss jetzt mehr im Gespräch sein mit jenen Spielern, die jetzt vielleicht auch mal nicht spielen."

Trotz der Positivserie will Konrad von Euphorie nichts wissen: "Da muss man ganz vorsichtig sein. Das kann auch ganz schnell mal wieder in die andere Richtung gehen." Manuel Perkovic sorgen aber dafür, dass Konrad zuversichtlich in die nächsten Partien geht: "Er ist ein exzellenter , sehr ehrgeiziger Spieler, den ich manchmal fast schon bremsen muss. Aber solche Typen habe ich gerne."

Ausfälle hat der SCP, Stand Freitagnachmittag, keine. Konrad hat mal wieder die Qual der Wahl.

 
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